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·26 de maio de 2026
Zwischen Wertschätzung und Leistungsprinzip – warum die Personalie Cenk Özkacar polarisiert

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Simon Bartsch
26 Mai, 2026
Bleibt er oder kehrt er dem FC den Rücken? Das ist nach Informationen von come-on-fc.com noch nicht vollends geklärt. Die Parteien befinden sich noch in Gesprächen. Allerdings gerieten diese zuletzt ein wenig ins Stocken. So oder so wird über den Abwehrspieler heftig diskutiert.
Cenk Özkacar und Jakub Kaminski jubeln nach dem Spiel
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Cenk Özkacar traute seinen Augen nicht, als Ragnar Ache mit einer artistischen Einlage zum 1:0 gegen die TSG Hoffenheim traf. Der Türke riss die Augen weit auf, fasste sich mit den Händen ins Gesicht – ungläubig, kopfschüttelnd. Das Tor hätte er dem Angreifer so offenbar nicht zugetraut. Es dürfte gute Chancen bei der Tor-des-Jahres-Wahl haben. Doch nicht nur der Treffer wird in Erinnerung bleiben, die Reaktion Özkacars ganz sicher auch. Sicherlich eine der schönen Erinnerungen, sollte der Spieler den Verein verlassen. Denn am Sonntag machte eine Meldung aus Spanien die Runde, der FC werde die Kaufoption des Spielers nicht ziehen. Die Entscheidung ist zwar noch nicht final gefallen. Sie könnte aber gegen den Türken ausgehen. Und das sorgte am Montag für ordentlich Gesprächsstoff. Auch, weil Özkacar während der Saison durch Leistung überzeugte. Die Begegnung gegen Hoffenheim fiel zumindest in eine Phase, die vielleicht als Wendepunkt in der Saison des Spielers angesehen werden kann.
Özkacar wurde im vergangenen Sommer vom FC Valencia ausgeliehen, der Vertrag mit einer Kaufoption in Höhe von zwei Millionen Euro versehen. Doch der Wechsel war vom ersten Moment von Skepsis begleitet. Die Leihe nach Köln war bereits die fünfte seit 2018. Wirklich überzeugt hatte der Innenverteidiger selten. Auch beim FC hatte Özkacar von Beginn an einen schweren Stand, kam in der Liga bis Ende Oktober auf zwei Kurzeinsätze. Das Bild änderte sich mit dem Jahreswechsel. Auch aufgrund der Verletzungen der halben Innenverteidigung bekam der Abwehrspieler seine Chance. Und Özkacar nutzte diese, spielte in 2026 nur zwei Begegnungen nicht, stand sonst nahezu in jeder Begegnung in der Startformation, verdrängte sogar Spieler wie Rav van den Berg auf die Bank. Der Türke strahlte auf dem Platz eine enormen Ruhe aus, wirkte meist routiniert und schien die Defensive zu stabilisieren. Vor allem bewegte sich der Akteur mit einer beeindruckenden Konstanz durch die Liga, hatte nur wenige Ausreißer nach unten, eigentlich erst am Ende der Saison.
Özkacar war zur Stelle als die Kölner personell am Stock gingen, die Wertschätzung, die der Abwehrspieler gerade erfährt, ist verdient. Gefühlt wären die zwei Millionen Euro Ablöse also ein Schnäppchen, zumal der Marktwert des Spielers auf drei Millionen eingeschätzt wird. Und doch gibt es auch kritische Stimmen, deren Enttäuschung sich bei einem Abschied wohl in Grenzen hielt. Denn auch wenn Özkacar sich wenig zu Schulden kommen ließ, so gut wie keine folgenschweren Fehler machte, wird im Netz durchaus die Frage gestellt, ob der Innenverteidiger die Qualitäten für die Bundesliga habe. Die Werte des Abwehrspielers sind sicher nicht alle top. Özkacar gewann 56 Prozent seiner Zweikämpfe. Mit diesem Wert liegt der Türke in der internen Statistik auf Rang sieben, in der gesamten Liga jenseits Platz 100. Ähnlich verhält es sich in der Quote der angekommenen Pässe, bei denen Innenverteidiger eigentlich immer besonders gut wegkommen. Mit seinen 85 Prozent liegt er auch hier intern auf Platz sieben, ligaweit auf Platz 108.
Immerhin liegt Özkacar bei den gewonnenen Kopfbällen mit 67 auf Rang drei der Kölner, hinter Ragnar Ache und Eric Martel. Als das größte Problem wollen die Fans im Netz aber die Geschwindigkeit des Spielers ausgemacht haben. Tatsächlich kommt der 25-Jährige auf eine Höchstgeschwindigkeit von 33,5 km/h und liegt damit weit hinten im Vereins- aber auch Ligavergleich. Natürlich gehört mehr zu der Leistung als „nur“ Werte sowie Statistiken, und doch müssen die FC-Bosse durchaus abwägen, ob es für die kolportierte Ablöse von zwei Millionen Euro nicht eine Alternative gäbe, die am Ende bessere Werte aufweist. Zumal das bisherige Gehalt weit über die normalen Grenzen in Köln hinaus geht. Und genau darum scheint es in den Gesprächen aktuell zu gehen. Dass Özkacar aber Bundesliga spielen kann, hat er in dieser Saison durchaus bewiesen.







































