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·28 Mei 2026

1860 kämpft um die Lizenz: Das sind die Forderungen von Ismaik

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Nachdem 1860-Investor Hasan Ismaik einen Darlehensvertrag gekündigt hatte, wodurch eine Finanzierungslücke von 2,7 Millionen Euro entstanden ist, ließ der Jordanier durchblicken, dass weitere finanzielle Unterstützung nur möglich sei, wenn bestimmte "Mindestanforderungen verbindlich vereinbart werden". Die "Süddeutsche Zeitung" hat nun aufgedeckt, welche das sind. 

"Exit-Unterstützung" gefordert

Demnach fordert Ismaik, der sich inzwischen auch selbst geäußert hat und einen Neustart des Klubs fordert, eine "ordnungsgemäße Finanzberichterstattung und Aufbau eines Compliance- und Finanzsystems bis Ende September 2026", die "Beauftragung eines neutralen externen Finanzexperten bis zum 30. Juni 2026", eine "Ausgabebeschränkungen zur Gewährleistung einer strikten Zweckbindung neuer Mittel", eine "strikte Einhaltung des genehmigten Budgets", den Verzicht auf Herabwürdigung", eine "Umstrukturierung der KGaA bis zum 31. Oktober 2026 auf der Grundlage eines vereinbarten Umstrukturierungsplans, der bis zum 30. Juni 2026 fertiggestellt werden soll" sowie eine "Exit-Unterstützung".


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Laut der "SZ" geht dabei um das Vorkaufsrecht des eingetragenen Vereins im Falle eines möglichen Verkaufs der Ismaik-Anteile. Laut Ismaiks Firma HAM soll künftig kein weiteres Vorkaufsrechtsverfahren mehr notwendig sein, sofern dieses Recht bereits einmal ordnungsgemäß ausgeübt worden sei. Damit würde der Stammverein faktisch auf sein bisheriges Mitspracherecht bei einem möglichen Anteilsverkauf verzichten.

Das Präsidium des e.V. reagierte darauf zurückhaltend. Man werde "alle erforderlichen und angemessenen Maßnahmen" ergreifen, um die Rechte des Muttervereins und seiner Mitglieder zu schützen. Gleichzeitig zeigte sich der Verein optimistisch, den geforderten Liquiditätsnachweis rechtzeitig erbringen zu können. Die Gespräche hierzu dauerten an.

Paula wehrt sich gegen Kündigung

Parallel geht Geschäftsführer Manfred Paula weiterhin juristisch gegen die Kündigung bestehender Darlehensverträge vor. Nach seiner Auffassung sind die Kündigungen unwirksam. In einem Schreiben an HAM weist Paula die Vorwürfe zurück, vertragliche Pflichten verletzt zu haben. Mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation seien bereits eingeleitet worden, darunter höhere Dauerkartenpreise sowie zusätzliche Einnahmen im Sponsoren- und Ausrüsterbereich.

Darüber hinaus hält Paula die Kündigung auch formal für rechtlich angreifbar. Unter anderem fehle eine vorherige Abmahnung. Für das laufende Lizenzierungsverfahren spielt die juristische Bewertung allerdings zunächst keine Rolle. Entscheidend bleibt für den DFB allein, dass die fehlenden 2,7 Millionen Euro fristgerecht bis zum 3. Juni nachgewiesen werden. Ansonsten erhalten die Löwen keine Drittliga-Zulassung, was gleichbedeutend mit dem Zwangsabstieg in die Regionalliga wäre.

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