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·20. August 2026
1. Runde im DFB-Pokal: So stehen die Chancen der Drittligisten

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·20. August 2026

Gleich zwölf Drittligisten sind am anstehenden Wochenende im DFB-Pokal gefordert – und hoffen dabei auf Überraschungen gegen die klassenhöheren Gegner. Darüber hinaus stehen damit einhergehend Zusatzeinnahmen von über 400.000 Euro in Aussicht. liga3-online.de wirft einen Blick auf alle Partien und schätzt die Chancen der Drittliga-Klub ein.
Den Auftakt macht am Freitagabend der SC Preußen Münster, der nach dem Abstieg aus der 2. Liga ordentlich in die Saison gestartet ist. Entgegen anderer Beispiele des Mitabsteigers aus Düsseldorf oder weiterer Konkurrenten der Vorjahre zeigten sich die Adlerträger mit vier Punkten bisher glanzlos gut und wollen diese Form auch mit in die Auftaktpartie am Freitagabend mitnehmen. Dabei war der Gast aus Karlsruhe (ebenfalls mit vier Punkten zu Saisonbeginn) in der vergangenen Saison noch Ligakonkurrent. Damals verlor der SCP zweifach – kann er dieses Mal etwas dagegen setzen?
Chance aufs Weiterkommen: 30 Prozent
Derbyzeit im Carl-Benz-Stadion! Seit Wochen elektrisiert das Süd-West-Duell die Anhänger beider Teams, sodass es nicht verwundert, dass die Partie nur wenige Tage nach Verkaufsstart mit knapp 23.000 Zuschauern ausverkauft war. Hinzu kommt der positive Saisonauftakt des SV Waldhof, der mit teilweise mitreißendem Offensivfußball in den ersten beiden Spielen vier Zähler sammelte. Gegen die Lautrer, die mit zwei torlosen Remis etwas stockend in die Saison gestartet sind, soll mit der Unterstützung der Anhänger nun auch im Pokal die Überraschung gelingen. Zuletzt waren die Hausherren in der Saison 2022/23 im Pokal vertreten und konnten die Erstrundenpartie gegen Holstein Kiel für sich entscheiden. Gegen den FCK ist Mannheim allerdings seit acht Partien ohne Sieg.
Chance aufs Weiterkommen: 40 Prozent
Und täglich grüßt das Murmeltier werden sich die Fans des F.C. Hansa wohl bei der Auslosung durch "Losfee" Deniz Aytekin gedacht haben, denn der VfB Stuttgart ist kein unbekannter Gast im Ostseestadion. Bereits von 2018 bis 2020 war der Bundesligist in drei aufeinander folgenden Jahren im DFB-Pokal gefordert und konnte dabei sogar einmal geschlagen werden. Während es für den Vorjahresfinalisten das erste Pflichtspiel der Saison ist, ist Hansa mit vier Punkten positiv in die Saison gestartet. Ein Vorteil für den Underdog? Das Stadion wird mit 27.000 Zuschauern jedenfalls sehr wahrscheinlich ausverkauft sein.
Chance aufs Weiterkommen: 15 Prozent
Mit null Punkten und 1:7 Toren hat der SVWW den Saisonstart gründlich in den Sand gesetzt und bestätigte damit die besorgniserregende Entwicklung mit nur einem Sieg seit März. Schwer zu glauben, dass der Umschwung ausgerechnet gegen den haushoch favorisierten Vorjahreshalbfinalisten aus der Bundesliga gelingt. Hoffnung macht gegen die neu formierte Werkself mit Neu-Trainer Carles Martinez wohl nur die Erstrunden-Partie des Vorjahres: Damals holte man gegen Rekordsieger Sieger Bayern München ein 0:2 auf und verlor letztlich nur knapp.
Chance aufs Weiterkommen: 5 Prozent
Gelingt dem FCS mal wieder eine Pokalüberraschung? Nach der sensationellen Pokal-Reise 2023/2024 mit Siegen gegen Bayern München und Borussia Mönchengladbach war der FCS zwar zuletzt zweimal in der ersten Runde gegen einen Zweitligisten jeweils knapp gescheitert, doch aktuell ist die Euphorie mit zwei Siegen zum Auftakt im Saarland einmal mehr überschwänglich. Nicht zuletzt durch den Last-Minute-Treffer von Kai Brünker beim Erfolg in Regensburg. Allerdings gab sich auch der Gegner aus der Hauptstadt bisher mit sechs Punkten zum Saisonbeginn keine Blöße. Die Zuschauer im ausverkauften Ludwigspark dürften sich also auf eine unterhaltsame Partie freuen.
Chance aufs Weiterkommen: 35 Prozent
Die Kölner gehen mit einem durchwachsenen Saisonstart in das Pokal-Duell gegen den 1. FC Nürnberg. Zwar konnte sich die Wilhelm-Elf mit dem 3:1-Erfolg beim VfB Stuttgart II die 2:5-Auftaktniederlage gegen Regensburg rehabilitieren, doch so Recht weiß die Mannschaft noch nicht, wo sie steht. Nun kommt der überzeugend in die Saison gestartete FCN an den Sportpark Höhenberg, den die Viktoria beim letzten Duell der beiden vor zehn Jahren in der ersten Pokalrunde ins Elfmeterschießen zwang. Geht es dieses mal wieder über 90 Minuten hinaus?
Chance aufs Weiterkommen: 25 Prozent
Der MSV hat es schon wieder getan: Mit zwei Siegen – unter anderem dem 4:2-Wendesieg in Verl – sind die Zebras einmal mehr überragend in die Saison gestartet und wollen diesen Schwung dementsprechend mit in das erste DFB-Pokal-Spiel seit sechs Jahren nehmen. Dabei erinnert vieles an den Traumstart des Vorjahres, in dem die Duisburger insbesondere in der heimischen Schauinsland-Reisen-Arena überzeugten und die gesamte Saison ungeschlagen blieben. Die über 20.000 Fans sollen nun auch gegen Bundesliga-Neuling Elversberg der entscheidende Faktor zugunsten des Drittligisten sein. Für Trainer Dietmar Hirsch wird es das erste Pokalspiel seiner Trainerlaufbahn – und das gegen seinen Ex-Klub.
Chance aufs Weiterkommen: 30 Prozent
Neben dem Aufstieg in die 3. Liga ist die erneute Teilnahme am DFB-Pokal des selbsternannten Dorfklubs wohl der größte Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte. Nachdem die Aspacher im Vorjahr allerdings noch gegen Bayer Leverkusen deutlich scheiterten, soll es dieses mal besser laufen. Mut macht dabei der zufriedenstellende Saisonauftakt mit einem Sieg und einer Niederlage gegen die Mitaufsteiger Fortuna Köln und SV Meppen. Gegen die Arminia, die im Mai letzten Jahres noch im Finale des DFB-Pokals stand, wird dies allerdings kein einfaches Unterfangen. Insbesondere sind die Augen der SGS-Defensive auf Joel Grodowski zu richten, der zuletzt dreifach traf.
Chance aufs Weiterkommen: 25 Prozent
Fortuna Düsseldorf hat einen klassischen Fehlstart hingelegt. Nach dem Abstieg aus der 2. Liga stehen die Rheinländer mit null Punkten und 1:4-Toren auf einem Abstiegsplatz. Dementsprechend groß ist die Unruhe bei den Rot-Weißen, bei denen im Umfeld immer wieder eine Trainerdiskussion angestoßen wird. Nun steht die Neuauflage des Zweitrunden-Duells des Vorjahres an, das die 95er unglücklich 1:3 verloren hatten. Dieses mal will es die Fortuna besser machen. Mit den Freiburgern, die letztmals vor 15 Jahren in der ersten Runde des DFB Pokals scheiterten, wartet ein unangenehmer Gegner.
Chance aufs Weiterkommen: 15 Prozent
Mit dem knappen 1:0-Erfolg gegen Havelse konnte RWE einen Fehlstart gerade so verhindern. Dennoch steht das spielerische Gerüst nach den Abgängen einiger Leistungsträger um Klaus Gjasula, Torben Müsel und Kaito Mizuta noch in der Entwicklungsphase. Einmal mehr steckt die Hoffnung also in der Unterstützung des heimischen Stadions an der Hafenstraße. Der Gegner aus Hamburg – mit zwei Remis in die Saison gestartet – ist in den vergangenen beiden Jahren jeweils erst im Elfmeterschießen gegen unterklassige Gegner in die 2. Runde eingezogen. Zwingt auch RWE den Zweitligisten an den Punkt?
Chance aufs Weiterkommen: 30 Prozent
Der SC Verl musste einmal mehr einen Riesen-Umbruch im Sommer hinnehmen. Neben Trainer Tobias Strobl verließen auch die acht (!) besten Torschützen den Verein. Zwar wird auch unter Neu-Coach Orest Shala am spielerischen Ansatz festgehalten, doch das veränderte Personal konnte sämtliche Ideen noch nicht vollständig adaptieren. Dementsprechend wenig überraschen die ersten beiden Saisonniederlagen. Umso glücklicher ist man an der Poststraße über das nun anstehende Pokalspiel, welches das erste seit der Saison 2019/2020 ist. Damals schafften es die Ostwestfalen ins Achtelfinale. Nun soll auch gegen den HSV der Coup gelingen.
Chance aufs Weiterkommen: 15 Prozent
Mit dem 4:0-Erfolg über den SV Wehen Wiesbaden sind die Würzburger Kickers so richtig angekommen in der 3. Liga. Nun will der Klub auch im Pokal für Furore sorgen. Dabei steht die Offensive um Doppelpacker Franjic natürlich mehr denn je im Fokus und soll auch gegen den Bundesligisten zünden. Chancenlos sind die Kicker nicht, musste der Gast aus Köln doch in den vergangenen fünf Jahren viermal in der Erstrundenpartie in die Verlängerung. Auch dieses mal?
Chance aufs Weiterkommen: 15 Prozent







































