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·10 Maret 2026
Nebeneffekt der Verletzungsmisere: Der Kölner Nachwuchs bekommt unter Lukas Kwasniok eine echte Chance

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Simon Hense
10 März, 2026
Auch durch den Ausfall von Alessio Castro-Montes gab es eine große Überraschung in der Startelf der Geißböcke gegen den BVB. Nicht die erfahrenen Marius Bülter oder Luca Waldschmidt rückten für den Belgier in die Anfangsformation, sondern Youngster Youssoupha Niang. Und auch Cenny Neumann gab in der Partie sein Debüt für die Profis des 1. FC Köln.

Debütant Cenny Neumann im Duell mit Dortmunds Daniel Svensson
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Es hatte fast ein bisschen was von Jugend forscht am Samstagabend beim 1. FC Köln: Mit gerade mal 23,6 Jahren im Schnitt bot der FC die jüngste Startelf seit mehr als fünf Jahren auf. Zuletzt war die Anfangsformation am 16. Dezember 2020 bei einem 0:4 gegen Bayer Leverkusen so jung gewesen. Gegen den BVB bestand etwa die Kölner Flügelzange mit Said El Mala und Youssoupha Niang aus zwei 19-Jährigen. Für Letzteren war es nach zuvor vier Kurzeinsätzen das Debüt in der ersten Elf. Dabei bewies Kwasniok mal wieder, dass er sich nicht scheut, auf Talente zu setzen. Denn eigentlich hätte Alessio Castro-Montes als Rechtsverteidiger auflaufen sollen und Jakub Kaminski wohl eine Position weiter vorne. Da der Belgier aber nach Problemen im Abschlusstraining ausfiel, schob der Coach Kaminski nach rechts hinten. Anstatt aber als Rechtsaußen einen erfahrenen Spieler wie Luca Waldschmidt oder Marius Bülter zu bringen, entschied sich der Trainer bewusst für Niang.
Den Ausschlag für den 19-Jährigen gab letztendlich seine Laufstärke. Und der Rechtsaußen zahlte das Vertrauen mit einer engagierten Leistung zurück. So hatte der Youngster einige gute Aktionen, gab am Ende bis zu seiner Auswechslung in der 74. sogar vier Torschüsse ab – der Bestwert auf Seiten der Kölner. Neben Niang feierte außerdem ein weiterer FC-Nachwuchsspieler eine Premiere. Cenny Neumann kam kurz vor Schluss aufs Feld und damit zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz, konnte in der Zeit aber nicht mehr wirklich Einfluss nehmen. Trotzdem war er damit bereits der dritte Debütant aus dem Kölner Nachwuchs in dieser Saison. Denn auch Fynn Schenten kann bereits einige Einsatzminuten in der Bundesliga verzeichnen. So stand der Stürmer etwa beim ersten Spiel im neuen Jahr gegen den 1. FC Heidenheim sogar in der Startelf.
Damit zeigt sich, dass die Geißböcke ihre Philosophie, den Nachwuchs zu fördern, wirklich durchziehen. Und dass Kwasniok sich nicht scheut, die Talente ins kalte Wasser zu schmeißen. Gerade im Kampf gegen den Abstieg eine mutige Entscheidung. Aber auch eine, die dem Verein langfristig helfen kann. Denn durch die Einsatzminuten für die Nachwuchsspieler können die Kölner zum einen natürlich finanziell profitieren, wenn die Debütanten ihre Entwicklung fortsetzen. Zum anderen hilft es den Geißböcken, Jugendspieler zu überzeugen, zum FC zu kommen. Für sie gibt es dort eine realistische Perspektive auf Spielzeit. Neben Niang, Schenten und Neumann zeigt das ebenfalls die Entwicklung von El Mala. Der 19-Jährige, der vor anderthalb Jahren verpflichtet und wegen der Transfersperre erstmal an Viktoria Köln verliehen wurde, feierte schließlich diese Saison auch sein Debüt. Bei ihm erforderte wegen seiner starken Leistungen die Entscheidung des Trainer aber natürlich weniger Mut.
Dass so viele Nachwuchsspieler zum Einsatz kommen, liegt allerdings nicht nur am Mut des Trainers. Die große Verletzungsmisere spielt dabei eine wichtige Rolle. So kam Niang gegen den BVB wie zuvor beschrieben wohl überhaupt erst durch den Ausfall von Castro-Montes zu seinem Startelfdebüt. Ähnlich ist der Fall bei Neumann, der ebenfalls von den vielen Ausfällen auf der rechten Seite profitierte. Denn neben dem Belgier standen auch Sebastian Sebulonsen und Jan Thielmann nicht zur Verfügung. Ohne die Verletzungen hätte das Talent, das im Sommer aus dem Nachwuchs von RB Leipzig in die Domstadt gekommen ist, womöglich nichtmal im Kader gestanden. Somit sind die Chancen für die jungen Spieler vielleicht der einzige positive Nebeneffekt der vielen Verletzungen.
Da die Geißböcke weiter von den Ausfällen gebeutelt sind, werden die Youngster wohl auch in den nächsten Wochen Einsatzzeit bekommen. Zumindest wird Kwasniok sich mit Sicherheit nicht scheuen, sie selbst in anspruchsvollen Situationen reinzuwerfen. Und damit haben die Talente die Chance, sich nachhaltig für mehr zu empfehlen. Wenn ihnen das gelingt, wird es bestimmt schon sehr bald wieder eine Startelf mit einem ähnlich geringen Altersdurchschnitt wie gegen den BVB geben – und nicht erst in fünf Jahren.
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Langsung









































