DFB-Frauen
·07 de julho de 2026
Fünfter EM-Titel 2001: "Die beste Mannschaft, die es je gegeben hat"

In partnership with
Yahoo sportsDFB-Frauen
·07 de julho de 2026

Heute vor 25 Jahren wurde die deutsche Frauen-Nationalmannschaft zum bereits fünften Mal Europameister - und das im eigenen Land. DFB.de schaut zurück auf dieses besondere Heimturnier.
Im Jahr 2001 gab es das erste "richtige" EM-Turnier der Frauen in Deutschland, denn allmählich kam System in den Modus. 1995 noch hatte Deutschland zwar auch den Titel zuhause geholt, doch es gab nach einer langen Qualifikation mit Hin- und Rückspielen nur ein Endspiel mit Heimvorteil. In Kaiserslautern siegte Deutschland mit 3:2 gegen Schweden vor 8500 Zuschauern. 2001 wurde alles anders. Gespielt wurde mit acht Teams - in Erfurt, Jena, Ulm, Aalen und Reutlingen. Die DFB-Frauen gewannen alle fünf Spiele bei 13:1 Toren, das Fernsehen übertrug alle deutschen Spiele live und zahlte für die rechte 3,9 Millionen, letztmals in Mark.
In der Vorrunde blieb die Mannschaft von Bundestrainerin Tina Theune-Meyer in Thüringen. Zum Auftakt gab es in Erfurt ein 3:1 gegen Schweden, Claudia Müller traf doppelt, einmal Maren Meinert. Leichter war die Aufgabe an gleicher Stelle gegen Russland, das mit 5:0 abgefertigt wurde. Die Tore erzielten Sandra Smisek (2), Bettina Wiegmann, Birgit Prinz und Maren Meinert. Damit stand der Einzug ins Halbfinale bereits ebenso fest wie der Gruppensieg. Doch kein Grund, nachzulassen. In Jena gab es auch gegen England einen klaren Sieg (3:0), wenn auch alle Tore nach der Pause fielen - durch die 18-jährige EM-Debütantin Petra Wimbersky, Bettina Wiegmann und Renate Lingor. Silke Rottenberg verhinderte das englische Ehrentor und hielt in vorletzter Minute einen Elfmeter. "Das war die Pflicht, jetzt kommt die Kür", sagte die überragende Wiegmann nach der Partie mit Blick auf das Halbfinale gegen den Erzrivalen Norwegen.
Dazu mussten sie nach Ulm reisen, wo 13.524 Zuschauer für die Rekordkulisse des Turniers sorgten. Sie sahen beim 1:0-Halbfinalsieg nur ein Tor - durch Sandra Smisek per Hechtkopfball auf Vorlage von Birgit Prinz (57.). Nach Chancen (9:3) war der Sieg verdient. Der Kicker bilanzierte: "Deutschland musste lange hart arbeiten, ehe das Team den verdienten Sieg sicher hatte." Die Bundestrainerin strahlte: "Es war ein tolles, spannendes und faszinierendes Spiel." Das sie ins Finale mit dem Gegner führte, mit dem alles begonnen hatte: Schweden.
Auch das Stadion blieb dasselbe, an diesem 7. Juli 2001 kamen sogar 18.000 Menschen ins Ulmer Donaustadion. Sie mussten länger zittern, als gedacht. In der regulären Spielzeit fielen gar keine Tore. Es war also eine Verlängerung nötig, die die eingewechselte Claudia Müller in der 98. Minute per Golden Goal zum 1:0-Finaltriumph jäh beendete. Ihr Torjubel mit über das Gesicht gezogenem Trikot ging in die Geschichte des Frauenfußballs ein.
Nach dem dritten EM-Titel in Folge sagte Trainerin Tina Theune-Meyer: "Wir haben in der Bevölkerung sehr viele Freunde gewonnen. Die Teams von 1989 und 1995 waren toll. Doch diese Mannschaft ist die beste, die es je gegeben hat."
Die deutsche Aufstellung im EM-Finale 2001: Silke Rottenberg – Kerstin Stegemann, Steffi Jones, Doris Fitschen, Ariane Hingst – Bettina Wiegmann, Renate Lingor – Pia Wunderlich, Maren Meinert, Birgit Prinz – Sandra Smisek (55. Claudia Müller).







































