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·18. September 2026

DFB-Bundestag entscheidet über Frauen-Bundesliga-Ausgliederung * Heute im Livestream

Artikelbild:DFB-Bundestag entscheidet über Frauen-Bundesliga-Ausgliederung * Heute im Livestream

Frankfurt – Am heutigen Freitag, den 18.9.2026, tagt der Außerordentliche DFB-Bundestag ab 15.00 Uhr. Die 256 stimmberechtigten Delegierten entscheiden über die Ausgliederung der Frauen-Bundesliga in den Ligaverband FBL. Die Sitzung wird live auf DFB-TV und YouTube übertragen.

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LEIPZIG, DEUTSCHLAND – 12. September 2026: Blick auf das Stadion am Cottaweg vor dem Google Pixel Frauen-Bundesliga-Spiel zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Nürnberg. (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)


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Frauen-Bundesliga vor Eigenständigkeit

Der zentrale Tagesordnungspunkt betrifft die strukturelle Neuaufstellung des Frauenprofifußballs. Die Delegierten stimmen über die notwendigen Satzungsänderungen sowie den Grundlagenvertrag mit dem FBL e.V. ab. Bei einer Zustimmung – die als sehr wahrscheinlich gilt – tritt die neue Struktur zum 1. Juli 2027 in Kraft.

Der Weg dorthin war von Konflikten geprägt. Ursprünglich hatten DFB und FBL ein Joint Venture zur gemeinsamen Professionalisierung geplant. Einen Tag nach der Vergabe der EM-Endrunde 2029 an Deutschland eskalierte der Streit über Entscheidungsbefugnisse. Die FBL gründete sich im Dezember 2025 eigenständig. Ende Juni 2026 votierten die 14 Bundesligisten für den im Mai mit dem DFB ausgehandelten Grundlagenvertrag, Anfang September folgte die Einigung auf einen Pachtvertrag.

DFB-Präsident Neuendorf bezeichnete die Einigung als „entscheidenden Schritt für die Zukunft der Frauen-Bundesliga“. Beide Seiten hätten „intensiv daran gearbeitet, eine tragfähige Grundlage für die neue Struktur zu schaffen“.

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Bernd Neuendorf

Nach dem Vorbild der Männer-Bundesliga soll die FBL eine GmbH als operative Tochtergesellschaft aufbauen. Diese übernimmt Spielorganisation, Vermarktung und strategische Weiterentwicklung. Eine externe Personalberatung sucht bereits nach einer hauptamtlichen Geschäftsführung. Sitz der Ligagesellschaft wird die frühere DFB-Zentrale in Frankfurt am Main.

Mit der Ausgliederung wird die FBL e.V. ordentliches DFB-Mitglied. Ligaverbands-Präsidentin Katharina Kiel erhält einen Sitz im DFB-Präsidium. Beim DFB verbleiben die Zuständigkeiten für Nationalmannschaften, Nachwuchsbereich und untere Spielklassen.

Investitionsrahmen und Medienrechte

Die Klubs verfolgen ein klares Ziel: den internationalen Anschluss wiederherzustellen. Zahlreiche Topspielerinnen wechselten in den vergangenen Jahren ins Ausland, die Bilanz im Europacup fiel schwach aus. Um den Trend umzukehren, planen die Vereine Investitionen zwischen 700 und 800 Millionen Euro in den kommenden Jahren.

Unmittelbar nach dem Bundestag steht die Vergabe der Medienrechte für die nächsten zwei Spielzeiten an. Die laufenden Verträge laufen aus, aktuell erlöst die Liga 5,17 Millionen Euro pro Saison. Alle Partien sind bei MagentaTV und DAZN zu sehen, Montagsspiele zusätzlich bei Sport1. ARD und ZDF zeigen ausgewählte Begegnungen.

„Wir sind froh, wenn wir das Erlöspotenzial erhalten. Die Reichweite steht im Vordergrund“, sagte Kiel zuletzt dem ZDF.

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FRANKFURT AM MAIN, DEUTSCHLAND – 10. Dezember 2025: Präsidentin Katharina Kiel und die Vizepräsidenten Veronica Sass und Florian Zeutschler (v. l.) sprechen bei einer Pressekonferenz der neu gegründeten Women’s Bundesliga FBL im Deutsche Bank Park mit den Medien. (Foto: Getty Images)

Ein weiteres Reformthema: Die FBL prüft ein Playoff-Modell für mehr Spannung im Meisterschaftskampf. Der FC Bayern und der VfL Wolfsburg, die die vergangenen 14 Meistertitel unter sich ausmachten, lehnen das Format ab. Über die Pläne entscheidet die Vereinsversammlung am 30. November. Auch die Aufteilung der Spieltage soll reformiert werden – die unbeliebten Montagsspiele dürften dabei entfallen.

Neuendorf bereits wiedergewählt

DFB-Präsident Bernd Neuendorf  wurde bereits im November 2025 ohne Gegenkandidaten für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Seit März 2022 steht der frühere Journalist und NRW-Staatssekretär an der Spitze des Verbandes.

Unter Neuendorf hat der DFB seine finanzielle Situation nach eigenen Angaben stabilisiert. Das zuvor bestehende strukturelle Defizit wurde beseitigt. Für zusätzliche Einnahmen sorgt ab 2027 zudem der neue Ausrüstervertrag mit Nike. Medienberichten zufolge soll dieser dem DFB rund 100 Millionen Euro pro Jahr einbringen. Der Verband selbst bestätigt diese Summe nicht.

Ausblick

Langfristig denkt der DFB offenbar auch an eine Bewerbung für die Männer-WM 2038 oder 2042. Dazu kommen Investitionen in die Nachwuchsförderung und die Infrastruktur im Amateurfußball. Der Bundestag behandelt 15 Tagesordnungspunkte – die formelle Bestätigung Neuendorfs und die FBL-Ausgliederung sind nur der Anfang von Entscheidungen, die den Verband für Jahre prägen werden.

FAQ zum DFB-Bundestag

Wann findet der DFB-Bundestag statt?

Der außerordentliche DFB-Bundestag findet am Freitag, 18. September 2026, digital ab 15.00 Uhr statt.

Was wird beim DFB-Bundestag entschieden?

Im Mittelpunkt steht die geplante Ausgliederung der Frauen-Bundesliga in den Ligaverband FBL. Die Delegierten stimmen über notwendige Satzungsänderungen und den Grundlagenvertrag mit dem FBL e.V. ab.

Wird der DFB-Bundestag im TV übertragen?

Die Sitzung soll live übertragen werden. Im Mittelpunkt der Übertragung stehen die Entscheidungen des außerordentlichen DFB-Bundestags und insbesondere die Abstimmung über die neue Struktur der Frauen-Bundesliga.

Wo kann man den DFB-Bundestag im Livestream sehen?

Der DFB-Bundestag soll über die offiziellen digitalen Kanäle des Deutschen Fußball-Bundes verfolgt werden. Als Übertragungswege werden DFB-TV und YouTube genannt.

Wird Bernd Neuendorf beim Bundestag wiedergewählt?

Nein. Bernd Neuendorf steht beim außerordentlichen DFB-Bundestag nicht erneut zur Wahl. Der DFB-Präsident wurde bereits im November 2025 ohne Gegenkandidaten für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.

Wann soll die neue Struktur der Frauen-Bundesliga starten?

Bei einer Zustimmung zu den erforderlichen Beschlüssen soll die neue Struktur zum 1. Juli 2027 in Kraft treten. Die FBL soll dann größere Verantwortung für Organisation, Vermarktung und die strategische Weiterentwicklung der Liga übernehmen.

Was passiert mit den Medienrechten der Frauen-Bundesliga?

Die laufenden Medienverträge enden nach der Saison 2026/27. Aktuell erlöst die Liga 5,17 Millionen Euro pro Saison. Die Neuvergabe der Medienrechte für die folgenden Spielzeiten steht im Zusammenhang mit der Neuordnung der Frauen-Bundesliga an.

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