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·18 Mei 2026
Abschlussfeier: Die Führung des 1. FC Köln äußert sich zu der Trainerfrage – eine Tendenz ist hörbar

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Simon Bartsch
18 Mai, 2026
Im Palais Flora im Botanischen Garten kam der 1. FC Köln am Montagabend zum Saisonabschluss zusammen. Die Vereinsführung gab ein Update zum Prozedere in der Trainerfindung.
Jörn Stobbe und Thomas Kessler (Foto: picture alliance / BEAUTIFUL SPORTS | Steffie Wunderl)
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Noch ein letztes Mal kamen die Mannschaften, Mitarbeiter und Vereinsführung am Montagabend zusammen, um sich mit einer Feier im Palais Flora am Botanischen Garten in die Sommerpause zu verabschieden. Mit dabei natürlich auch René Wagner, der mit dem Team den Klassenerhalt in trockene Tücher gebracht hat. Ob es mit dem 37-Jährigen aber in der kommenden Saison weitergeht, ist noch nicht gesagt. Doch die Chancen stehen offenbar gut. „In der Pole-Position ist er auf jeden Fall“, sagte Präsident Jörn Stobbe, der eine schnelle Trainerentscheidung ankündigte, aber eine, „die die nötige Zeit“ erfordere. „Ich habe ihn sehr positiv wahrgenommen. Er hat die Mission erfüllt“, so der 61-Jährige weiter. „Das, was ihn am meisten auszeichnet, ist, dass er sich nicht in den Vordergrund spielt. In seiner Vita hat er sehr viel positives aufzuweisen.“
Einen Freifahrtschein hat der bisherige Interimscoach aber noch nicht. „Letztendlich geht es für die gesamte Geschäftsführung und den gesamten Vorstand darum, eine Saisonanalyse durchzuführen. Was waren die Sachen, die gut gelaufen sind“, sagte Vizepräsident Ulf Sobek. „Wir werden jetzt aber zeitnah schauen, wie es mit der Trainerposition weitergeht. Da werden die Sachen übereinander gelegt.“ Nach wie vor hat der aktuelle Coach auch in Thomas Kessler einen starken Befürworter. Auch die Worte von Sobek hören sich grundsätzlich nicht schlecht für Wagner an. „René hatte einen klaren Auftrag, den hat er absolut erfüllt. Er hat uns die Klasse gehalten“, so der Vizepräsident. „Wir sehen seinen Trainer, der sehr sehr viel Potenzial hat. Wir schauen, zu welchem Schluss wir in der Gesamtanalyse kommen.“ Dazu gehöre dann aber auch, dass Wagner wohl die Chance erhält, sich vor dem Gremium zu äußern, „um ein paar Fragen zu beantworten.“

Präsident Jörn Stobbe mit Frau bei der Abschlussfeier des 1. FC Köln (Foto: come-on-fc.com)
Die Gespräche mit dem 37-Jährigen sind wohl sehr zeitnah anberaumt. „Wir haben mit René unsere Saisonziele erreicht. Jetzt ist es so, dass wir uns mit René mit Priorität zusammensetzen und dann nicht mehr über die abgelaufene Saison sprechen, sondern schauen, wo wir stehen, was ist Renés Vision, was brauchen wir nach vorne, was hat er vor“, sagte Geschäftsführer Philipp Türoff. „Ob wir das mit ihm machen oder andere Optionen anschauen müssen, das ist eine Arbeit, die genau jetzt gemacht wird.“ Und das offenbar mit höchster Priorität.
Für den Finanz-Geschäftsführer der Geißböcke wäre Wagner als Trainer aber auch in starkes Zeichen. „Das entscheidende ist erst einmal Kompetenz. Dabei schadet es überhaupt nicht, wenn man die Leute kennt, die man befördert und wenn die Leute, die man befördert dann auch den FC kennen. Das sind Argumente durchaus für René Wagner“, so Türoff. „Ich wäre total begeistert davon, wenn der 1. FC Köln auch in solch einer Frage im Personal eine solche Entscheidung trifft. Wir halten René Wagner für sehr kompetent.“
Darüber hinaus wird bereits mit Hochdruck an der Mannschaft für die nächste Spielzeit gearbeitet. „Dann gibt es aber auch Weichenstellungen, wie wir den Kader für die kommende Saison zusammenstellen“, sagte Sobek und betonte, dass der künftige Trainer dann auch mit in die Kaderüberlegungen eingebunden werden soll. Natürlich habe man nicht bei allen Transfers das „Heft des Handelns“, aber: „Wir haben für verschiedene Szenarien vorgesorgt. […] Natürlich wünscht man sich, dass die Spieler, mit denen man gerne zusammenarbeitet, auch bleiben.“ So ist aktuell die Situation beispielsweise bei Jahmai Simpson-Pusey nicht geklärt und auch Jakub Kaminski könnte die Kölner verlassen, wenn denn ein Interessent die festgeschriebene Ablöse von rund 20 Millionen Euro bezahlt.
Für den neuen Kader ist der FC handlungsfähig, würde aber von Erlösen wie aus einem Transfer von Said El Mala oder eben Kaminski profitieren. „Wir haben in der Vergangenheit verhältnismäßig wenig Transfererlöse erzielt. In diesem Jahr bin ich erst einmal happy, dass es Spieler in unserem Kader gibt, für die es einen Markt gibt“, sagte Türoff. „Wir haben den FC in vieler Hinsicht stabilisiert, dass wir, wenn so etwas wie Transfererlöse passieren, dieses Geld mit absoluter Priorität in den Sport wieder investieren können.“ Man wolle eine möglichst schlagfertige Truppe zusammenstellen, so der Tenor der Vereinsführung. Und bereits auf der Abschlussfeier herrschte wieder Vorfreude auf die kommende Spielzeit. „Ich freue mich auf 34 Bundesliga-Spiele in der kommenden Saison, 26 mit den Frauen, die Jugendspiele, mindestens ein Pokalspiel. Das ist echte Freude“, sagte Präsident Jörn Stobbe.







































