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·16 Juni 2026
Jahmai Simpson-Pusey als lohnender Transfer für den 1. FC Köln – ein Rohdiamant mit enormem Steigerungspotenzial

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Simon Bartsch
14 Juni, 2026
Mit dem 2:1-Heimsieg gegen Mainz 05 am 18. Spieltag gelang dem 1. FC Köln ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Im Zentrum der Dreierkette? Ein 20-Jähriger. Doch Jahmai Simpson-Pusey wirkte an diesem Tag nicht wie ein Neuling im Profifußball. Der Engländer spielte routiniert, gewann viele Zweikämpfe, glänzte mit starken Diagonalpässen und hielt dem Mainzer Pressing problemlos stand. Jetzt wechselt der Innenverteidiger fest in die Domstadt. Darum könnte Simpson-Pusey für den 1. FC Köln zum Königstransfer werden.
Jahmai Simpson-Pusey bleibt bis 2030 beim 1. FC Köln
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Von Erik Stalleicken
Etwas überraschend verpflichtete der FC in der Winterpause Jahmai Simpson-Pusey. Die Leihgabe von Manchester City hatte zuvor lediglich ein Spiel für seinen Leihclub Celtic bestritten. Natürlich war die Frage berechtigt, ob der 20-Jährige überhaupt eine Soforthilfe sein könne. Unmittelbar nach dem Transfer stand er, aufgrund der Verletztenliste der Kölner, beim 2:2 in Heidenheim sofort in der Startelf, Lukas Kwasniok warf den Youngster ins kalte Wasser. Und „JSP“ lieferte beeindruckend. Auch die nächsten beiden Spiele ging er über die volle Distanz, ehe ihn eine Muskelverletzung ausbremste. Insgesamt kommt Simpson-Pusey auf elf Einsätze in der Bundesliga, in denen er die Verantwortlichen ganz offensichtlich überzeugt hat.
Nun wechselt der Innenverteidiger fest in die Domstadt und hat einen Vertrag bis 2030 unterschreiben. Rund fünf Millionen Euro überweist der FC nach Manchester. Ob die Sky Blues eine Weiterverkaufsklausel oder eine Rückkaufoption besitzen, ist unklar. Zuletzt widersprachen sich mehrere Medienberichte. So oder so ist der 20-Jährige bei einem Marktwert von neun Millionen Euro ein echtes Schnäppchen. Zumal er noch eine Menge Entwicklungspotential mitbringt. Das zeigt auch ein Blick auf die Daten. Denn Simpson-Pusey ist zwar ein Rohdiamant, aber einer, der ganz sicher einen Feinschliff benötigt. Das zeigt beispielsweise der Blick auf seine Passstatistiken. Mit 8,34 progressiven Pässen pro 90 Minuten ist er ein wichtiger Faktor die erste gegnerische Linie zu überspielen und gehört damit zu den oberen 40 Prozent im Ligavergleich. Seine Passquote ist hingegen unterdurchschnittlich. Gerade einmal 55,1% dieser kommen beim Mitspieler an. Das bedeutet, dass er zwar die Räume erkennt und den Mut besitzt, einen vertikalen Ball zu spielen, seine Passqualität sich jedoch deutlich verbessern muss.
Weiter scheint das Talent in der Zweikampfführung zu sein. Mit 56,8 Prozent gewonnener Luftduelle steht Simpson-Pusey über dem Ligadurchschnitt. Am Boden sticht er noch stärker heraus. Eine Zweikampfquote von 75 Prozent lässt ihn zu den besten der Bundesliga gehören. Doch die Werte von 3,37 Zweikämpfen und 6,84 defensiven Aktionen pro 90 Minuten zeigen, dass er zu selten den Zweikampf sucht und eher abwartend agiert. In diesen Statistiken gehört er zu den unteren zehn Prozent der Liga.
„JSP“ zeigt also vielversprechende Ansätze ein sehr starker Innenverteidiger zu werden. Zusätzlich bringt er trotz seinen jungen Jahren eine solide Grundqualität mit und hatte keine Probleme, sich in der Bundesliga zurecht zu finden. Ob sich die Entscheidung pro Simpson-Pusey und gegen Abubacarr Sedi Kinteh bezahlt macht, wird sich zeigen. Auf dem Papier gibt es an dem Deal nichts auszusetzen. Zusätzlich bringt der 20-Jährige einen enormen Wiederverkaufswert mit und könnte in Zukunft einen ordentlichen Transfergewinn bescheren. Dafür ist aber eine Weiterentwicklung notwendig.
Jenseits aller Daten liegt aber genau dort auch der Schlüssel dieses Transfers. Der FC hat einen Spieler verpflichtet, dessen Marktwert schon jetzt auf neun Millionen Euro geschätzt wird – und das, obwohl die Geißböcke nur fünf Millionen bezahlt haben. Simpson-Pusey hat eindrucksvoll bewiesen, dass er das Zeug hat in der Bundesliga mitzuhalten – obwohl er bei Celtic zuvor nicht mehr zum Zug kam. Die Entwicklungsfelder sind benannt. Sie sind keine Warnsignale, sondern eine Chance, dass sich der Engländer eben weiterentwickeln und so sportlich und wirtschaftlich noch wichtiger werden kann. Thomas Kessler hat mit Said El Mala und Jakub Kaminski schon bewiesen, dass er Spieler mit hohem Entwicklungspotenzial findet. Jahmai Simpson-Pusey bringt viel mit, der nächste in dieser Reihe zu sein. Nicht umsonst wurde ein Vertrag bis 2030 geschlossen.







































