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·24 de abril de 2026

Zu wenig für Real Madrid: Warum Arbeloa im Sommer gehen muss

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Das Champions-League-Aus von Real Madrid gegen den FC Bayern hat die Diskussion um Trainer Alvaro Arbeloa deutlich verschärft. Klar ist aber auch, dass es nicht nur um das Ausscheiden geht. Bei den Königlichen zählen Titel, Entwicklung und der Eindruck, dass der Trainer der Mannschaft eine Richtung vorgibt.

Genau daran fehlt es bei Arbeloa mittlerweile zu deutlich. Auch wenn Real Madrid die Entscheidung noch nicht offiziell getroffen hat, spricht nach der insgesamt enttäuschenden Rückrunde fast alles dafür, dass der Klub im Sommer erneut einen Schnitt machen muss.


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Bei Real Madrid zählt die Ausbeute

Natürlich kann man argumentieren, dass Arbeloa in einer komplizierten Lage übernommen hat. Xabi Alonso war im Januar schon wieder Geschichte, die Saison war da bereits unruhig und der Druck enorm. Der 43-Jährige kam aus dem Nachwuchs als Notlösung mit Stallgeruch. Genau deshalb wäre ein gewisses Maß an Nachsicht nachvollziehbar. Nur: Bei Real Madrid gibt es diese Nachsicht nur sehr begrenzt. Vor allem gibt es sie nicht, wenn die Bilanz am Ende leer bleibt.

Das Ausscheiden in der Königsklasse hat das Bild bestätigt. Real wirkte über weite Strecken nicht wie eine Mannschaft, die unter diesem Trainer schon den nächsten Schritt gemacht hat. Es gab ordentliche Phasen, es gab auch Spiele, in denen die Mannschaft ordentlich reagierte. Aber es gab zu wenig Entwicklung und vor allem zu wenig Substanz für einen Klub, bei dem Halbfinale oder Viertelfinale eben nicht als akzeptables Ende gelten.

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Foto: Getty Images

Arbeloa hat sich nach dem Aus betont loyal und zurückhaltend gegeben. Er stellte seine Person nicht in den Vordergrund, verwies auf die verbleibenden Ligaspiele und überließ die Zukunftsfrage dem Klub. Es ändert aber nichts an der Grundlogik des Vereins. Real Madrid hat eine inoffizielle Regel, die längst zur Tradition geworden ist: Wenn du ohne großen Titel bleibst, wird es eng. Das galt für deutlich größere Trainerfiguren als Arbeloa. Zinedine Zidane, der einst ebenfalls nicht als gestandener Toptrainer kam, musste nach einer titellosen Saison gehen, Carlo Ancelotti auch. Warum sollte ausgerechnet Arbeloa diese Regel aushebeln?

Die wichtigsten Argumente für ihn reichen am Ende nicht aus

Es gibt aber auch Punkte, die für den 43-Jährigen sprechen. Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass die Kabine ihn unterstützt. Er soll das Klima verbessert, die Mannschaft stabilisiert und in einem schwierigen Moment zumindest für Professionalität gesorgt haben. Auch einzelne Spieler äußerten sich positiv. Aber genau darin liegt auch das Problem. Das stärkste Argument für Arbeloa ist aktuell nicht die sportliche Entwicklung, sondern dass die Stimmung besser wurde und die Mannschaft ihn mag. Für einen Klub wie Real Madrid ist das als Hauptargument zu wenig.

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Foto: Getty Images

Ein Trainer bei Real muss mehr liefern als Harmonie. Er muss dem Team ein klares Gesicht geben, Spiele auf höchstem Niveau prägen und am Ende Titel gewinnen oder zumindest sehr konkret angreifen. Arbeloa hat davon zu wenig vorzuweisen. Die Bilanz mit mehreren Niederlagen in kurzer Zeit, das Aus in der Champions League, die sechs Punkte Rückstand auf Barcelona (bei einem Spiel mehr) in La Liga. All das ergibt kein Profil eines Trainers, den Real mit voller Überzeugung in die neue Saison schicken kann.

Auch der Kontext spricht gegen ihn

Hinzu kommt, dass die Königlichen selbst längst in größeren Kategorien denken. In Berichten tauchen bereits Namen wie Mauricio Pochettino, Didier Deschamps, Jürgen Klopp, Andoni Iraola oder sogar Sebastian Hoeneß auf. Ob all diese Optionen realistisch sind, ist erstmal zweitrangig. Entscheidend ist, dass Real Madrid gedanklich schon über Arbeloa hinaus sucht.

Das allein ist schon ein klares Signal. Wer intern wirklich als langfristige Lösung gesehen wird, über den wird nicht parallel so intensiv in Nachfolger-Kategorien gesprochen. Bei Arbeloa wirkt alles nach Übergang. Selbst die Tatsache, dass die Klubführung seine Situation offenbar erst nach Saisonende final bewerten will, ändert daran wenig.

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Mehr Hoffnung als Überzeugung

Das stärkste Gegenargument gegen einen Wechsel lautet, dass ein weiterer Trainerwechsel Unruhe bringt und Arbeloa unter schwierigen Umständen vielleicht mehr Zeit verdient hätte. Das ist nicht völlig falsch. Nur würde ein Festhalten im Sommer weniger wie eine bewusste Entscheidung für ihn wirken, sondern mehr wie ein Hinauszögern des nächsten Problems.

Denn worauf würde Real dabei setzen? Auf die Hoffnung, dass aus einigen ordentlichen Ansätzen plötzlich ein titelfähiges Projekt wird. Auf die Hoffnung, dass eine von Bayern entzauberte und in La Liga zurückgefallene Mannschaft unter dem Ex-Real-Verteidiger doch noch den nächsten Sprung macht. Für einen normalen Topklub wäre das denkbar. Für Real Madrid ist es normalerweise zu wenig.

Deshalb führt an der Trennung im Sommer eigentlich kein Weg vorbei. Nicht, weil Arbeloa alles falsch gemacht hätte. Sondern weil er in diesen Monaten nicht das gezeigt hat, was ein Trainer bei Real Madrid zeigen muss, um übergangslos weitermachen zu dürfen.

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