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·17. September 2026
FBL vor dem Durchbruch: So soll die Frauen-Bundesliga künftig eigenständig werden

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Am 18. September 2026 könnte der deutsche Frauenfußball einen tiefgreifenden Strukturwandel erleben. Der Außerordentliche Bundestag des DFB soll den Weg für die eigenständige Frauen-Bundesliga unter dem Ligaverband FBL freimachen. Der außerordentliche Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes wird ab 15.00 Uhr auf DFB-TV und YouTube übertragen.

FRANKFURT AM MAIN, DEUTSCHLAND – 10. Dezember 2025: Präsidentin Katharina Kiel und die Vizepräsidenten Veronica Sass und Florian Zeutschler (v. l.) sprechen bei einer Pressekonferenz der neu gegründeten Women’s Bundesliga FBL im Deutsche Bank Park mit den Medien. (Foto: Getty Images)
In der digitalen Sitzung am DFB-Campus entscheiden 256 stimmberechtigte Delegierte über die erforderlichen Satzungsänderungen sowie die vertragliche Übergabe der Liga an die FBL. Bei einem positiven Votum am Freitag ab 15.00 Uhr wäre der Startschuss für eine neue Organisationsform gefallen.
Der Beschluss hätte historische Tragweite: Die Frauen-Bundesliga soll sich künftig eigenständig steuern und vermarkten. Nach einer Übergangsphase würde der Grundlagenvertrag zum 1. Juli des kommenden Jahres in Kraft treten. DFB-Generalsekretär Holger Blask hatte den Delegierten im Vorfeld empfohlen, den Plänen zuzustimmen.
Hinter der Neuausrichtung steht vor allem die Sorge, im internationalen Wettbewerb weiter zurückzufallen. Deutschlands höchste Frauen-Spielklasse hat zuletzt an Boden gegenüber ausländischen Ligen verloren. Nationalspielerinnen und weitere Spitzenspielerinnen wechselten zunehmend ins Ausland. Die FBL soll diese Entwicklung stoppen und die Bundesliga sportlich wie wirtschaftlich wieder stärken.
Der Weg zur geplanten Eigenständigkeit verlief allerdings nicht durchgehend reibungslos. Zunächst hatten DFB und FBL ein Joint Venture vorgesehen, um die Professionalisierung gemeinsam voranzutreiben. Nach Differenzen über die Entscheidungsgewalt entschieden sich die 14 Klubs jedoch für einen eigenen Kurs. Rund 25 Jahre nach der Abspaltung des Männerprofifußballs vom DFB streben nun auch die Frauen-Bundesliga-Vereine die Loslösung an.
Ende Juni hatten die Klubs dem im Mai ausgehandelten Grundlagenvertrag mit dem DFB zugestimmt. Anfang September folgte die Einigung auf einen Pachtvertrag. DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärte: „Beide Seiten haben in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, eine tragfähige Grundlage für die neue Struktur zu schaffen. Wir sind überzeugt, dass die Liga auf dieser Basis ihre positive Entwicklung fortsetzen und ihre sportliche wie wirtschaftliche Attraktivität weiter steigern kann.“
Mit der erwarteten Zustimmung würde die FBL e.V. ordentliches DFB-Mitglied. Ligaverbands-Präsidentin Katharina Kiel erhielte zudem einen Sitz im DFB-Präsidium. Nach dem Vorbild der Männer-Bundesliga und ihrer früheren Deutschen Fußball Liga plant die FBL außerdem die Gründung einer GmbH als Tochtergesellschaft.
Diese operative Ligagesellschaft soll zentrale Bereiche übernehmen, darunter den Spielbetrieb, die Vermarktung und die strategische Weiterentwicklung der Frauen-Bundesliga. Beim DFB verbleiben dagegen die Zuständigkeiten für die Nationalmannschaften, den Nachwuchsbereich und die unteren Spielklassen.
Um den Anschluss an die internationale Konkurrenz nicht weiter zu verlieren, will die FBL in den kommenden Jahren zwischen 700 und 800 Millionen Euro investieren. Ein erstes großes Arbeitsfeld sind die Medienrechte. Noch in diesem Jahr sollen die TV-Verträge für die folgenden beiden Spielzeiten vergeben werden.
Kiel betonte zuletzt laut ZDF: „Wir sind froh, wenn wir das Erlöspotenzial erhalten. Die Reichweite steht im Vordergrund.“ Parallel beraten die Verantwortlichen über Maßnahmen, welche die Attraktivität der Liga erhöhen könnten. Dazu zählen auch Überlegungen zu möglichen Playoffs, die derzeit für Diskussionen sorgen.







































