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·18. Januar 2026
Africa-Cup: Marokkos WM-Ambitionen bekommen am Finaltag einen Kratzer

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·18. Januar 2026

Vor dem Afrika-Cup-Finale zwischen Marokko und Senegal kritisiert der senegalesische Verband mangelnde Sicherheit, schlechte Unterbringung und unfaire Ticketverteilung.
Der Afrika-Cup sollte ein Fest des afrikanischen Fußballs sein. Doch wenige Stunden vor dem Finale zwischen Marokko und Senegal überschatten schwere Vorwürfe die Vorfreude. Der senegalesische Verband spricht von Missständen, die mit einem Turnier dieser Größenordnung nicht vereinbar seien. Das sind keine Kleinigkeiten, die hier zur Sprache kommen.
Wenn Nationaltrainer Pape Thiaw sagt, seine Spieler hätten bei der Ankunft am Bahnhof in Gefahr sein können, dann ist das ein Alarmzeichen. Mangelnde Sicherheitsvorkehrungen bei einem Team mit Stars wie Sadio Mané und Nicolas Jackson vom FC Bayern München – das darf schlicht nicht passieren. Ein Gastgeber, der ein Finale ausrichtet, muss die Sicherheit aller Beteiligten garantieren können. Punkt.
Doch die Kritik geht weiter. Die Unterbringung der senegalesischen Mannschaft war offenbar erst nach einem Protest auf dem Niveau, das man von einem Finalisten erwarten darf. Ein Fünf-Sterne-Hotel für eine Nationalmannschaft vor dem wichtigsten Spiel des Kontinents sollte selbstverständlich sein, nicht das Ergebnis von Beschwerden. Hinzu kommt ein Trainingsplatz, der Unmut hervorrief. All das nährt den Verdacht, dass hier nicht mit gleichen Maßstäben gemessen wurde.
Besonders brisant ist die Frage der Ticketverteilung. Rund 3000 Karten für die senegalesischen Fans in einem Stadion mit 69.500 Plätzen – das ist ein Verhältnis, das Fragen aufwirft. Natürlich hat der Gastgeber einen Heimvorteil, das gehört zum Fußball. Aber wenn ein Verband öffentlich von Benachteiligung spricht, dann geht es um mehr als nur um Stimmung auf den Rängen. Es geht um Fairness.
Das marokkanische Organisationskomitee reagierte mit dem Hinweis auf ausreichende organisatorische Maßnahmen und der Bitte an die Fans, fünf Stunden vor Anpfiff zu erscheinen. Das klingt nach Schadensbegrenzung, nicht nach souveräner Turnierführung.
Marokko hat große Ambitionen. Das Land richtet die Weltmeisterschaft 2030 mit aus. Dieser Afrika-Cup war auch eine Visitenkarte für die große Bühne. Umso schwerer wiegen die Vorwürfe aus Senegal. Denn wer auf höchstem Niveau mitspielen will, muss auch abseits des Platzes höchste Standards erfüllen.
Das Finale wird gespielt werden, und sportlich wird es vermutlich ein großes Spiel. Aber der Schatten dieser Kontroverse wird bleiben. Der afrikanische Fußball hat Besseres verdient als einen Streit über Hotelzimmer und Sicherheitslücken am Tag des wichtigsten Spiels.









































