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·21 gennaio 2026
Dzeko für Schalke mehr als nur ein Torjäger

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·21 gennaio 2026

Der 39-jährige Stürmer soll sich mit dem Zweitliga-Spitzenreiter geeinigt haben. Noch laufen Ablöseverhandlungen mit dem AC Florenz.
Edin Dzeko und Schalke 04 – das klingt zunächst wie eine Geschichte aus einer anderen Zeit. Ein 39-jähriger Stürmer, der 2010 die Bundesliga als Torschützenkönig dominierte, soll ausgerechnet beim Zweitliga-Spitzenreiter aus Gelsenkirchen seine Karriere fortsetzen. Doch bei genauerer Betrachtung ergibt dieser Transfer mehr Sinn, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Die Ausgangslage ist klar: Dzeko und Schalke haben sich offenbar bereits geeinigt. Was fehlt, sind die Gespräche zwischen dem Revierklub und dem AC Florenz über die Ablösemodalitäten. Der Bosnier steht bei der Fiorentina noch bis zum Sommer unter Vertrag, kam dort aber kaum über eine Jokerrolle hinaus. Die Unzufriedenheit ist nachvollziehbar. Ein Spieler seines Formats will spielen, nicht auf der Bank versauern.
Für Schalke wiederum drückt in der Offensive der Schuh. 22 Tore nach 18 Spieltagen sind für einen Aufstiegsaspiranten zu wenig. Die Königsblauen haben in dieser Winter-Transferperiode noch keinen neuen Spieler verpflichtet. Dzeko wäre nicht nur ein Torjäger, sondern auch ein Mentalitätsspieler, der weiß, wie man Titel gewinnt. Deutscher Meister mit Wolfsburg, zweimal englischer Champion mit Manchester City – diese Erfahrung lässt sich nicht kaufen.
Was diesen Transfer zusätzlich interessant macht, ist die menschliche Komponente. Dzeko soll einen guten Draht zu Trainer Miron Muslic haben, der als Kind vor dem Bürgerkrieg in Bosnien nach Österreich flüchtete. Auch zu Abwehrchef Nikola Katic, seit 2024 sein Mitspieler in der bosnischen Nationalmannschaft, besteht eine Verbindung. Solche Beziehungen können in einer Mannschaft den Unterschied machen.
Natürlich gibt es berechtigte Fragen. Kann ein 39-Jähriger den körperlichen Anforderungen der zweiten Liga standhalten? Die Zweitliga-Spieltage sind eng getaktet, die Gegner robust. Dzeko wird nicht mehr jedes Spiel über 90 Minuten durchhalten können. Aber darum geht es auch nicht. Es geht um Erfahrung, um Präsenz im Strafraum, um die Fähigkeit, in entscheidenden Momenten den Ball im Netz unterzubringen.
Schalke braucht genau das. Der Klub hat in den vergangenen Jahren genug junge Spieler verschlissen, die dem Druck nicht standhielten. Ein Dzeko kennt diesen Druck. Er hat 146 Länderspiele für Bosnien-Herzegowina absolviert und dabei 72 Tore erzielt. Er hat in den größten Stadien Europas gespielt.
Wenn die Ablöseverhandlungen mit Florenz erfolgreich verlaufen, könnte dieser Transfer ein kluger Schachzug sein. Nicht als langfristige Lösung, aber als Soforthilfe für den Aufstiegskampf. Manchmal braucht es eben einen alten Fuchs, um eine junge Herde zu führen.







































