FCBinside.de
·28. Februar 2026
50+1-Regel abschaffen? Klare Ansage von Bayern-Boss Hainer

In partnership with
Yahoo sportsFCBinside.de
·28. Februar 2026

FC Bayern-Präsident Herbert Hainer spricht offen über 50+1, Investoren und die Zukunft der Bundesliga – und findet deutliche Worte.
Der FC Bayern dominiert seit Jahren die Bundesliga – sportlich wie wirtschaftlich. Präsident Herbert Hainer widerspricht nicht dem Eindruck, dass der Rekordmeister dem nationalen Wettbewerb in vielen Bereichen überlegen ist. Dennoch betont der 70-Jährige die wechselseitige Bedeutung zwischen Klub und Liga.
„Die Bundesliga braucht den FC Bayern, und der FC Bayern braucht die Bundesliga“, erklärte Hainer vor Journalisten im Münchner Club Wirtschaftspresse. Für ihn steht fest: Trotz aller wirtschaftlichen Stärke bleibt die nationale Liga das Fundament des Erfolgsmodells.
Die Mechanik dahinter ist klar: Der FC Bayern sorgt mit seiner internationalen Strahlkraft für hohe Reichweiten und volle Stadien. Umgekehrt sichert die Meisterschaft regelmäßig die Teilnahme an der Champions League – jenem Wettbewerb, in dem die Münchner zuletzt allerdings nicht mehr an frühere Triumphe anknüpfen konnten. Seit dem Titelgewinn 2020 war spätestens im Viertelfinale Schluss.
Mit Blick auf den internationalen Wettbewerb sieht Hainer vor allem finanzielle Unterschiede als Problem: „Die Premier League nimmt jedes Jahr 4,5 Milliarden Euro ein, davon 2 Milliarden durch die Rechtevermarktung im Ausland, die Bundesliga nur 1,3 Milliarden Euro.“ Besonders in der Auslandsvermarktung bestehe deutlicher Nachholbedarf.
„Da muss die Bundesliga attraktiver werden“, forderte Hainer. Eine Abkehr von den nationalen Ligen oder die Gründung einer Super League lehnt er jedoch klar ab: „Die nationalen Ligen sind das Fundament der europäischen Fußballklubs und mit der Champions League sind wir international bestens aufgestellt.“
Anders positioniert sich Hainer bei der 50+1-Regel. Die Vorschrift soll verhindern, dass Investoren die Mehrheit an einem Klub übernehmen. Der Bayern-Präsident sieht hier Reformbedarf: „Ich bin der Meinung, dass man es den Klubs und ihren Mitgliedern überlassen sollte, wie viele Anteile sie abgeben wollen.“

Foto: IMAGO/Eibner
Aus seiner Sicht könnten zusätzliche Investoren helfen, die wirtschaftliche Kluft innerhalb der Liga zu verringern: „Wir können ja nicht schlechter werden, nur damit die anderen auch mal gewinnen.“
Trotz seiner offenen Haltung zur 50+1-Regel plant der FC Bayern selbst keinen grundlegenden Kurswechsel. In der Vereinssatzung ist festgeschrieben, dass Investoren maximal 30 Prozent übernehmen dürfen. Adidas, Allianz und Audi halten zusammen 25 Prozent an der FC Bayern AG.
Ein weiterer Investor steht laut Hainer aktuell nicht zur Debatte: „Wir sind wirtschaftlich unabhängig und wollen das auch bleiben.“









































