Als der BVB an der White Hart Lane Geschichte schrieb | OneFootball

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Borussia Dortmund

·19 Januari 2026

Als der BVB an der White Hart Lane Geschichte schrieb

Gambar artikel:Als der BVB an der White Hart Lane Geschichte schrieb

Heute steht an gleicher Stelle eine hochmoderne Spielstätte, das Tottenham Hotspur Stadium. Wenn Borussia Dortmund am Dienstagabend (21 Uhr MEZ, live bei Prime) in der UEFA Champions League bei den Spurs antritt, werden sicherlich Erinnerungen wach bei den Fans und bei jenen in der schwarzgelben Delegation, die vor knapp zehn Jahren mit dabei waren und auf Hochachtung und ehrlichen Respekt beim Gegner getroffen waren.

Schwarzgelb hatte sich in der Saison zuvor, der letzten mit Jürgen Klopp an der Seitenlinie, mit Mühe noch für die UEFA Europa League qualifiziert (und zum einzigen Mal zwischen 2011 und 2025 die Teilnahme an der Champions League verpasst). Klopps Nachfolger Thomas Tuchel freundete sich langsam mit dem Wettbewerb an, denn der Weg war steinig bis in das Achtelfinale. Zuvor mussten in der Qualifikation der Wolfsberger AC (Österreich) sowie Odds BK (Norwegen) aus dem Weg geräumt werden, die Gruppenphase bot wenig attraktive Gegner, dafür beschwerliche Reisen zum FC Krasnodar nach Russland, zu Qäbälä FK nach Aserbaidschan. Und bei PAOK Saloniki (Griechenland) wütete der gegnerische Fan-Mob.


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Doch als sich seine Mannschaft im Sechzehntelfinale mit einem 2:0-Sieg in Dortmund über den FC Porto eine gute Ausgangsposition erspielt hatte, sagte Tuchel auf der Fahrt zum Training in Porto zu seinem Assistenten Arno Michels: „Jetzt wollen wir das Ding auch gewinnen“. Gemeint war jene Trophäe, die neben dem Landesmeister- und dem Pokalsieger-Pott noch in der Sammlung des BVB fehlt(e): der „U-U-EFA-Cup“. Mit einem 1:0-Auswärtssieg zog seine Mannschaft dann auch in die Runde der 16 verbliebenen Teilnehmer ein, und das Los hieß Tottenham Hotspur.

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Die Elf von Trainer Mauricio Pochettino hatte ihre sportlichen Prioritäten seinerzeit auf die Liga gelegt. Vor und zwischen den Duellen mit Borussia Dortmund war der Rückstand auf Spitzenreiter Manchester City von zwei auf fünf Punkte angewachsen, aber die Hoffnung auf die erste Meisterschaft von Tottenham Hotspur in England lebte noch. Und so stieß Schwarzgelb im Hinspiel im SIGNAL IDUNA PARK möglicherweise auf etwas weniger Gegenwehr, als man hätte erwarten dürfen. Pierre-Emerick Aubameyang und zweimal Marco Reus nutzten drei von zahlreichen Chancen zu einer 3:0-Führung, und Roman Weidenfellers Parade gegen Heung-Min Son sicherte kurz vor Schluss eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel.

Weichen Richtung Weiterkommen

Borussia agierte dort sehr aufmerksam in der Verteidigung, obwohl die Abwehr in dieser Formation nie zuvor zusammengespielt hatte. In der 14. Minute gab es schon die erste Chance aufs Auswärtstor: Henrik Mkhitaryan legte von der Grundlinie zurück auf Reus, der aus etwa sieben Metern halblinker Position das Außennetz traf. Dortmund machte geschickt die Räume eng und hatte in der ersten Halbzeit nur zwei brenzlige Szenen zu überstehen. Direkt im Anschluss an Eric Diers Kopfballchance (23.) stellte Aubameyang mit einem Traumtor die Weichen Richtung Weiterkommen: Sein Schuss schlug unmittelbar neben dem rechten Pfosten ein (24.).

Vier Minuten später jagte er Kevin Wimmer den Ball ab, lief allein aufs Tor zu, zögerte aber zu lange vor Hugo Lloris. Angesichts eines 4:0-Vorsprungs aus Addition von Hin- und Rückspiel war jedoch schon zur Halbzeitpause die Luft etwas raus aus diesem Duell, das aber auch nach dem Seitenwechsel noch die eine oder temporeiche Szene hatte. Tottenham wollte nicht mit einer Heimniederlage ausscheiden, Dortmund setzte auf Konter. Mkhitaryan spielte einen Pass durch die Schnittstelle der Abwehr auf Aubameyang, den der Gabuner zum 0:2 verwertete (70.). Auf der anderen Seite unterlief dem bis dahin so starken Neven Subotic ein Lapsus, als er zu schwach zu Weidenfeller zurückpasste und Son das 1:2 ermöglichte. Doch das war am Ende egal. Als erste deutsche Mannschaft gewann der BVB an der White Hart Lane – und stand im Viertelfinale!

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In der Runde der letzten Acht ging es von der „Lane“ zu einer noch berühmteren „Road“, nach Liverpool an die Anfield Road. Dort aber erlebte Schwarzgelb eine der traumatischten Erfahrungen in der ruhmreichen Geschichte, verpasste trotz 2:0- und 3:1-Führung den Einzug ins Halbfinale. Nach 90 Minuten stand es 3:3, und selbst das hätte aufgrund der damals geltenden Auswärtstor-Regelung (Hinspiel 1:1) zum Weiterkommen gereicht, doch Abwehrspieler Dejan Lovren traf in der Nachspielzeit zum 4:3 ...

Somit ist Borussia Dortmunds Sieg an der White Hart Lane zwar historisch, aber auch nur eine Fußnote in der Vereinschronik. Denn der „U-U-EFA“-Cup fehlt weiterhin im Trophäenschrank.Boris Rupert

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