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Zuverlässiger Back-up des 1. FC Köln: Joel Schmied überzeugt gegen Heidenheim

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Simon Hense

12 Mai, 2026

Einiges an Wirbel gab es am Sonntag beim FC, nachdem bekannt wurde, dass Jahmai Simpson-Pusey kurzfristig aus dem Kader gestrichen wurde. Einen ließ der kurzfristige Wechsel jedoch völlig unbeeindruckt beim 1. FC Köln: Joel Schmied zeigt seinen Wert als Back-up.

Weil Jahmai Simpson-Pusey zu spät zum Anschwitzen kam, gab es gegen den 1. FC Heidenheim eine völlig unerwartete Chance für Joel Schmied, sich mal wieder von Beginn an zu zeigen. Und diese Möglichkeit nutzte der Innenverteidiger. Trotz zuletzt wenig Spielpraxis empfahl er sich mit einer soliden Leistung.

Joel Schmied vom 1. FC Köln

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Es war der erste Moment, der die Stimmung bei den Geißböcken am Sonntagabend trübte. Gut eine Stunde vor Anpfiff gab der Verein bekannt, dass Jahmai Simpson-Pusey nicht im Kader für das Spiel gegen den 1. FC Heidenheim stehen würde. Der Innenverteidiger war zu spät zum Anschwitzen gekommen, worauf Trainer René Wagner hart durchgriff. „Wir haben die ganze Woche darüber gesprochen, dass das Spiel für uns wichtig ist. Dann müssen wir Haltung zeigen. Wenn ein Spieler zu spät ist, muss es Konsequenzen geben und die Mannschaft es zu spüren bekommen,“ erklärte der Trainer bei DAZN. Für den Leistungsträger Simpson-Pusey rückte Joel Schmied kurzfristig in die Startformation. Keine leichte Aufgabe für den Schweizer. Schließlich war es für den 27-Jährigen der erste Startelfeinsatz seit dem 23. Spieltag gegen Hoffenheim und das ohne große Vorbereitung.

Solider Auftritt ohne große Eingewöhnung

Aber davon ließ sich Schmied nicht beeindrucken. Während etwa sein Nebenmann Cenk Özkacar einen Tag zum Vergessen mit einigen Fehlern erlebte, war der Schweizer einer der wenigen Spieler in der Kölner Defensive, die zumindest eine gewisse Sicherheit ausstrahlten. So war der 27-Jährige gut in den Zweikämpfen, gewann 71 Prozent seiner Duelle am Boden und zeigte auch seine Kopfballstärke. Auch im Aufbauspiel war der im Winter 2025 vom FC Sion in die Domstadt gewechselte Profi stark eingebunden, brachte von seinen 56 Pässen gute 89 Prozent an den Mann und dribbelte immer mal wieder mutig gegen die tief stehenden Heihenheimer an. Zwar ließ Schmied, wie eigentlich die gesamte FC-Verteidigung, Eren Dinkçi vor dem 1:2 zu leicht gewähren, ansonsten war es aber eine sehr solide Vorstellung des Abwehrspielers bis zu seiner Auswechslung in der 71. Minute.

Damit bewies der Schweizer den Wert, den er für die Geißböcke haben kann. In den Wochen zuvor war er noch kaum zum Zug gekommen. Seinen Stammplatz, den er zu Saisonbeginn unter Lukas Kwasniok hatte, verlor der 27-Jährige zuletzt. Denn nach seinem vor Sonntag letzten Einsatz von Beginn an im Februar gegen Hoffenheim fiel der Defensivspezialist das zweite Mal in dieser Saison für einige Wochen mit einer Muskelverletzung aus. Erst Mitte April gegen St. Pauli gab er sein Comeback im Kader. In der Zwischenzeit hatte sich jedoch unter dem neuen Coach René Wagner das Duo aus Simpson-Pusey und Özkacar mit guten Leistungen festgespielt. So blieb Schmied zweimal ohne Einsatz im Kader, wurde dann gegen Union Berlin in der Schlussphase eingewechselt.

Schmied als zuverlässiger Back-up

Mit seinem überraschenden Startelf-Comeback gegen den FCH konnte der Innenverteidiger aber mal wieder zeigen, dass auf ihn Verlass ist. So kann der Abwehrspieler mindestens als zuverlässiger Back-up sehr wichtig sein. Denn wie am vergangenen Sonntag zu sehen war, braucht der Schweizer keine große Eingewöhnungszeit, wenn er gefordert ist. So gibt der Defensivspieler seinem Trainer die Sicherheit, immer eine Option in der Hinterhand zu haben, die er ohne große Sorgen bringen kann.

Ob Schmied in Zukunft vielleicht auch wieder mehr sein kann als nur der souveräne Ersatz, bleibt aber abzuwarten. So ist schließlich noch nicht klar, ob der FC bei Simpson-Pusey die Kaufoption von wohl ungefähr acht Millionen Euro ziehen wird. Und mit Özkacar, bei dem der Verein die Option zur festen Verpflichtung wohl ziehen möchte, Rav van den Berg und in der neuen Saison dem dann wieder genesenen Timo Hübers gibt es auch ohne weitere Neuzugänge schon einiges an Konkurrenz in der Kölner Innenverteidigung. Aber mit der soliden Leistung gegen Heidenheim hat Schmied zumindest mal wieder zeigen können, dass er auf jeden Fall bereit ist, wenn er gebraucht wird, und sich die Mannschaft auf ihn verlassen kann.

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