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·18 Juni 2026

Neustart? 1860 arbeitet wohl an Rückkauf der Ismaik-Anteile

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Bei Drittliga-Absteiger TSV 1860 München könnte sich im Machtkampf zwischen Verein und Investor Hasan Ismaik überraschend eine Lösung abzeichnen. Laut der "Abendzeitung" laufen derzeit Gespräche über einen möglichen Ausstieg des Jordanier, der den Weg für einen Neustart der Löwen ebnen könnte.

Erhält der e.V. die Anteile Ismaiks zurück?

Dem Bericht zufolge haben Vertreter des Muttervereins und der Investorenseite in den vergangenen Tagen intensive Verhandlungen geführt. Bei einer Gesellschafterversammlung am Dienstag soll die Vereinsführung vorgeschlagen haben, dass der TSV 1860 die Anteile Ismaiks zurückerhält. Die Finanzierung einer entsprechenden Ablöse könnte demnach mit Unterstützung von Mitgliedern, Sponsoren und weiteren Förderern erfolgen.


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Die Gespräche stehen im direkten Zusammenhang mit dem Verlust der Drittliga-Lizenz. Nachdem die Löwen die vom DFB gesetzte Frist zur Vorlage eines Liquiditätsnachweises verstreichen ließen und in die Regionalliga abgestürzt sind, hat die Diskussion über die künftige Eigentümerstruktur neue Dynamik aufgenommen. Zuletzt hatten sich beide Gesellschafterseiten öffentlich die Verantwortung für die Eskalation zugeschoben.

Verkauf an Investorengruppe war gescheitert

Eine Einigung gibt es bislang allerdings nicht. Laut der "Abendzeitung" soll ein zunächst diskutierter Betrag im einstelligen Millionenbereich für Ismaik nicht ausreichend gewesen sein. Dennoch habe der Investor grundsätzlich Gesprächsbereitschaft signalisiert. Weitere Treffen zwischen beiden Seiten sollen bereits stattgefunden haben. Brisant ist die Entwicklung auch deshalb, weil sich nach Angaben der Zeitung zuvor bereits ein Verkauf von Ismaiks Anteilen an eine Investorengruppe zerschlagen haben soll. Im Raum stand eine Summe von 20 Millionen Euro. Nun könnte stattdessen der Verein selbst die Anteile übernehmen. Gelingt eine Einigung, würde der TSV 1860 erstmals seit dem Einstieg Ismaiks im Jahr 2011 wieder die vollständige Kontrolle über die Profiabteilung erlangen.

Präsident Gernot Mang hatte trotz der schwierigen Lage zuletzt mehrfach Optimismus verbreitet. Bereits kurz nach dem verpassten Fristende im Lizenzverfahren sprach er von der Chance auf einen Neuanfang. "Man spricht vom ’schwarzen Mittwoch‘, aber ich glaube, das könnte der Aufbruchstag sein für Sechzig", sagte Mang im "Bayerischen Rundfunk". Zugleich räumte er ein, dass noch "harte Verhandlungen" bevorstünden.

Beschwerde beim DFB?

Auch Ismaik hatte sich in den vergangenen Tagen versöhnlicher gezeigt. Während eines Besuchs in München betonte der Investor mehrfach seinen Wunsch nach einer Lösung für den Traditionsverein. "Ich liebe Deutschland, ich liebe den deutschen Fußball und ich hoffe, dass wir eine gute Lösung für den TSV 1860 finden", sagte der Jordanier. Nach seiner Abreise erklärte er zudem, er wünsche dem Verein, seinen Mitarbeitern, Mitgliedern und Fans "eine erfolgreiche und stabile Zukunft". Gleichzeitig kämpft er mit seinem Anwalt Peter Gauweiler aber weiter um die Drittliga-Lizenz – und hat beim DFB fristgerecht Beschwerde gegen den Lizenzentzug eingelegt.

Ob die Gespräche tatsächlich zu einer Trennung nach mehr als 15 Jahren Zusammenarbeit führen werden, ist derzeit offen. Fest steht jedoch, dass beide Seiten nach den turbulenten Wochen offenbar wieder miteinander verhandeln. Sollte eine Einigung erzielt werden, könnte nach Jahren der Konflikte zwischen Verein und Investor ein Schlussstrich unter eines der prägendsten Kapitel der jüngeren Vereinsgeschichte gezogen werden.

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