Türkischer Fußball vor Umbruch! Dogan kündigt B-Team-Antrag an, fordert Rasen-Revolution und spricht über TV-Geld, Ausländerregel und Fenerbahce-Kracher | OneFootball

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·13 febbraio 2026

Türkischer Fußball vor Umbruch! Dogan kündigt B-Team-Antrag an, fordert Rasen-Revolution und spricht über TV-Geld, Ausländerregel und Fenerbahce-Kracher

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Die Trendyol Süper LigKlubvereinigung hat sich in einem Hotel in Istanbul zu einer Sitzung getroffen und zentrale Themen für die kommende Saison auf den Tisch gelegt. Nach dem Meeting gab Trabzonspor-Klubchef und Vorsitzende der Klubvereiniging, Ertugrul Dogan, den Pressevertretern einen Einblick in die Beratungen. Diskutiert wurden unter anderem die Spielberechtigung ausländischer Spieler, die Verteilung des Übertragungspools, die Anstoßzeiten, die Rasenqualität sowie ein Projekt, das in der Liga seit Monaten als Wunsch der Klubs gilt: das B-Team-Modell.

Mehrere Runden vor dem Treffen: „Vier bis fünf Sitzungen untereinander“

Dogan machte deutlich, dass die jetzige Sitzung nicht aus dem Nichts kam, sondern Teil eines längeren Arbeitsprozesses war. Er erklärte, dass nach dem letzten Treffen vor etwa zwei Monaten intern bereits „vier bis fünf“ weitere Runden unter Klubvertretern stattgefunden hätten. In diesen Gesprächen seien die wichtigsten Punkte vorab sortiert worden, um nun auf Präsidentenebene Entscheidungen zu treffen.


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Im Fokus standen dabei Fragen, die unmittelbar die Wettbewerbsfähigkeit betreffen: Wie soll die Ausländerregel aussehen? Wie wird der TV-Pool verteilt? Welche Anstoßzeiten sind sinnvoll, um Spielqualität und Vermarktung zu verbessern? Und wie lässt sich die Platz- und Rasenqualität in der Breite auf ein Niveau bringen, das dem Anspruch der Liga entspricht?

TFF als entscheidende Instanz: Ergebnisse sollen übergeben werden

Dogan betonte mehrfach, dass die Vereine zwar Positionen erarbeiten und Empfehlungen formulieren können, die finale Entscheidung jedoch beim Türkischen Fußballverband (TFF) liegt. Er sagte sinngemäß, dass man zu einigen Punkten einen Konsens erzielt habe, andere Fragen seien mit Stimmenmehrheit entschieden worden. Der nächste Schritt sei klar: Die entsprechenden Texte und Erklärungen würden vorbereitet und dem TFF-Präsidenten vorgelegt. Dogan kündigte an, den Verband zu bitten, den Klubs bei diesen Problemen zu helfen.

Auch das Thema Rechtsentzug wurde laut Dogan diskutiert und steht auf der Tagesordnung mehrerer Vereine. Zudem sei das B-Team-Projekt ein wiederkehrender Wunsch in der Klublandschaft. Die Botschaft aus der Sitzung: Viele Baustellen hängen zusammen und sollen im Paket an den Verband gehen.

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Ausländerregel: noch keine endgültige Entscheidung – Klubs fordern Nachwuchs-Fokus

Konkrete Zahlen zur Ausländerregel nannte Dogan ausdrücklich nicht. Er erklärte, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei und die Themen zunächst mit dem Verband besprochen werden müssten. Gleichzeitig verwies er auf Forderungen der Klubs, die eng mit der Nachwuchsförderung verknüpft seien. Seine Linie: Erst intern mit dem TFF abstimmen, dann die Öffentlichkeit informieren.

Damit deutete Dogan an, dass die Diskussion nicht nur um „mehr oder weniger Ausländer“ kreist, sondern auch um die Frage, wie viele junge Spieler in die Regelung eingebunden werden sollen und welche Mechanismen den Klubs echte Entwicklung ermöglichen.

TV-Pool und Verteilung: unterschiedliche Interessen, schwierige Neuordnung

Beim Thema Übertragungsrechte und Verteilung des Pools sprach Dogan von einem Problem bei der Neuorganisation. Es gebe Zahlen, die sich an Meisterschaftskriterien orientieren, doch bei der Anpassung der Verteilung seien unterschiedliche Positionen sichtbar geworden. Er sagte, einige Vereine hätten eine positive, andere eine negative Meinung dazu.

Damit ist klar: Die Diskussion um den TV-Pool ist nicht nur technisch, sondern politisch. Jeder Verteilungsmechanismus beeinflusst Budget, Kaderplanung und den Handlungsspielraum der Klubs. Dogan kündigte an, diese Punkte dem Verband zu übermitteln und den Prozess danach gemeinsam zu verfolgen.

„7 bis 8 Themen“: Entscheidungen getroffen – Stimmung im Saal „gut“

Nach dem Treffen berichtete Dogan, er habe beobachtet, wie Klubpräsidenten aus dem Saal lachend herauskamen. Er bewertete die Atmosphäre als positiv und sagte, es sei ein „sehr gutes Treffen“ gewesen. Laut Dogan seien alle Entscheidungen, die getroffen werden mussten, auch getroffen worden – konkret sprach er von „sieben bis acht“ erwarteten Punkten.

Gleichzeitig blieb er bei der Kernbotschaft: Der TFF ist die Entscheidungsinstitution. Die Klubs werden dem Verband mitteilen, was sie denken, und danach werde man den Prozess gemeinsam beobachten und begleiten.

Rasenqualität als Liga-Thema: „Auf dem Feld können wir das nicht behaupten“

Einen besonders langen Teil widmete Dogan dem Zustand der Spielfelder. Er erklärte, dass Fachleute in dieser Frage „sehr ernsthafte Arbeit“ geleistet hätten und eine wichtige Studie erstellt worden sei. Dabei gehe es nicht nur um Technik, sondern auch um Zuständigkeiten: Manche Stadien sind an Vereine gebunden, andere werden vom Ministerium für Jugend und Sport gemietet, wieder andere gehören weiterhin dem Ministerium. Deshalb sei ein Prozess über einen Beirat notwendig.

Dogan zog einen Vergleich: In der Türkei gebe es inzwischen moderne Stadien, die auch im internationalen Maßstab überzeugen könnten. „Aber das Gleiche können wir vom Spielfeld nicht behaupten“, sagte er. Vor allem in einigen Städten Anatoliens gebe es Probleme, die auch die jeweiligen Klubpräsidenten anerkennen würden. Alle Vereine seien sich einig, dass dieses Thema sofort gelöst werden müsse. Dogans Erwartung: Maßnahmen sollen noch vor dem Ligastart der Sommersaison umgesetzt werden.

B-Team-Projekt: Antrag an den TFF – Umsetzung „nächstes Jahr“, falls genehmigt

Beim B-Team-Modell wurde Dogan konkret. Mehrere Vereine hätten den Wunsch geäußert, die Vorteile eines B-Teams zu nutzen. Dieses Thema werde dem Verband als Artikel/Antrag übergeben. Dogan erklärte, dass es sowohl Klubs gebe, die beitreten wollen, als auch Vereine, die nicht teilnehmen möchten. Eine Verpflichtung solle es nicht geben.

Die Argumentation laut Dogan ist klar wirtschaftlich und organisatorisch: Gerade in den unteren Ligen seien die größten Kosten Reise- und Unterbringungskosten. Bei abgestimmten Reisen im Verbund mit dem Hauptteam könnten viele dieser Ausgaben vermieden werden. Einige Vereine hätten ihre Pläne bereits in diese Richtung vorbereitet. Dogans Fazit: Wenn der Verband es für richtig hält, könne man „nächstes Jahr“ zu dieser Praxis übergehen.

Trabzonspor gegen Fenerbahce: „Unser einziger Gedanke ist zu gewinnen“

Am Rande der Sitzung sprach Dogan auch über das anstehende Topspiel Trabzonspor gegen Fenerbahce in der Trendyol Süper Lig. Er sagte, er wünsche sich Fairplay und ein Gentleman-Match, bei dem der verdiente Sieger gewinnt. Gleichzeitig machte er die sportliche Zielsetzung klar: „Als Trabzonspor haben wir nur einen Gedanken: zu gewinnen.“

Besonders betonte er den Wunsch nach einem Spiel ohne Schiedsrichterdebatten: Er wolle eine Partie, die auf dem Platz entschieden wird, ohne Fehlentscheidungen gegen eines der beiden Teams. Trabzon werde Fenerbahce bestmöglich beherbergen, der Fokus liege aber vollständig auf dem Ergebnis.

Anstoßzeiten und „Uhren-Anwendung“: Änderung wohl erst zur neuen Saison

Zum Abschluss äußerte sich Dogan zur Frage veränderter Anstoßzeiten. Einige Vereine hätten Anfragen zu Öffnungs- beziehungsweise Startzeiten gestellt. Er machte dabei deutlich, dass eine Anpassung nicht allein vom Verband abhängt, sondern auch vom Rechteinhaber/Publisher, der Übertragungsfenster, Nachberichterstattung und Zeitverschiebungen berücksichtigen müsse.

Die Ramadan-Zeiten seien bereits bekannt, danach bleibe nur eine kurze Phase bis zum Saisonende. Nach jetzigem Stand sei die neue „Uhrzeit-Anwendung“ voraussichtlich erst in der neuen Saison umsetzbar. Dogan kündigte an, die Wünsche der Vereine an den Verband weiterzugeben und die Diskussion ab sofort gemeinsam fortzusetzen.

Was jetzt folgt: Übergabe an den TFF und gemeinsames Monitoring

Die Sitzung der Klubs Union endet damit nicht mit einer finalen Entscheidung, sondern mit einem klaren Fahrplan: Die Vereine bündeln ihre Positionen, übergeben sie dem TFF und verfolgen anschließend den Prozess gemeinsam. Ob es bei Ausländerregel, TV-Pool, Anstoßzeiten, Rasen oder B-Team tatsächlich zu spürbaren Änderungen kommt, hängt nun von der Umsetzung durch den Verband ab – die Erwartungen der Klubs sind jedenfalls deutlich formuliert.

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