WM-Tag #30: Bellingham trägt England ins Halbfinale, Argentinien leidet sich weiter | OneFootball

WM-Tag #30: Bellingham trägt England ins Halbfinale, Argentinien leidet sich weiter | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: LIGABlatt

LIGABlatt

·12 juillet 2026

WM-Tag #30: Bellingham trägt England ins Halbfinale, Argentinien leidet sich weiter

Image de l'article :WM-Tag #30: Bellingham trägt England ins Halbfinale, Argentinien leidet sich weiter

Der 30. WM-Tag komplettierte das Halbfinale der Weltmeisterschaft. England drehte gegen Norwegen einen Rückstand und setzte sich durch zwei Treffer von Jude Bellingham mit 2:1 nach Verlängerung durch. Auch Argentinien benötigte gegen die Schweiz zusätzliche 30 Spielminuten. Der Titelverteidiger profitierte dabei von einem umstrittenen Platzverweis und brach den Schweizer Widerstand erst spät. Im Halbfinale treffen beide Mannschaften nun direkt aufeinander.

Bellingham rettet fahrige Engländer


Vidéos OneFootball


England steht zum vierten Mal in einem WM-Halbfinale. Gegen Norwegen gewann die Mannschaft von Thomas Tuchel mit 2:1 nach Verlängerung, überzeugte dabei aber nur phasenweise. Nach einer zunächst vorsichtigen Partie schlug Norwegen in der 36. Spielminute zu. Patrick Berg eroberte den Ball gegen Harry Kane und setzte Andreas Schjelderup auf der linken Seite ein. Der Flügelspieler ließ Ezri Konsa stehen und überraschte Jordan Pickford mit seinem Abschluss zur Führung. England wirkte anschließend angeschlagen, während Norwegen sogar Möglichkeiten auf das zweite Tor hatte. Kurz vor der Pause fand der Favorit dennoch eine Antwort. Nach einem Zuspiel von Anthony Gordon nahm Bellingham den Ball am Strafraum stark mit, ließ einen Verteidiger aussteigen und traf ins lange Eck. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Norwegen gefährlich. Ein vermeintlicher Treffer von Torbjørn Heggem wurde wegen eines vorherigen Stoßes von Erling Haaland gegen Elliot Anderson aberkannt. Wenig später köpfte David Møller Wolfe den Ball an die Latte. Die Entscheidung fiel schließlich früh in der Verlängerung. Morgan Rogers zog aus der Distanz ab, Ørjan Nyland konnte den Ball nur nach vorne abwehren und Bellingham staubte in der 93. Spielminute zum 2:1 ab. Norwegen warf anschließend noch einmal alles nach vorne, konnte das Spiel aber nicht mehr drehen. Tuchel zeigte sich trotz des Einzugs ins Halbfinale unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. England habe sich das Leben durch technische Fehler, fehlendes Tempo und ein unsauberes Spiel selbst erschwert. Norwegen verabschiedet sich dagegen nach einem starken Turnier, bei dem Haaland und seine Mitspieler deutlich mehr als nur eine Nebenrolle spielten.

Schweiz bringt Argentinien ins Wanken

Auch Argentinien musste für den Einzug ins Halbfinale lange kämpfen. Der Titelverteidiger bezwang die Schweiz mit 3:1 nach Verlängerung, nachdem es nach 90 Spielminuten noch 1:1 gestanden hatte. Die Albiceleste ging bereits in der zehnten Minute in Führung. Alexis Mac Allister lief am ersten Pfosten in eine Ecke von Lionel Messi und verlängerte den Ball per Kopf ins lange Eck. Für die Schweiz war es der erste Rückstand bei dieser Weltmeisterschaft. Nach der Pause wurde die Mannschaft von Murat Yakin jedoch immer stärker. Emiliano Martínez musste mehrfach eingreifen, ehe Dan Ndoye in der 67. Spielminute den verdienten Ausgleich erzielte. Der Angreifer spielte auf der linken Seite einen Doppelpass mit Ricardo Rodríguez und schob den Ball durch die Beine des argentinischen Torhüters. Nur fünf Minuten später folgte die Schlüsselszene des Spiels. Nach einer längeren VAR-Prüfung wurde eine zunächst gegen Leandro Paredes ausgesprochene Verwarnung zurückgenommen. Stattdessen sah Breel Embolo wegen einer vermeintlichen Schwalbe seine zweite Gelbe Karte und musste den Platz verlassen. Der Schweizer Stürmer verließ das Spielfeld unter Tränen, während Yakin die Entscheidung später scharf kritisierte.

Álvarez beendet den Schweizer Widerstand

Trotz der Unterzahl rettete sich die Schweiz in die Verlängerung und hielt Argentinien lange vom eigenen Tor fern. Erst in der 112. Spielminute gelang Julián Álvarez der Durchbruch. Der Angreifer traf mit einem sehenswerten Distanzschuss in den Winkel und ließ Gregor Kobel keine Abwehrchance. Als die Schweiz ihre defensive Ordnung für einen letzten Angriff aufgeben musste, legte Argentinien noch einmal nach. Lautaro Martínez verwertete in der Nachspielzeit der Verlängerung den Abpraller eines Abschlusses von Thiago Almada zum 3:1-Endstand. Die Schweiz verpasste damit ihr erstes WM-Halbfinale, nachdem sie erstmals seit 1954 wieder unter den besten acht Mannschaften gestanden hatte. Argentinien hält dagegen die Chance auf die erfolgreiche Titelverteidigung am Leben, musste jedoch erneut bis an die eigenen Grenzen gehen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

England gegen Argentinien – Halbfinale steht

Damit ist das Feld der letzten vier komplett. Frankreich trifft im ersten Halbfinale auf Spanien, anschließend kommt es in Atlanta zum Duell zwischen England und Argentinien. England erreichte bei vier der vergangenen fünf großen Turniere das Halbfinale, zeigte gegen Norwegen aber erneut deutliche Schwächen. Argentinien überstand bereits das dritte enge K.o.-Spiel in Folge und lebt weiterhin von seiner Widerstandsfähigkeit. Das direkte Duell dürfte nun zeigen, welche Mannschaft ihre bisherigen Probleme besser verbergen kann.

Foto: Dan Mullan/Getty Images

À propos de Publisher