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·09 de abril de 2026

#SGE – Riera auf dem Weg zu Heynckes oder doch zu Funkel?

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Seit 66 Tagen ist Albert Riera bei der Frankfurter Eintracht im Amt und hat seitdem in acht Spielen im Durchschnitt 1,5 Punkte geholt. Auf dem Papier die schwächste Bilanz seit den Herren Schaaf und Veh (im zweiten Aufguss). Wobei diese Kenngröße durch die geringe Größe der Stichprobe eher wenig Aussagekraft hat.

Aber apropos Aussage. Albert Riera ist der zweite Trainer, der unter der Prämisse, mit seinem Amtsantritt werde sich der Gang der Uhren in Frankfurt verändern, am Main gestartet ist. Der erste, der mit solch einer markigen Herangehensweise in Frankfurt antrat, war Jupp Heynckes, den die Eintracht zur Saison 1994/95 in Spanien loseiste und der Verein und Mannschaft auf eine neue Ebene der Professionalität heben sollte. Ein ehrgeiziges Vorhaben, an dem der spätere Triplesieger wie bekannt bombastisch scheiterte. Was sicherlich nicht nur an ihm lag, da damals noch viel verkrustetere und undurchschaubare Strukturen in und um den Verein herrschten.


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Und heute? Sicher hat man mit Albert Riera einen vollkommen gegensätzlichen Typ zu dem eher zurückhaltenden, verbindlichen Dino Toppmöller geholt mit der klaren Prämisse, die “Wohlfühloase”, in der es sich nach der Aussage von Axel Hellmann in und um die Mannschaft herum viele (zu) bequem gemacht hatten, zumindest aufzumischen. Dass man dabei das Risiko einging, dass nicht alles vom ersten Tag an rundlaufen würde, war mit Sicherheit eingepreist.

Aber doch nicht das. Kommunikativ irrlichtert der Trainer irgendwo zwischen “ich liebe meine Spieler” und der durchaus deutlichen Kritik an einzelnen Akteuren hin und her. Wollte er zu Anfang nicht nach einzelnen Spielern gefragt werden, äußerte er sich zwischenzeitlich ungefragt zu den Defiziten einzelner. Schließlich und endlich hat man auch nicht das Gefühl, dass sich die Mannschaft und einzelne Spieler unter ihm in irgendeiner Art und Weise weiter entwickeln würden. Viele Spieler werden positionsfremd eingesetzt, seien es Doan oder Brown viel zentraler als sonst, oder seien es Collins und Brown seitenverkehrt. Darüber hinaus waren in den bisherigen acht Spielen mindestens drei verschiedene Systeme sichtbar.

Am Ende aller Diskussionen ist Fußball nun mal ein Ergebnissport, und wenn man in den vergangenen acht Spielen mit dem FC Bayern nur ein Spitzenteam als Gegner hatte und alle anderen Mannschaften (deutlich) hinter der Eintracht lagen, dann sind eben drei Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen zu wenig. Damit hat Albert Riera halt (nur) genau den gleichen Schnitt wie der nach dem 18. Spieltag mit 27 Punkten auf dem Konto gefeuerte Dino Toppmöller.

Und nun? Ich lege mich fest. Albert Riera wird den legendären Friedhelm Funkel nicht als Rekordtrainer des 21. Jahrhunderts bei der Frankfurter Eintracht ablösen. Dieser kam immerhin auf 1825 Tage in Diensten der glorreichen SGE. In meinen Augen wird es schon eine Herausforderung, die 275 Tage von Jupp Heynckes zu überbieten.

Um dieses Minimalziel zu erreichen sollte man ihm dringendst jemand an die Seite stellen, der zumindest seine öffentlichen Äußerungen – wie auch immer – kanalisiert. Denn natürlich sind all die Dinge, die in den letzten Wochen passiert sind, einzeln betrachtet teilweise sogar nachvollziehbar, aber im Ganzen ist es halt die Summe aller Dinge.

Und es bleibt ein ganz großes Vielleicht. Dieses ist, dass, wenn die Mannschaft am Wochenende in Wolfsburg verlieren sollte, die durchaus reale Gefahr besteht, dass sie dann den Kredit der Kurve verlieren könnte. Und das wäre in meinen Augen nicht nur der Anfang vom Ende.

Titelbild: Alexander Heimann/Bongarts/Getty Images

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