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·14. August 2026
"Absolute Pflicht": RWE unter Zugzwang – Brumme fällt aus

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Nur ein Spiel hat es gebraucht, bis es rund um Rot-Weiss Essen wieder unruhiger geworden ist. Entsprechend steht RWE vor dem Heimspiel gegen den TSV Havelse (Samstag, 14 Uhr) bereits unter Zugzwang. Trainer Uwe Koschinat hofft dabei auf einen Lerneffekt, muss aber auf Lucas Brumme verzichten.
Groß war er, der Ärger bei Trainer Uwe Koschinat nach der 2:5-Niederlage in Saarbrücken, als seine Mannschaft eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatte. Nach einem überzeugenden Auftritt in der ersten Halbzeit sei das Team in einen Mechanismus verfallen, "das Ergebnis eher zu verwalten", wodurch die eigene Spielweise zunehmend passiver geworden sei, blickte der 54-Jährige bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag nochmal zurück. Die Problematik habe sich in der Vorbereitung noch nicht abgezeichnet, weshalb man sie nun gemeinsam mit der Mannschaft aufgearbeitet habe. Dabei gehe es nicht darum, "in irgendeiner Form in Panik zu verfallen", sondern einen entsprechenden Lerneffekt zu erzielen. Auch im Hinblick auf das Abwehrverhalten, fielen doch gleich drei Gegentore durch Standards.
Gerade für die junge Mannschaft sieht Koschinat in den Erkenntnissen vom ersten Spieltag einen wichtigen Entwicklungsschritt. Es sei unmittelbar deutlich geworden, "in welchen Teilbereichen wir uns erheblich verbessern müssen". Diese Erkenntnisse seien bereits in die Trainingsarbeit eingeflossen. "Deswegen bin ich da total optimistisch, dass wir das auch entsprechend in den Griff kriegen", blickte der Coach zuversichtlich auf das Heimspiel gegen den TSV Havelse – und machte eine klare Ansage: "Es ist unsere absolute Pflicht, aber auch unser absoluter Wille, ein Top-Heimspiel zu zeigen und unsere Fans wieder ein Stück weit zu versöhnen."
Verzichten muss Koschinat allerdings auf Lucas Brumme, der schon seit einiger Zeit an Sprunggelenksproblemen laboriert. "Wir haben heute Morgen gemeinsam beschlossen, dass er für das morgige Spiel und auch das Pokalspiel am Mittwoch keine Rolle spielen kann." Nachdem er zuletzt bereits moderater trainieren musste, befinde sich der Flügelspieler nun in einem Zustand, der einen Einsatz nicht zulasse. "Er ist einfach nicht vollumfänglich einsatzfähig, deswegen werden wir das jetzt entsprechend behandeln", so Koschinat. Bis zum Pokalspiel gegen St. Pauli soll der 26-Jährige wieder zur Verfügung stehen. Als Ersatz kommen Aiman Dardari, Noah Pesch und Dickson Abiama infrage. Zudem schloss Koschinat auch eine Systemumstellung nicht aus.
Denkbar wäre etwa eine Dreierkette, mit der Essens Coach schon in der letzten Saison einige Mal spielen ließ. Der 54-Jährige betonte aber, dass die Formation nicht immer der entscheidende Faktor sei. Vielmehr komme es darauf an, einen ähnlichen aktiven Auftritt hinzulegen wie zu Spielbeginn in Saarbrücken – jedoch eben nicht nur in den ersten Minuten, sondern bestenfalls über die komplette Spieldauer. Damit die drei Punkte gegen Havelse an der Hafenstraße bleiben und die Unruhe im Umfeld nicht noch weiter zunimmt.
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