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·20 aprile 2026
FC Bayern News – Stimmen zur Meisterschaft – Kimmich, Musiala, Kompany

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Joshua Kimmich hat den Bayern eine Meisterschaft bescheinigt, die er in dieser Form lange nicht erlebt hat. Nach dem 4:2 gegen den VfB Stuttgart sprach der Kapitän von einer Saison voller Konstanz, in der der Titel schon früh nach Münchner Maßstäben außergewöhnlich souverän gesichert wurde. Vincent Kompany, Jamal Musiala, Herbert Hainer und weitere Bayern-Stimmen ordneten den 35. Bundesliga-Triumph ebenso ein wie die anstehenden Aufgaben im Pokal und in der Champions League.

Harry Kane vom FC Bayern München bejubelt sein Tor zum 4:0 gegen den VfB Stuttgart am 19. April 2026 in der Allianz Arena – der englische Torjäger wird von seinen Mitspielern, darunter Nicolas Jackson (#11) und Josip Stanišić (#44), freudig umringt. Leonhard Simon / Getty Images
Für Kimmich war die Meisterschaft „extrem speziell“. Besonders hob er hervor, dass der Titel nicht über eine Achterbahnsaison mit ständigen Aufs und Abs zustande kam, sondern über eine bemerkenswerte Stabilität: „Die Art und Weise, wie wir dahin gekommen sind. Es war keine Saison mit Ups und Downs, sondern wir waren sehr, sehr konstant. Das ist uns in der Form in den letzten elf Jahren nicht so oft gelungen, wenn wir da auch zehnmal die Meisterschaft geholt haben. So konstant und souverän wie in diesem Jahr haben wir sie selten gewonnen.“
Auch die Partie gegen Stuttgart ordnete der Nationalspieler hoch ein: „Gerade in dieser Saison spielen wir eine sehr, sehr gute Bundesliga-Saison. Auch das Spiel heute: Es ist nicht selbstverständlich, dass man nach den Madrid-Spielen hierherkommt und gegen den Tabellendritten so ein Spiel macht.“ Zu seiner persönlichen zehnten Meisterschaft sagte er: „Ich hoffe, da kommen noch zehn dazu. Mit 40 steht Manuel noch im Kasten, deswegen kann man sich das als Vorbild nehmen.“
Auf Serge Gnabry, der verletzt fehlte, blickte Kimmich mit spürbarer Anteilnahme: „Eigentlich ist Serge der Partybeauftragte. Der fehlt uns natürlich extrem – in der Kabine und auf dem Feld. Das ist ein sehr, sehr großer Verlust, sowohl als Fußballer als auch als Mensch. Ich hoffe, dass wir das aufgefangen bekommen.“ Die Feier fiel deshalb eher klein aus: „Ich glaube, jetzt nicht so groß. Wir sitzen oben ein bisschen in unserer Players Lounge zusammen. Wir haben ja noch ein paar Ziele in dieser Saison.“
Trainer Vincent Kompany nannte den Titelgewinn „wunderschön“ und machte klar, dass für ihn jeder Pokal erneut etwas Besonderes sei: „Für mich ist jeder Titel der erste. Sonst musst du nicht in diesem Geschäft sein. Diese Momente kosten viel Arbeit – und dann musst du sie auch genießen, wenn sie kommen.“ Seine Ruhe in solchen Momenten erklärte er so: „Ich habe schon Emotionen. Wer mich als Fußballer gesehen hat, der weiß das. Aber dazwischen entsteht für mich die Ruhe. In diesen Momenten geht es darum, alles zu genießen. Alles andere ist heute nicht wichtig – und ab morgen fängt der Alltag wieder an.“
Zur Saisonbilanz ergänzte Kompany, dass die Mannschaft trotz des feststehenden Erfolgs weiter fokussiert bleibe: „Es ist noch nicht vorbei, es geht weiter. Aber es ist auch eine Mentalitätssache. Bei uns ist immer Vollgas. Wir nutzen den Kader, das gibt uns die Möglichkeit dazu. So genießt man Fußball – und das haben wir dieses Jahr gemacht. Ich möchte gerne noch weiter genießen. Es ist eine Geschichte, die nicht in einer Saison endet, es geht einfach immer weiter.“ Mit Blick auf PSG sagte er: „Jetzt kommt PSG, die haben letztes Jahr die Champions League gewonnen, das ist vielleicht die schwerste Aufgabe im Fußball. Erst mal kommt jetzt Leverkusen.“ Vor dem Stuttgart-Spiel hatte er außerdem betont, wie schnell der Fokus nach dem Real-Erlebnis wieder auf die Liga gerichtet werden musste, und die Verletzung von Gnabry ebenso kommentiert wie die Rückkehrperspektive von Jamal Musiala, der „auf einem guten Level“ sei und bald wieder „viel“ genutzt werden solle.
Musiala selbst sprach von einem „großen Moment“ und erinnerte daran, wie klar die Mannschaft ihren Weg zu Saisonbeginn definiert hatte: „Von unserem ersten Testspiel an haben wir gesagt, dass wir mit unserer Mentalität einen Schritt nach vorne machen wollen. Ich glaube, Spiel für Spiel haben wir das gezeigt – mit derselben Energie und demselben Hunger zu gewinnen, egal gegen wen. Das hat uns ein bisschen früher zu diesem Punkt gebracht. Es ist eine wichtige Lektion für uns und die müssen wir alle mitnehmen.“ Seine Auswechslung sei im Übrigen vorab abgesprochen gewesen: „Das war so geplant. Der Trainer hat schon vor dem Spiel gesagt, dass ich zur Halbzeit für Harry runtergehe. Jetzt muss man ein bisschen schauen, dass mein Fuß gut bleibt für die Spiele, die noch kommen.“
Präsident Herbert Hainer sprach von einem nicht nur verdienten, sondern auch in der Spielanlage überzeugenden Titel: „Wenn man die ganze Saison anschaut, dann ist das nicht nur ein verdienter Titel, sondern auch die Art und Weise, wie wir gespielt haben. Die Mannschaft war so dominant, hatte aber auch so viel Spielfreude und hat nie aufgehört.“ Kompany sei für ihn „ein Glücksgriff“, weil der Belgier nicht nur die Spielweise präge, sondern auch den Kader mit seiner ruhigen Art zusammenhalte: „Wir haben 22, 23 Spieler, die alle mal spielen wollen. Die rotiert er durch, er gibt allen das Gefühl, dass sie dazugehören. Das macht unheimlich viel aus. Er tut auch dem Verein durch seine ruhige Art und Weise sehr gut. Es war eine ruhige Saison und als Präsident freut mich das unheimlich.“
Auch das Innenleben des Klubs lobte Hainer ausdrücklich: „Der Erfolg auf dem Platz spiegelt das Gesamtgefüge wider. Wir haben ein unheimlich gutes Miteinander und viel Ruhe. Man merkt, dass wir alle an einem Strang ziehen, dass wir alle das Wohl des FC Bayern im Auge haben. Ich glaube, das zeigt sich am Ende auch an den Ergebnissen.“ Mit Blick auf die anstehenden K.o.-Duelle zeigte er sich zuversichtlich: „Eine Meisterschaft so zu spielen und vier Spieltage vor Schluss mit 15 Punkten Vorsprung die Meisterschaft zu gewinnen, gibt natürlich Mut und Selbstbewusstsein. Leverkusen wird kein einfaches Spiel, aber ich bin relativ optimistisch, dass wir nach Berlin fahren. In der Champions League gegen Paris würde ich sagen, stehen die Chancen 50:50. Ich habe unheimliches Vertrauen in unsere Mannschaft und wir haben im Herbst in Paris gezeigt, dass wir sie schlagen können.“
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