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·4 agosto 2026

Diaby zurück zu Bayer? Was an der Rückkehr dran ist

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55 Millionen Euro hat Bayer Leverkusen 2023 für Moussa Diaby kassiert. Drei Jahre und zwei Transfers später soll derselbe Spieler für unter 30 Millionen zurückkommen. Rechnerisch ist das ein Geschäft. Sportlich ist es eine Wette.

Was gesichert ist – und was nicht

Gesichert ist: Es wird geredet. Sky Sport berichtet von fortgeschrittenen Gesprächen zwischen Bayer und Al-Ittihad, der kicker von konkreten Gesprächen, die Bild hatte den Vorgang zuerst. Sportgeschäftsführer Simon Rolfes soll direkt mit dem Spieler verhandeln.


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Nicht gesichert ist alles andere. Es gibt keine Einigung mit Al-Ittihad und keine mit Diaby. Die Marke „unter 30 Millionen“ ist keine ausgehandelte Ablöse, sondern das, was Bayer anstrebt – die Saudis haben bislang nichts akzeptiert. Und Diabys Vertrag in Dschidda läuft noch bis zum 30. Juni 2029.

Bayer ist außerdem nicht allein. Inter Mailand beobachtet die Lage, laut kicker hat auch Benfica Interesse. Das ist für Al-Ittihad die bessere Nachricht als für Leverkusen: Wer Alternativen hat, muss den ersten Preis nicht nehmen.

Die Zahlen aus Dschidda

Diaby ist seit Juli 2024 in Saudi-Arabien, gekommen für rund 60 Millionen Euro von Aston Villa. In der abgelaufenen Saison stand er laut offizieller Statistik der Saudi Pro League in 31 Ligapartien auf dem Platz und kam dabei auf vier Tore und sieben Vorlagen. Dazu zwei Platzverweise.

Für einen Flügelspieler, der als 60-Millionen-Investition kam, ist das dünn. Es ist auch der Grund, warum der Marktwert von einst rund 60 Millionen auf inzwischen etwa 27 Millionen gefallen ist – und damit überhaupt erst die Grundlage für eine Leverkusener Rückholaktion existiert.

Warum Martínez ausgerechnet ihn will

Bayer hat auf dem rechten Flügel ein Loch. Neuzugang Afonso Moreira ist für links vorgesehen, Kerim Alajbegović ist 18 und wird in Italien umworben, Eliesse Ben Seghir war zuletzt angeschlagen. Rechts hätte nach aktuellem Stand Youngster Montrell Culbreath die besten Karten – ein Argument dafür, dass Bayer dort weiter sucht.

Carles Martínez Novell, seit Sommer Nachfolger von Kasper Hjulmand, lässt in einem 4-3-3 spielen. Diaby passt in diese Grundordnung wie kaum ein Zweiter, und zwar nicht nur theoretisch: Unter Peter Bosz war genau er der Mann, der nach dem ersten Pressingdurchbruch die Grundlinie erreichte und zurücklegte. Wer die Werkself dieser Jahre gesehen hat, kennt das Muster.

Dazu kommt der Faktor, den kein Scoutingbericht abbildet: Diaby muss sich in Leverkusen nichts erklären lassen. Nach einer Saison ohne Champions League und einem Trainerwechsel im Sommer ist ein Spieler, der sofort funktioniert, für Bayer mehr wert als ein Talent mit Potenzial.

Das Gehalt ist das eigentliche Hindernis

Die Ablöse ist nur die halbe Verhandlung. Beim Wechsel 2024 wurde Diabys Jahresgehalt auf über 20 Millionen Euro taxiert – eine Größenordnung, die in Leverkusen niemand zahlt und niemand zahlen wird. Laut Bild ist der Franzose bereit, deutliche Abstriche zu machen. „Bereit sein“ und „unterschrieben haben“ sind allerdings zwei verschiedene Dinge, und zwischen ihnen liegen in solchen Fällen üblicherweise mehrere Wochen.

Die Frage ist deshalb nicht, ob Bayer 30 Millionen aufbringen kann. Die Frage ist, ob Al-Ittihad einen Spieler mit Vertrag bis 2029 unter dem eigenen Einkaufspreis abgibt – und ob Diaby für die Rückkehr auf einen zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr verzichtet.

28. August, und vorher wird nicht abgerechnet

Die Bundesliga startet am 28. August, der Supercup steigt am 22. August. Bis dahin bleibt Zeit, aber nicht beliebig viel – und ein Deal dieser Größenordnung fällt selten schneller als die Gehaltsfrage.

Für Leverkusen wäre Diaby der seltene Fall eines Rückkaufs, bei dem der Verein zweimal profitiert: erst beim Verkauf, dann beim Preis. Ob er auch beim Spieler profitiert, entscheiden nicht die 172 Pflichtspiele von damals, sondern die vier Tore vom letzten Jahr.

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