18-Millionen-Transfer Agbadou unter Beschuss! Serdal Adali kontert Kritik und enthüllt die wahre Besiktas-Transferstrategie | OneFootball

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·14. Februar 2026

18-Millionen-Transfer Agbadou unter Beschuss! Serdal Adali kontert Kritik und enthüllt die wahre Besiktas-Transferstrategie

Artikelbild:18-Millionen-Transfer Agbadou unter Beschuss! Serdal Adali kontert Kritik und enthüllt die wahre Besiktas-Transferstrategie

Transfermathematik von Serdal Adali: So verteidigt Besiktas den Agbadou-Deal über 18 Millionen Euro

Besiktas-Präsident Serdal Adali hat sich deutlich zur Transferpolitik des Vereins geäußert und insbesondere auf die Diskussion um Emmanuel Agbadou reagiert. Der Verteidiger, für den eine Bonusstruktur von 18 Millionen Euro vereinbart wurde (mehr erfahren), stand zuletzt im Mittelpunkt der Kritik. Adali stellte nun klar, warum er Transfers mit Bonusmodellen gegenüber hohen Unterschriftsgeldern bevorzugt.

Der Klubchef betonte, dass die Winter-Transferperiode strategisch geplant gewesen sei und die finanzielle Gesamtbilanz trotz zahlreicher Bewegungen im Kader kontrolliert blieb. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Besiktas künftig keine Transfers mehr tätigen werde, die dem Verein langfristig schaden könnten.


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„Unterm Strich haben wir 7 Millionen Euro ausgegeben“

Adali unterstrich, dass die Personalrochaden im Januar nicht isoliert betrachtet werden dürften. „Ich habe viele Spieler zu anderen Vereinen transferiert. Wir haben in der Winter-Transferphase mit sieben Namen unterschrieben. Wenn wir die Gesamtkosten der Abgänge mit einbeziehen und abziehen, wurden sieben Millionen Euro ausgegeben“, erklärte der 62-Jährige.

Mit dieser Rechnung wollte Adali verdeutlichen, dass Besiktas trotz namhafter Verpflichtungen unter dem Strich eine überschaubare Nettoinvestition getätigt hat. Die Entlastung durch Abgänge habe die finanzielle Belastung deutlich reduziert und dem Verein Spielraum verschafft.

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Warum Adali Bonusmodelle bevorzugt

Im Gespräch mit Fanatik ging Serdal Adali detailliert auf den Transfer von Emmanuel Agbadou ein (das sagt der Spieler zum Wechsel). Er verteidigte die Ablösestruktur entschieden und erklärte die Hintergründe seiner Denkweise: „Agbadou kommt für 18 Millionen. Ja, das stimmt! Ich ziehe es vor, die Überweisung mit einer Ablöse durchzuführen. Ansonsten muss man ein Unterschriftengeld für deb Spieler investieren, dazu die zu zahlende Managergebühr – es endet nicht!“

Adali führte aus, dass hohe feste Zahlungen oder außergewöhnliche Handgelder die interne Gehaltsstruktur destabilisieren könnten. „Die Spieler sagen dann auch, warum bekommt ein anderer fünf, wenn ich eins erhalte. Nehmen wir an, wir machen genau das und geben diesen Forderungen nach. Diesmal bricht das Gleichgewicht innerhalb des Teams. Wenn ich ‚Er bekommt 5, warum bekomme ich 1?‘ höre, entsteht Gruppierung. Deshalb ist es am gesündesten, den Transfer mit einer Ablöse abzuschließen.“

Damit argumentiert der Präsident nicht nur finanziell, sondern auch sportpolitisch. Für ihn sind Ablösemodelle leistungsbezogen, kontrollierbar und weniger riskant für die Teamhierarchie.

Klare Ansage: „Wir werden wegen keinen Spieler schaden nehmen“

Adali verwies zudem auf die wirtschaftlichen Altlasten, die durch Abgänge beseitigt wurden. „Schließlich sind uns die finanziellen Belastungen vieler Spieler erspart geblieben, die nicht in der Lage waren, die Erwartungen zu erfüllen. Wir haben Transfers getätigt, die einen großen Beitrag leisten könnten. Dabei haben wir nur sieben Millionen Euro ausgegeben. Wir werden von nun wegen keinem Spieler mehr schaden finanziellen nehmen“, sagte er.

Die Botschaft ist eindeutig: Besiktas will keine riskanten Konstruktionen mehr eingehen, die langfristig Druck auf das Budget ausüben. Stattdessen setzt der Klub auf eine kontrollierte, strategische Transferpolitik mit klar definierten Parametern.

Fokus auf das Stadt-Derby gegen RAMS Basaksehir

Während die Transferdebatte anhält, richtet sich der sportliche Fokus auf das Ligaspiel am Sonntagabend gegen RAMS Basaksehir. Unter der Leitung von Trainer Sergen Yalcin bereiten sich die „Schwarzen Adler“ auf das Istanbuler Stadt-Derby vor.

Verzichten muss Besiktas dabei auf Mittelfeldspieler Wilferd Ndidi, der sich aufgrund der Beerdigung seines bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Vaters in Nigeria befindet. Auch Rechtsverteidiger Taylan Bulut, der derzeit in Deutschland weilt, steht nicht zur Verfügung.

Die Transfermathematik von Serdal Adali ist damit nicht nur eine finanzielle Argumentation, sondern auch ein Signal an Fans und Mannschaft: Besiktas will sportlichen Erfolg – aber ohne strukturelle Risiken, die den Verein in Zukunft belasten könnten.

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