Miasanrot
·29 April 2026
Carolin Simon verlässt den FC Bayern: Eine Chance für beide Seiten

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·29 April 2026

Carolin Simons Zeit beim FC Bayern neigt sich dem Ende zu. Die erfahrene Linksverteidigerin zieht es nach Leverkusen. Was bedeutet das für den FCB?
Jetzt ist es offiziell! Die bei den Fans beliebte Carolin Simon schließt sich nach dieser Saison Bayer 04 Leverkusen an und unterschreibt dort ein neues Arbeitspapier bis 2028, nachdem ihr aktueller Vertrag beim FC Bayern im Sommer ausläuft.
Nach erfolgreichen sieben Jahren in München, in denen Simon unter anderem viermal Meisterin und einmal Pokalsiegerin werden konnte, schließt sich dieses Kapitel nun. Die erfahrene Linksverteidigerin verabschiedet sich emotional und sagt in der Vereinsmeldung, dass ihre Jahre beim FC Bayern „etwas ganz Besonderes für mich bleiben“.
Simon war über mehrere Jahre eine wichtige Säule bei den amtierenden Bundesliga-Siegerinnen, auch wenn sie immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde. Nachdem die Kreativspielerin nun sportlich bei den Bayern immer weiter zurückstecken musste, folgt nun der Schritt weg vom Bundesliga-Primus.
Simons Rolle hat sich in der vergangenen Zeit verändert – ebenso wie ihre Leistungen. Die Defensive war unter anderem ihretwegen immer mal wieder in der Bredouille, besonders in der Champions League. Auch Verletzungen wurden in den letzten Jahren ein größeres Thema, ein schwerer Kreuzbandriss liegt bereits hinter ihr. Giulia Gwinn und Franziska Kett sind vor ihr gesetzt. Auch Katharina Naschenweng hat wohl eine größere Perspektive beim FCB.
Trotzdem wird sie die Frauen aus Leverkusen verstärken können. Mit ihrer Erfahrung und weiterhin hoher Qualität kann sie den aufstrebenden Leverkusenerinnen sicher helfen. Gerade in der Bundesliga zeigte Simon weiterhin gute Leistungen. Ihre Defensivschwächen glich sie meist mit toller Übersicht, gefährlichen Standardsituationen und klugen Laufwegen aus. Simon zählt weiterhin zu den technisch stärksten Spielerinnen der Liga.
Nicht umsonst hat die 33-Jährige den Großteil ihrer Karriere bei europäischen Topklubs wie dem FC Bayern oder Olympique Lyon verbracht, bei denen sie jeweils beachtliche Rollen annahm.
Eine Schlüsselrolle spielte Simon in den letzten Monaten allerdings nicht mehr. Sie war klar die dritte Geige auf den Außenverteidiger-Positionen der FC Bayern Frauen. Das wird auch durch ihre Spielzeit unterstrichen: Mit 1.484 gespielten Minuten steht sie deutlich hinter ihren Konkurenntinnen Gwinn (2.483 Minuten) und Kett (2.757 Minuten) liegt.
Trotzdem bleiben dem FC Bayern mit Kett, Gwin und Naschenweng nur noch drei nominelle Außenverteidigerinnen. Die vielseitige Kett kann zwar beide Seiten bespielen, trotzdem sind drei Spielerinnen auf den Außen wohl zu wenig. Konkrete Gerüchte um eine Nachfolgerin gibt es noch nicht.
Für den Sommer werden sich die Verantwortlichen in München jedoch zusammensetzen und diese Kaderstelle erneut bewerten müssen. Fest steht: In der Breite könnte es den Bayern gut tun, noch eine weitere Option in der Hinterhand zu haben.
Vielleicht könnte auf die erfahrene Simon ja eine jüngere und entwicklungsfähige Alternative folgen? Der Abgang von Simon schließt in jedem Fall an den begonnenen Übergang hin zu einer jüngeren Generation an Spielerinnen an. Zwar wurde mit einigen älteren Spielerinnen verlängert, doch es wurden auch einige abgegeben, die sportlich nicht mehr unumstritten waren.
Für Simon und den FCB scheint der Zeitpunkt der Trennung daher optimal zu sein. Die 33-Jährige kann ihrer beeindruckenden Karriere mit all ihrer Erfahrung nochmal einen neuen Spin geben. Bayern wiederum hat die Chance, den Kader umzustrukturieren und auf den defensiven Außenpositionen eine bessere Balance herzustellen.









































