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·17 de maio de 2026
Tore-Rekorde und Trainer-Debakel: Die Tops und Flops der Bundesliga-Saison 2025/26!

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·17 de maio de 2026

Die 63. Spielzeit der deutschen Fußball-Bundesliga hat am Samstagnachmittag sein Ende gefunden. Hinter uns liegen 34 Spieltage geprägt von Spannung im Abstiegskampf, gescheiterten Trainerexperimenten und einem übermächtigen FC Bayern. Wir blicken auf die Tops und Flops der Bundesliga-Saison 2025/26!
Von der unglaublichen Toremaschinerie des FC Bayern bis hin zu einem extrem spannenden Kampf um den Relegationsrang hatte die abgelaufene Bundesliga-Spielzeit viel zu bieten. Es wurden wieder Rekorde gebrochen, Trainer gefeuert und neue eingestellt, für überraschende Endplatzierungen erreicht und natürlich ganz viele begeisterte Fans in den 18 Stadien in ganz Deutschland mitgerissen.
Wie so oft war der große FC Bayern in dieser Spielzeit das Maß aller Dinge. Doch konnte sich die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany in diesem Jahr gar noch einmal selbst übertreffen. Während der FCB sich vier Spieltage vor Saisonende bereits über die deutsche Meisterschaft freuen konnte, gelang in der Vorwoche bereits ein weiterer Erfolg. Am 29. Spieltag traf Mittelfeldspieler Leon Goretzka im Spiel gegen den FC St. Pauli in der 53. Minute zum zwischenzeitlichen 2:0 – und markierte damit einen neuen Bundesliga-Rekord in Sachen geschossener Saisontore.
Bis dato hatte sich über mehrere Jahrzehnte hinweg der Bundesliga-Rekord aus der Saison 1971/72 an der Spitze gehalten. Damals erzielte die große Bayern-Generation rund um Gerd Müller, Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß und Co. seinerzeit 101 Treffer in einer Saison. Nun ist es insbesondere das magische Offensivdreieck bestehend aus Harry Kane (36 Saisontore), Luis Diaz (15 Saisontore) und Michael Olise (15 Saisontore), das mit dem neuen Saisonrekord von 122 Toren möglicherweise über Jahrzehnte im Kopf eines jeden Bundesliga-Fans sein wird.

Foto: Getty Images
Während sich der FC Bayern über eine positive neue Bestmarke freuen durfte, stellte der deutsche Meister aus dem Jahr 2024 unterm Bayerkreuz einen neuen Negativ-Rekord auf. Nach nur zwei Bundesliga-Spielen hieß es bei der Werkself: Erik ten Hag ade – die kürzeste Amtszeit in der deutschen Erstligageschichte war perfekt. Der Niederländer war erst im Sommer als Nachfolger für den Erfolgscoach Xabi Alonso nach Leverkusen gekommen, doch Sportchef Simon Rolfes gestand sich seine sportliche Fehlentscheidung schnell ein: „Es gab nicht den einen Moment als Auslöser. Das Gesamtbild – so war es bei Erik und so sollte es immer sein – führte letztlich zu der Entscheidung“, hieß es kurz nach der Entlassung.
Auch etwa 500 Kilometer weiter südlich scheiterte ein Trainerprojekt in der Bundesliga krachend. Der FC Augsburg verkündete noch im Frühsommer 2025 stolz, mit Sandro Wagner einen der aufstrebenden und gehyptesten Trainer in Deutschland verpflichtet zu haben. Das „Graue Maus“-Image sollte mit dem ambitionierten Ex-Stürmer endlich abgelegt werden – doch nach nur 148 Tagen und einem Punkteschnitt von 0,93 war der FCA-Traum bereits schnell wieder beendet.
Wer hätte zu Beginn der Saison 2025/26 gedacht, dass mit dem Hamburger SV und 1. FC Köln gleich beide Aufsteiger der höchsten deutschen Spielklasse auch im nächsten Jahr erhalten bleiben. Während die Domstädter einen Raketenstart hinlegten und zwischenzeitlich gar auf europäischen Startplätzen rangierten, überzeugen der HSV eher auf Strecke. Besonders bemerkenswert: In ihrer Premieren-Saison nach mehr als sieben Jahren behielten die sportlichen Verantwortlichen der Hansestädter auch in schweren Phasen die Ruhe und hielten an Aufstiegstrainer Merlin Polzin fest. So landete der HSV schlussendlich sogar vor den Kölnern und konnte schon am 32. Spieltag vorzeitig den Klassenerhalt feiern.

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Neben dem sportlichen Aspekt bereicherten die beiden Traditionsklubs aber vor allem die Stimmung in der ersten Bundesliga gewaltig. Der 1. FC Köln lieferte sich im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach abermals spektakuläre Duelle, die Hamburger sorgten für die Wiederauflegung des Nord- sowie Stadt-Derbys gegen Werder Bremen und St. Pauli. Und das alles vor jeweils mehr als 50.000 Zuschauern bei den Heimspielen in Köln-Müngersdorf und dem Hamburger Volkspark.
Dass der VfL Wolfsburg überhaupt noch die Chance in der Relegation bekommt, den Abstieg seit fast 30 Jahren Erstligazugehörigkeit zu verhindern, liegt wohl einzig und allein an der unbestrittenen Qualität des Kaders der Wölfe. Rangieren die Niedersachsen in der Marktwerttabelle doch auf dem achten Platz und müssten eigentlich um die europäischen Plätze kämpfen.
Zwar konnte der VfL angeführt von DFB-Pokalsieg-Trainer Dieter Hecking noch am vorletzten Spieltag den Sprung auf den vorerst rettenden 16. Platz schaffen und diesen auch in der letzten Partie gegen den Absteiger St. Pauli bestätigen. Doch die Gewissheit über eine solche Katastrophensaison bleibt zweifellos bestehen. Es geht nun nur noch darum, ob der VW-Klub mit einem blauen Auge davonkommt. Unstreitbar wird aber sein, dass strukturelle Veränderungen im Verein von Nöten sein werden.
Der Abstieg des 1. FC Heidenheim nach drei Jahren Bundesliga ist besiegelt. Und dennoch dürfen sich alle Beteiligten des kleinen Fußballklubs von der Ostalb auf die Schulter klopfen. Denn während der Rückstand am 26. Spieltag noch zehn (!) Punkte auf den Relegationsrang betrug, hatte der FCH noch am letzten Spieltag die Möglichkeit, auf den 16. Platz zu springen. Doch ein Sieg gegen die Mainzer blieb aus – und so machten die Heidenheimer rund um Trainer Frank Schmidt das Unmögliche am Ende eben nur fast möglich.
Am späten Samstagnachmittag floßen also in der Heidenheimer Voith-Arena bittere Tränen, war die Rettung am Ende doch noch zum Greifen nah gewesen. Doch das ganze Stadion stand nach Schlusspfiff auf und spendete tröstenden, vor allem aber anerkennenden Applaus. Denn das, was der FCH in den letzten Wochen noch geleistet hat, die Aufholjagd mit Punkterfolgen gegen den amtierenden Deutschen Meister Bayern oder Bayer Leverkusen – das alles hat höchste Anerkennung verdient.
Ende Januar hatte Sportvorstand Markus Krösche eine Idee, die Trainerposition mit dem spanischen Coach Albert Riera zu besetzen und Dino Toppmöller abzulösen. Die Hessen ließen damals im Bezug auf ihren neuen Übungsleiter verlauten, „dass seine Fähigkeiten in der aktuellen Situation und auch in der Zukunft gut mit den Anforderungen von Eintracht Frankfurt harmonisieren und er auch menschlich sehr gut zum Klub und zu unserem Team passt.“

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Nun, etwa fünf Monate später, scheint diese Aussage gehörig schlecht gealtert zu sein. Mit einem Punkteschnitt von 1,23 pro Spiel schneidet der 43-Jährige schlechter als sein Vorgänger ab, das Verpassen der europäischen Startplätze am 34. Spieltag setzte dem Frankfurter Fehlschuss noch die Krone auf. Vor allem abseits des Platzes fiel der auf Mallorca geborene Fußballtrainer auf. In Erinnerung bleiben werden seine „Bullshit“-Pressekonferenz, auf der er sich sieben Minuten lang mit allen möglichen deutschen Medien anlegte und dessen Berichterstattung kritisierte, ebenso wie der Umgang mit SGE-Stürmer Jonathan Burkardt, den er aufgrund seiner vermeintlich zu hohen Fettwerte kritisierte. Der Sturmstar konterte mit einem „Puta Madre“-Ausruf in Richtung Riera – der nächste Eklat war geschrieben. Was bleibt, ist eine fragwürdige fünfmonatige Amtszeit von Albert Riera in der Bundesliga, aber auch ein sportlicher Rückschritt der Frankfurter Eintracht.


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