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·18 Juni 2026

1860 München legt Beschwerde gegen Lizenzentzug ein

Gambar artikel:1860 München legt Beschwerde gegen Lizenzentzug ein

Der TSV 1860 München kämpft weiter um den Verbleib in der 3. Liga. Laut der "Bild" haben die Löwen fristgerecht Beschwerde gegen den Entzug der Drittliga-Lizenz eingelegt und damit den letzten verbliebenen Rechtsweg ausgeschöpft.

Erfolgsaussichten gering

Demnach soll der Einspruch in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag beim Deutschen Fußball-Bund eingegangen sein. Abgelaufen wäre die Frist am Donnerstag um 23:59 Uhr. Nun wird sich das DFB-Bundesgericht mit dem Fall beschäftigen und eine mündliche Verhandlung ansetzen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der von Investor Hasan Ismaik bereitgestellte Liquiditätsnachweis doch noch berücksichtigt werden kann. Hintergrund ist die Summe von rund 2,3 Millionen Euro, die nach Angaben der Investorenseite bereits Anfang Juni auf einem deutschen Konto – konkret auf dem Konto der von Ismaik verwalteten Merchandising GmbH – bereitgestanden haben soll.


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Ob die Beschwerde Erfolg haben wird, erscheint allerdings fraglich. Der Verband hatte die Lizenz verweigert, weil der notwendige Liquiditätsnachweis nicht bis zum Ablauf der Frist am 3. Juni um 17 Uhr vorgelegt worden war. Dass die erforderlichen Mittel nach Angaben der Investorenseite bereits bereitstanden, dürfte dabei kaum entscheidend sein. Maßgeblich ist vielmehr, dass dem DFB der entsprechende Nachweis fristgerecht nicht vorlag. Auch mögliche weitere juristische Instanzen dürften sich an dieser Frist orientieren.

Dennoch dürfte die Beschwerde nicht nur dem Versuch dienen, die Drittliga-Zulassung doch noch zu erhalten. Vielmehr schöpfen die Münchner damit sämtliche rechtlichen Möglichkeiten aus, um im Falle einer möglichen Insolvenz belegen zu können, alles unternommen zu haben, den Klub zu retten. Ein Erfolg des Einspruchs hätte weitreichende Folgen. Zahlreiche Entscheidungen der vergangenen Wochen müssten dann neu bewertet werden – etwa Transfers.

1860 arbeitet wohl an Rückkauf der Ismaik-Anteile

Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens schwelt zudem weiterhin der Konflikt zwischen dem Verein und Investor Hasan Ismaik, nachdem der e.V. den Kooperationsvertrag gekündigt hatte. Dieser regelt die Zusammenarbeit zwischen dem Mutterverein und der KGaA, in der die Profiabteilung organisiert ist. Sollte die Lizenzfrage überraschend doch noch zugunsten der Münchner entschieden werden, könnten auch die gesellschaftsrechtlichen Streitigkeiten in eine neue Runde gehen. Gleichzeitig verhandeln Ismaik und der e.V. über einen Rückkauf der Anteile des Jordaniers.

Zudem laufen die Vorbereitungen für einen Neustart in der Regionalliga weiter. Auf der Mitgliederversammlung am Sonntag soll über die Gründung einer neuen Gesellschaft abgestimmt werden, über die der Spielbetrieb künftig organisiert werden könnte. Dafür benötigt die Vereinsführung eine Dreiviertelmehrheit der Mitglieder. Damit bleibt die Zukunft der Löwen weiterhin offen. Während auf juristischer Ebene um die Drittliga-Lizenz gekämpft wird, treiben die Verantwortlichen gleichzeitig die Planungen für die vierte Liga voran.

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