Acht-Tore-Spektakel unter Flutlicht: S04 gewinnt offensiven Schlagabtausch gegen Magdeburg | OneFootball

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FC Schalke 04

·21. Februar 2026

Acht-Tore-Spektakel unter Flutlicht: S04 gewinnt offensiven Schlagabtausch gegen Magdeburg

Artikelbild:Acht-Tore-Spektakel unter Flutlicht: S04 gewinnt offensiven Schlagabtausch gegen Magdeburg

Der FC Schalke 04 hat am Samstag (21.2.) den zweiten Sieg in Serie eingefahren: In einer offensiv geführten Partie gewannen die Königsblauen das Abendspiel gegen den 1. FC Magdeburg mit 5:3. Vor 61.378 Zuschauern in der VELTINS-Arena hatte Adil Aouchiche maßgeblichen Anteil am Führungstreffer, der als Eigentor von Jean Hugonet gewertet wurde. Für den S04 trafen zudem Edin Džeko, Doppelpacker Kenan Karaman und Dejan Ljubičić. Für die Gäste waren Alexander Nollenberger und Mateusz Zukowski per Doppelpack erfolgreich.

Nach dem 2:1-Auswärtssieg bei Holstein Kiel musste Chef-Trainer Miron Muslic in der Schalker Startelf eine Änderung vornehmen: Kevin Müller sprang zwischen den Pfosten für Loris Karius ein und absolvierte sein erstes Pflichtspiel für Königsblau. Karius stand wegen kurzfristig auftretender Rückenbeschwerden nicht zur Verfügung. Bis auf die Rochade auf der Torwartposition blieb die Startelf aber identisch – auf der Bank rückte Keeper Johannes Siebeking nach.


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Mit dem Anpfiff entwickelte sich in der lautstarken VELTINS-Arena gleich eine offene Partie. Den ersten Abschluss verzeichneten die Gäste nach einem Ballverlust von Dejan Ljubičić durch Noah Pesch, den Laurin Ulrich rechts freigespielt hatte (2.). Bei der anschließenden Ecke zeigte sich Kevin Müller direkt entschlossen und pflückte das Spielgerät in der Box sicher herunter.

Die Knappen hatten ebenfalls erste Abschlüsse und übernahmen mehr und mehr das Heft des Handelns. Durch Adil Aouchiche kamen sie in der 13. Minute gefährlich vor den FCM-Kasten. Der Franzose kam nach einem weiten Einwurf von Timo Becker kurz hinter der Sechzehnerkante als letztes an den Ball, zog volley aber links am Tor vorbei. 120 Sekunden später sorgte der Winterneuzugang dann für Jubel bei den Hausherren: Er nahm auf der linken Seite ein Zuspiel von Edin Džeko auf, marschierte in den Strafraum und hielt aus spitzem Winkel drauf. Jean Hugonet fälschte die Kugel für seinen Torhüter Dominik Reimann unhaltbar ab, sodass sie an ihm vorbei vom Innenpfosten in den Kasten fiel.

Doch nur zwei Minuten später erfolgte der sofortige Ausgleich: Alexander Nollenberger entwischte der Schalker Defensive auf Magdeburgs linkem Flügel und flankte in die Mitte zu Mateusz Zukowski. Der Stürmer machte das Spielgerät im Liegen fest und spielte zurück auf Nollenberger, der den Ball an Kevin Müller vorbei rechts ins Tor der Knappen zirkelte – 1:1. Königsblau zeigte sich von dem schnellen Gegentor jedoch unbeeindruckt und suchte seine Möglichkeiten bei Umschaltmomenten – Adil Aouchiche scheiterte in der Gefahrenzone allerdings am entscheidenden Pass (23.), Dejan Ljubičićs Rechtsschuss entschärfte Dominik Reimann (25.).

Wenig später übernahm Dejan Ljubičić dann die Rolle des Vorbereiters und bediente per überlegtem Querpass Edin Džeko. Der Bosnier bekam aus 14 Metern aber nicht genug Druck hinter seinen Abschluss, sodass Schlussmann Dominik Reimann diesmal keine Mühe hatte (28.). Džeko war auch neun Minuten danach wieder im Mittelpunkt, als er in einem Konter Tobias Müller per Haken aussteigen ließ, aber knapp am linken Pfosten vorbei zielte. Der dritte Edin-Džeko-Versuch sollte dann aber in Minute 39 sitzen: Nachdem Kenan Karaman einen flachen Pass von Nikola Katic links auf Adil Aouchiche rausgelegt hatte und dieser mit einer Rechtsflanke in die Mitte gab, setzte sich der Stürmer am zweiten Pfosten im Zweikampf mit Alexander Nollenberger durch und köpfte zur wiederholten Führung ein. Mit dem Stand von 2:1 ging es in die Kabinen.

Adil Aouchiche eröffnete Durchgang zwei mit einer Ecke von links, die Nikola Katic per Kopf verlängerte und am zweiten Pfosten an die Hand von Philipp Hercher geriet (47.). Schiedsrichter Timo Gerach zeigte sofort auf den Punkt und sprach den Knappen einen Elfmeter zu. Kapitän Kenan Karaman schnappte sich den Ball und verwandelte in der 49. Minute souverän unten links zum 3:1. Fast hätte Soufiane El-Faouzi nur 120 Sekunden später einen Drei-Tore-Abstand hergestellt, er blieb nach zuvor ansehnlichem Kombinationsspiel im Sechzehner aber an der FCM-Defensive hängen.

Stattdessen nutzten die Magdeburger ihre erste offensive Aktion nach Wiederbeginn in Person von Mateusz Zukowski zum 2:3 aus Gäste-Sicht. Eine abgefälschte Flanke von Philipp Hercher landete beim Angreifer, der aus 16 Metern nicht lange fackelte und den Ball kompromisslos ins S04-Gehäuse wuchtete (53.). Wie schon zu Beginn der Partie waren die Hausherren wieder um eine schnelle Reaktion bemüht. Ein weiterer Kopfball von Edin Džeko nach Soufiane-El-Faouzi-Hereingabe stellte Dominik Reimann aber vor keine Probleme (59.).

Beim 4:2 in der 64. Spielminute war der Keeper dagegen machtlos – diesmal hieß der S04-Torschütze Dejan Ljubičić. Er profitierte von der exzellenten Übersicht Edin Džekos, der nach einem Steckpass von Kenan Karaman noch mal einen Haken schlug, statt es selbst zu probieren und den besser postierten Mitspieler bediente – der Rest war Formsache. Es sollte nur 180 Sekunden dauern, bis die Knappen nun wirklich mit drei Toren in Führung gingen: Kenan Karaman spritzte in eine zu kurz geratene Kopfballrückgabe vom zur Halbzeit eingewechselten Lubambo Musonda und hatte alleine vor Torwart Dominik Reimann keine Mühe zum 5:2 einzuschieben.

Die Knappen präsentierten sich in dieser Phase sehr dominant und fuhren zahlreiche Angriffe. Der für Dejan Ljubičić in der 72. Minute hineingekommene Moussa Sylla ließ nur zwei Zeigerumdrehungen später von sich hören, als er zunächst von rechts abschloss und dann den Abpraller von Dominik Reimann auf Adil Aouchiche legte. Dieser konnte aus zentraler Position aber nur eine Ecke provozieren.

Der wilde Schlagabtausch in der VELTINS-Arena sollte in der 84. Minute aber auch noch einen weiteren Treffer des FCM parat halten – auch sie bekamen einen Elfmeter zugesprochen. Mertcan Ayhan, seit der 72. Minute für Timo Becker auf dem Platz, rempelte Mateusz Zukowski im strafbaren Bereich von hinten um. Der Gefoulte trat selbst an und vollstreckte ins linke Eck zum 3:5. Die Gäste aus Sachsen-Anhalt suchten in der Folge noch mal ihr Glück, es blieb aber auch in der sechsminütigen Nachspielzeit bei dem Acht-Tore-Spektakel und dem ersten Heimsieg des FC Schalke 04 in der laufenden Rückrunde.

Weiter geht’s für den S04 am 24. Spieltag der 2. Bundesliga wieder zur Topspiel-Zeit – diesmal bei der SpVgg Greuther Fürth. Anstoß beim Kleeblatt ist demnach am Samstag (28.2.) um 20.30 Uhr.

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