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·07 de julho de 2026

Mohamed Salah: Ägyptens Kapitän fordert heute Weltmeister Argentinien

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Die pinken Fußballschuhe waren nach 120 dramatischen Minuten samt Elfmeterschießen offenbar unbequem geworden. Mohamed Salah zog seine Arbeitsstiefel jedenfalls für alle sichtbar aus, bevor er in den Katakomben des Stadions in Dallas die erste Reporterfrage beantwortete. Dann stand er da, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, die Trophäe als Spieler des Spiels neben sich, das Knie dick mit Eis bandagiert. Und Salah lächelte, während er die enorme Bedeutung dieses historischen Erfolgs für den ägyptischen Fußball beschrieb.

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Bildkombination zum WM-Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten: Links Ägyptens Stürmer Mohamed Salah, rechts Argentiniens Superstar Lionel Messi. Beide Mannschaften treffen am 7. Juli 2026 im Atlanta Stadium in Atlanta aufeinander. (Photo by Franck FIFE and Roberto SCHMIDT / AFP)


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Argentinien – Ägypten1/8

Di 07.07. · 18:00 Uhr · ARD

Erstmals ein K.o.-Spiel bei einer WM überstanden

Durch das 4:2 im Elfmeterschießen gegen Australien (1:1 nach 120 Minuten) haben die Nordafrikaner zum ersten Mal überhaupt ein K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft gewonnen. Der 34 Jahre alte Kapitän war über weite Strecken kaum aufgefallen, aber eben dann zur Stelle, als er am meisten gebraucht wurde: In der Schlussphase kreierte die scheidende Liverpool-Ikone zahlreiche Chancen und übernahm auch vom Punkt Verantwortung. „Es ist ein völlig anderes Gefühl, wenn man eine schöne Geschichte für die Menschen in Ägypten schreibt“, erklärte er. „Besser als jeder andere Erfolg, über den ich sprechen könnte.“ Während sich die Teamkollegen nach dem Triumph am Mittelkreis trafen, klatschte Salah mit Tränen in den Augen in Richtung Publikum.

„Heute war einer der besten Tage meines Lebens. Wir haben mit der Mannschaft Geschichte geschrieben. Ich versuche, mein Bestes zu geben und zu spielen, obwohl ich Schmerzen habe, denn das ist es, was ich für das Land tue“, sagte Salah. Angeschlagen war er schon in das Sechzehntelfinale gegangen, doch dass er sich das heutige Achtelfinale gegen Weltmeister Argentinien (18 Uhr, live in der ARD und bei MagentaTV) entgehen lässt, erscheint ausgeschlossen. Im Turnier stehen für ihn bereits drei Torbeteiligungen zu Buche, auch wenn er noch auf seinen ersten WM-Treffer 2026 wartet.

Von Marmoush muss deutlich mehr kommen

Gegen Argentinien muss sich Ägypten zwangsläufig steigern, denn der wenn auch überlegene Auftritt gegen Australien taugte nur bedingt als Mutmacher. Vor allem Omar Marmoush blieb erneut vieles schuldig: Der ehemalige Frankfurter vergab neun Sekunden nach der Pause die Großchance zum 2:0 und traf in den vergangenen 13 Länderspielen nur zweimal. Zu wenig für einen Mann seiner Klasse, die er bei Manchester City regelmäßig zeigt.

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Omar Marmoush beobachtet das Geschehen beim Freundschaftsspiel zwischen Spanien und Ägypten im RCDE-Stadion in Barcelona am 31. März 2026. Wenige Monate vor dem WM-Start präsentierte sich der Manchester-City-Stürmer als einer der Schlüsselspieler der ägyptischen Nationalelf. (Alex Caparros / Getty Images Europe via Getty Images)

Hossam Hassan setzt auf Lockerheit statt Peitsche

Der Fokus sei dieses Mal ein anderer als bei vergangenen Turnieren, versichern Spieler und Trainer einhellig. Wie Coach Hossam Hassan das schafft? „Er schlägt uns zwischen den Halbzeiten“, scherzte Salah. Der Trainer selbst erklärte: „Ich kenne meinen eigenen Wert sehr gut, die Spieler kennen meinen Wert sehr gut. Ich stehe nicht mit der Peitsche in der Kabine.“ Salah wiederum hatte vor und nach dem Spiel zur Mannschaft gesprochen: „Ich habe ihnen gesagt: Das ist ein Spiel, das man nicht wiederholen kann. Das ist die größte Bühne, auf der ihr als Fußballer spielen könnt, also genießt es! Lasst nicht zu, dass der Druck euch diesen Moment nimmt. Die meisten Spieler werden bei der nächsten Weltmeisterschaft vielleicht nicht mehr dabei sein. Genießt also jeden Moment.“

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Argentinien: Martinez; Molina, Romero, Martinez, Medina; de Paul, Paredes, Fernandez, Mac Allister; Messi, L. Martinez.

Ägypten: Shoubeir; Hany, Ibrahim, Hafez, Fathy; Attia, Lasheen; Ziko, Ashour, Salah; Marmoush (Mostafa).

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