„Hätte nicht eingreifen dürfen“: Kritik an VAR-Handelfmeter gegen Bayern | OneFootball

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·29 aprile 2026

„Hätte nicht eingreifen dürfen“: Kritik an VAR-Handelfmeter gegen Bayern

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Das spektakuläre 4:5 des FC Bayern bei Paris Saint-Germain wird nicht nur wegen der neun Tore in Erinnerung bleiben – auch eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung sorgt im Nachgang für Diskussionen. Im Fokus steht der Handelfmeter kurz vor der Halbzeit, der PSG die zwischenzeitliche 3:2-Führung bescherte.

Nach einer Flanke von Ousmane Dembélé bekam Alphonso Davies den Ball aus kurzer Distanz zunächst an die Hüfte und anschließend an den Arm. Schiedsrichter Sandro Schärer ließ die Szene zunächst weiterlaufen, wurde dann jedoch vom VAR an den Bildschirm gebeten und entschied nach Ansicht der Bilder auf Strafstoß – eine Entscheidung, die für reichlich Gesprächsstoff sorgt.


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Schiedsrichter-Experte übt deutliche Kritik

Für Schiedsrichter-Experte Manuel Gräfe ist die Szene alles andere als eindeutig – und vor allem kein Fall für den Videoassistenten. Im Gespräch mit BILD erklärte er: „Ich nehme es vorweg, es wäre sinnvoll gewesen, hier nicht einzugreifen“, stellte der frühere Bundesliga-Referee klar. Seine Begründung: „Diese Entscheidung, dort weiterlaufen zu lassen, ist keine glasklare Fehlentscheidung.“

Gräfe argumentiert, dass mehrere Faktoren gegen einen Strafstoß sprechen. „Man sieht, dass vor der Flanke schon der Arm ein wenig mit der Schrittbewegung rausgeht, was eher natürlich ist“, erklärte er. Zudem sei der Ball zuvor noch von der Hüfte abgefälscht worden, wodurch Davies kaum reagieren konnte.

Sein Fazit fällt eindeutig aus: „Viel Pech für Bayern. Denn das hätte man eigentlich weiterlaufen lassen sollen.“ Die Entscheidung sei „eine sehr harte Entscheidung“ gewesen und „nicht nur nicht im Sinne des Fußballs, sondern eher die schlechtere Variante.“

Kompany spricht von „höchst umstritten“

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Foto: IMAGO

Auch Bayern-Coach Vincent Kompany äußerte sich nach dem Spiel kritisch zur Szene. „Ich halte den zugesprochenen Elfmeter für höchst umstritten“, erklärte der Belgier im Gespräch mit Prime Video.

Vor allem die Abfolge des Kontakts sei aus seiner Sicht entscheidend: „Soweit ich das gesehen habe, scheint der Ball zuerst den Körper und dann den Arm getroffen zu haben, und wenn das der Fall ist, hätte es keinen Elfmeter geben dürfen.“

Die Diskussion um die Szene dürfte damit noch länger nachhallen – nicht zuletzt, weil sie in einem Spiel fiel, das ohnehin schon von höchster Intensität und Dramatik geprägt war.

Für den FC Bayern bleibt am Ende die bittere Erkenntnis, dass neben der eigenen Chancenverwertung auch solche Entscheidungen den Ausschlag geben können. Im Rückspiel in München wird es daher nicht nur auf die sportliche Leistung ankommen, sondern auch darauf, die entscheidenden Momente auf die eigene Seite zu ziehen.

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