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·10 de abril de 2026

Jena-Trainer Roy Bergner: "Fingerzeig für gute Nachwuchsarbeit"

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Erst zum zweiten Mal wird in dieser Saison der neugeschaffene DFB-Pokal der Juniorinnen ausgetragen. Als einziges Team hat die U 17 des FC Carl Zeiss Jena auch zum zweiten Mal das Halbfinale erreicht. Dort treffen die Thüringerinnen am Sonntag (ab 14 Uhr, live bei YouTube) auf RB Leipzig. Im DFB.de-Interview spricht FCC-Trainer Roy Bergner (38) mit Mitarbeiter Ralf Debat über den Reiz des DFB-Pokals und die Nachwuchsförderung.

DFB.de: Das Halbfinale im DFB-Pokal gegen RB Leipzig steht kurz bevor. Überwiegt die Vorfreude oder die Anspannung bei Ihrem Team, Herr Bergner?


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Roy Bergner: Von beidem ist etwas dabei, würde ich sagen. Besonders bei den Spielerinnen, die schon in der vorherigen Saison dabei waren, ist die Vorfreude riesig. Für die jüngeren Mädels ist es dagegen eine neue Situation. Sie sind sicherlich angespannter.

DFB.de: Welche Bedeutung hat die Partie für die Spielerinnen und den Verein?

Bergner: Gerade für uns als etwas kleineren Verein ist es etwas Besonderes, uns auf diesem Niveau mit den besten Spielerinnen in Deutschland messen zu können. Dort zu bestehen, ist auch eine gute Werbung für unseren Standort.

DFB.de: Schon in der Premierensaison des DFB-Pokals der Juniorinnen stand der FCC im Halbfinale und ist jetzt als einziges Team erneut unter den verbliebenen vier Mannschaft dabei. Ein Grund, stolz zu sein?

Bergner: Auf jeden Fall. Es ist ein Fingerzeig für die gute Nachwuchsarbeit, die alle Beteiligten hier leisten. Dass wir der einzige Verein sind, der es erneut in das Halbfinale geschafft hat, macht uns schon extrem stolz.

DFB.de: Sie waren vor einem Jahr bereits Co-Trainer. Welche Erinnerungen haben Sie an das unglückliche Aus im Elfmeterschießen gegen den VfL Wolfsburg?

Bergner: Obwohl der VfL sicherlich spielbestimmend war, sind wir 1:0 in Führung gegangen und haben den Vorsprung bis fünf Sekunden vor Schluss verteidigt. Umso bitterer war es dann, noch den Ausgleich zu kassieren und im Elfmeterschießen zu verlieren. Zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt war alles dabei.

DFB.de: Helfen Ihnen und Ihren Spielerinnen diese Erfahrungen?

Bergner: Ich denke schon, dass die Mädels, die damals schon dabei waren, davon profitieren. Sie werden auch in schwierigen Situationen die Ruhe behalten.

DFB.de: Wie groß ist die Motivation, diesmal das Endspiel zu erreichen?

Bergner: Wir haben uns schon vor dem Viertelfinale gegen Borussia Mönchengladbach das Ziel gesteckt, uns für das Finale in Köln zu qualifizieren. Dafür werden wir alles geben.

DFB.de: Wie gut ist das Team über den Gegner informiert?

Bergner: Ich bin der Meinung, dass es darauf ankommt, unser Spiel durchzuziehen und unsere Abläufe zu festigen. Daher beschäftigen wir uns nicht so sehr mit RB Leipzig, sondern wollen unsere Leistung auf den Platz bringen. Wenn es uns gelingt, uns gegenüber dem 3:0 gegen Mönchengladbach noch zu steigern, dann bin ich guter Dinge.

DFB.de: Worauf wird es ankommen?

Bergner: Es wird entscheidend sein, die Grundtugenden zu zeigen, dabei ruhig und bodenständig zu bleiben. Helfen wird uns auch unser herausragender Teamspirit.

DFB.de: Welchen Stellenwert hat für Sie grundsätzlich der neugeschaffene DFB-Pokal, der in dieser Saison erst zum zweiten Mal überhaupt ausgetragen wird?

Bergner: Die Bedeutung des Wettbewerbs ist bei uns sehr hoch angesiedelt. Auch für mich als Tainer ist es eine schöne Belohnung, auf einem so hohen Niveau arbeiten zu dürfen.

DFB.de: Was macht für Sie den besonderen Reiz des Pokalwettbewerbs aus?

Bergner: Der K.o.-Modus macht es besonders. Jedes Spiel kann das letzte sein. Man muss deshalb auf den Punkt da sein und zu 100 Prozent abliefern.

DFB.de: Nach der Umstrukturierung der B-Juniorinnen-Bundesliga hat sich der FC Carl Zeiss Jena entschieden, mit der U 17 im regulären Spielbetrieb gegen Juniorenmannschaften anzutreten. Welche Vorteile bringt das mit sich?

Bergner: Die Spielerinnen lernen dadurch, sich körperlich durchzusetzen. Sie müssen schneller als die Jungs sein - mit den Beinen, aber auch mit dem Kopf. Die Entwicklung in den zurückliegenden Monaten kann sich vor diesem Hintergrund sehen lassen.

DFB.de: Wie würden Sie insgesamt die Philosophie des Vereins bei der Förderung junger Spielerinnen beschreiben?

Bergner: Eine hohe Durchlässigkeit ist für uns von großer Bedeutung. Der nächste Schritt für unsere Top-Talente ist in der Regel die U 20, die in der Regionalliga Nordost spielt. Zuletzt haben aber auch schon drei Spielerinnen die Möglichkeit erhalten, am Training der ersten Frauenmannschaft teilzunehmen. Das ist natürlich etwas ganz Besonderes.

DFB.de: Was reizt Sie an der Aufgabe, mit jungen Spielerinnen zusammenzuarbeiten?

Bergner: Die Entwicklung der Mädels zu begleiten und zu fördern, bereitet mir sehr viel Freude. Wenn ich sehe, dass Spielerinnen bei unserer ersten Mannschaft mittrainieren, die ich schon als Jungjahrgänge betreuen durfte, dann ist das eine tolle Sache. Der Job macht mir großen Spaß, daher sehe ich in diesem Bereich auch meine Zukunft.

Beide Halbfinalspiele im DFB-Pokal der Juniorinnen werden live bei YouTube gestreamt. Hier geht's zur Übertragung der Partie FC Carl Zeiss Jena gegen RB Leipzig. Hier wird Bayer 04 Leverkusen gegen den VfB Stuttgart gezeigt.

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