Weltmeister Argentinien auf schmalem Grat: Messi überstrahlt Defizite vor dem Achtelfinale gegen Ägypten | OneFootball

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·7 juillet 2026

Weltmeister Argentinien auf schmalem Grat: Messi überstrahlt Defizite vor dem Achtelfinale gegen Ägypten

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Es läuft noch längst nicht alles rund beim Titelverteidiger. Argentinien steht zwar im Achtelfinale der WM 2026 und trifft dort heute Abend (18 Uhr, live in der ARD und bei MagentaTV) auf Ägypten, doch der Weg dorthin war holpriger als erwartet. Beim 3:2 nach Verlängerung gegen Außenseiter Kap Verde offenbarte die Albiceleste Schwächen, die Trainer Lionel Scaloni vor dem Duell mit den Pharaonen dringend beheben muss.

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Lionel Messi feiert das dritte Tor seiner Mannschaft im Gruppenspiel gegen Jordanien im Dallas Stadium von Arlington. Foto: Carl Recine/Getty Images


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Argentinien – Ägypten1/8

Di 07.07. · 18:00 Uhr · ARD

Führung erspielt, Kontrolle verloren

Dabei hatte alles nach Plan ausgesehen: Lionel Messi nahm in der 29. Minute einen Pass von Lisandro Martinez perfekt mit dem Außenrist mit und schob mit dem zweiten Kontakt zum 1:0 ein. Spätestens nach diesem Führungstor dürften nur noch die größten Pessimisten an ein Aus gegen Kap Verde geglaubt haben. Doch Argentinien wäre nicht Argentinien, wenn es nicht trotzdem spannend geblieben wäre. Der Außenseiter glich zweimal aus, erst zwei von Messi getretene Ecken entschieden die Partie.

„Wir haben das Schwierigste geschafft, das erste Tor zu erzielen. Wir dachten, damit würden wir unser Spiel finden und ruhiger werden, doch es kam genau umgekehrt“, räumte Messi hinterher ein. Argentinien schaltete nach den Führungstoren einen Gang zurück und wollte das Ergebnis nur noch verwalten. Gegen Österreich im zweiten Gruppenspiel war diese Taktik dank Passsicherheit und Abgezocktheit noch aufgegangen, gegen den Inselstaat verteidigte der Weltmeister dagegen fast ausschließlich im tiefen Block. „Sie hatten immer einen Mann mehr, weil wir nicht mithalten konnten. Deshalb hatten sie den Ball und ließen uns laufen“, analysierte Messi selbstkritisch.

Das Muster kennt man schon von 2022

Die Parallelen zum Titelgewinn vor vier Jahren sind unübersehbar. Damals ließen die Südamerikaner im Achtelfinale Australien nach einem 2:0 noch einmal herankommen, verspielten im Viertelfinale gegen die Niederlande dramatisch eine Zwei-Tore-Führung und gaben auch im Finale gegen Frankreich gleich zwei Führungen aus der Hand. Beide Partien gewannen sie erst im Elfmeterschießen. Dass die Argentinier trotz solcher Sequenzen weiter von der Titelverteidigung träumen dürfen, liegt an ihrer kühlen Reaktion auf Rückschläge: Auch gegen Kap Verde blieben sie ruhig und ließen den Gegner nie in Führung gehen. Ob das auch gegen hochkarätigere Mannschaften reicht, darf allerdings bezweifelt werden.

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Der argentinische Stürmer Nr. 09, Julian Alvarez, feiert mit dem argentinischen Stürmer Nr. 10, Lionel Messi, nach dem zweiten Tor seiner Mannschaft währenda des Halbfinalspiels der Fußballweltmeisterschaft Katar 2022 zwischen Argentinien und Kroatien im Lusail-Stadion in Lusail, nördlich von Doha, am 13. Dezember 2022. (Foto von Adrian DENNIS / AFP)

Messi trifft, der Rest bleibt hinter den Erwartungen

Es passt ins Bild des bisherigen Turniers, dass der Superstar mit sieben Toren in vier Spielen die durchschnittlichen Leistungen seiner Mitspieler übertüncht. Die Stürmer Lautaro Martinez und Julian Alvarez blieben bislang blass, auch das Mittelfeld-Trio um Rodrigo de Paul, Enzo Fernandez und Alexis Mac Allister enttäuschte. Eine Kontermannschaft ist die Elf von Scaloni ohnehin nicht: De Paul und Thiago Almada sind spielstarke statt schnelle Außenspieler, und der zweite Stürmer neben Messi steht bei Ballgewinnen wegen seiner Defensivaufgaben zu tief in der eigenen Hälfte.

Rückt Paredes gegen Ägypten in die Startelf?

Scaloni könnte gegen Ägypten deshalb Mac Allisters Positionierung anpassen und Leandro Paredes die zentrale Rolle vor der Abwehr geben, Almada müsste dafür auf die Bank. Gute Erinnerungen weckt diese Variante allemal: De Paul, Paredes, Fernandez und Mac Allister bildeten das Mittelfeld-Quartett beim 3:0 im WM-Halbfinale 2022 gegen Kroatien, Scalonis bislang einzigem K.o.-Sieg bei einer WM mit mindestens zwei Toren Unterschied.

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