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·15. September 2026
Alles, was ihr zum 6. Spieltag wissen müsst

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Teil eins der Englischen Woche hatte sogleich einige bemerkenswerte Ergebnisse parat, die auch zu den beiden ersten Trainerwechseln der Saison führten. Wie geht es nun mit Teil zwei weiter? Die Antwort erfahren wir zur besten Sendezeit am Dienstag- und Mittwochabend. Den Überblick über das Programm bekommt ihr in unserer Vorschau.
Die 3. Liga hat ihren ersten beiden Trainerwechsel: Zunächst wurde Daniel Scherning am Montag in Wiesbaden von seinen Aufgaben entbunden. Zwei Punkte nach fünf Spielen waren deutlich zu wenig für die eigentlich ambitionierten Hessen, die weiterhin als einziges Team noch sieglos sind. Den nächsten Anlauf nimmt der SVWW nun unter den Interimstrainern Frank Steinmetz und Giuliano Modica im Auswärtsspiel bei Fortuna Köln am Mittwochabend. Außerdem gab der F.C. Hansa Rostock am Dienstagvormittag bekannt, Daniel Brinkmann freigestellt zu haben. Die 0:4-Klatsche bei Viktoria Köln am vergangenen Freitag hatte die Zweifel der Verantwortlichen zu groß werden lassen. Für das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II am Mittwochabend wird die Kogge nun vom Co-Trainerteam um Yannic Thiel und Adam Susac betreut.
Und was steht eigentlich am Dienstagabend an? Hier darf gespannt beobachtet werden, wie der MSV Duisburg auf die erste Saisonniederlage reagiert, die die Zebras im stimmungsvollen Straßenbahnderby gegen Düsseldorf einstecken mussten. Die Truppe von Trainer Dietmar Hirsch empfängt den TSV Havelse. Derbysieger Fortuna Düsseldorf tritt wiederum auswärts bei Jahn Regensburg an und möchte den Sieg gegen Duisburg mit einem weiteren Erfolg vergolden. Druck herrscht am Dienstag auch in Würzburg, wo die Kickers nach drei teils deutlichen Pleiten in Folge gegen Alemannia Aachen wieder etwas Zählbares einfahren wollen.
Regensburg vs. Düsseldorf: Vergoldet die Fortuna den Derby-Sieg?
Groß war er, der Düsseldorfer Jubel nach dem in der Schlussphase unter Dach und Fach gebrachten 2:1-Sieg gegen den Rivalen MSV Duisburg. Mit sieben Punkten aus den vergangenen drei Partien scheint die Fortuna mittlerweile in der Saison angekommen zu sein, auch tabellarisch (Platz 11) sieht die Lage inzwischen schon etwas freundlicher aus. Nun soll der erste Auswärtssieg unter der Regie von Alexander Ende folgen. Dabei kann der Coach die Breite seines Kaders ausnutzen und angesichts der Englischen Woche etwas rotieren: Der tolle Kader erlaube es, "Jungs auf den Platz zu schicken, die jetzt vielleicht ein Ticken frischer sind", so Ende am Montag .
Und Gegner Jahn Regensburg? Die Oberpfälzer konnten jüngst gegen Alemannia Aachen ihre Niederlagenserie stoppen. Nach zuvor drei Pleiten in Folge lag die Mannschaft von Sascha Hildmann auch am Tivoli früh mit 0:2 zurück, berappelte sich aber und egalisierte das Spiel. "Das spricht für den Charakter der Mannschaft", freute sich Hildmann im Nachgang. Gegen Düsseldorf soll nun vor heimischem Publikum an diese Moral angeknüpft werden. Die Bilanz mahnt jedoch zur Vorsicht: Erst einmal in 13 Duellen konnte der Jahn gegen die Rheinländer gewinnen.
Duisburg vs. Havelse: Wie reagiert der MSV auf die erste Niederlage?
Vieles deutete auf den bereits fünften Sieg in Serie hin, als Peter Remmert den MSV im Derby gegen Düsseldorf kurz nach dem Seitenwechsel in Führung brachte. Doch auch aufgrund zweier Einladungen gaben die Zebras das Spiel noch aus der Hand und mussten so die erste Saisonniederlage hinnehmen. Nun stellt sich die Frage, welche Erkenntnisse Duisburg aus diesem Rückschlag mitnimmt. Fest steht jedenfalls, dass der MSV im Heimspiel gegen Abstiegskandidat Havelse auf die Siegerstraße zurückkehren möchte. Doch aufgepasst: In der Vorsaison endeten beide Duelle mit den Niedersachsen 1:1-Unentschieden.
"Man kann sagen, dass uns die vier Punkte für den Aufstieg gefehlt haben. Man kann aber auch sagen, dass uns die zwei Punkte zu Platz 4 verholfen haben", blickt Dietmar Hirsch zurück. Er habe größten Respekt vor der Moral, die Havelse immer wieder unter Beweis gestellt habe. "Trotzdem haben wir ein Heimspiel und wollen den nächsten Erfolg. Darum geht es einfach", so der Trainer. Damit es mit dem erwünschten Heimsieg klappt, sollte Duisburg vor allem auf Alexander Guiddir aufpassen. Dem Stürmer gelang am Wochenende im Spiel gegen Großaspach ein Doppelpack, womit er dem TSV einen Punkt sicherte. Insgesamt steht Guiddir damit schon bei vier Saisontoren.
Mannheim vs. Essen: Bleibt RWE im Flow?
Nach drei sieglosen Ligaspielen in Folge war durchaus Druck auf dem Kessel beim SV Waldhof Mannheim. Entsprechend groß fiel die Erleichterung nach dem 1:0-Auswärtssieg in Wiesbaden aus. "Manchmal gibt es solche Spiele, in denen dir der volle Einsatz für die Mannschaft am Ende die drei Punkte bringt", lobte Trainer Rui Mota im Nachgang. Nach dem Befreiungsschlag will der SVW nun vor eigenem Publikum gegen Rot-Weiss Essen nachlegen. Dabei dürften die Mannheimer nur allzu gerne an das letzte Heimspiel gegen Essen zurückdenken: Vor ziemlich genau einem Jahr spielte sich der Waldhof in einen Rausch und schickte Essen mit einer 6:1-Packung auf die Heimreise.
Eine Wiederholung dieses Ergebnisses erscheint diesmal allerdings kaum vorstellbar, schließlich ist Essen seit einer 2:5-Klatschr in Saarbrücken hervorragend unterwegs. Nach dem jüngsten 6:2-Heimsieg gegen die Würzburger Kickers grüßt RWE gar vom zweiten Tabellenplatz. "Das war in großen Teilen wirklich ein entfesselndes Spiel", freute sich Trainer Uwe Koschinat. Angesichts der starken Leistungen verspürt Essen aktuell keinen Druck, noch mal auf dem Transfermarkt nachzulegen, um auf die vielen verletzungsbedingten Ausfälle zu reagieren. Gleichwohl wollen die Verantwortlichen den Markt im Blick behalten. Gegen Mannheim soll es aber in jedem Fall die Bestandstruppe richten – und das nächste Erfolgserlebnis nachlegen.
Rostock vs. Stuttgart II: Wie reagiert Hansa auf das Brinkmann-Aus?
Dass die 3. Liga immer wieder für faustdicke Überraschungen gut ist, ist keine Neuheit. Und dennoch kam die Rostocker 0:4-Niederlage bei Viktoria Köln für viele aus dem Nichts. Bis dahin war Hansa gut in die Saison gestartet, ehe es in Köln zu einer "desolaten Leistung" kam, die einem regelrechten Systemabsturz glich. Die Verantwortlichen um Sportchef Amir Shapourzadeh rangen seitdem tagelang um mögliche Konsequenzen – und entschieden sich am Dienstagmorgen schließlich für die Trennung von Trainer Daniel Brinkmann. Shapourzadeh äußerte dabei auch Zweifel an der generellen Entwicklung der vergangenen Wochen. Im Heimspiel gegen Stuttgart II wird die Mannschaft nun von den bisherigen Co-Trainern Adam Susac und Yannic Thiel betreut.
Kurios fällt im Übrigen die Erinnerung an das letzte Duell beider Mannschaften aus – und das weniger wegen des torreichen 5:3-Siegs für Rostock als vielmehr wegen eines ungewöhnlichen Seitenwechsels. Weil der Schiedsrichter den ersten Durchgang zu früh beendet hatte, wurde die fehlende Spielzeit zu Beginn der zweiten Hälfte nachgeholt, ehe nach rund 30 Sekunden die Seiten gewechselt wurden. Stuttgart II ist derweil mit zwei Siegen und drei Niederlagen solide in die Saison gestartet. Aufgepasst, Hansa: Beide Dreier holten die Schwaben in der Fremde.
Münster vs. Saarbrücken: Folgt der dritte Streich der Preußen?
Oftmals benötigen Zweitliga-Absteiger einiges an Anlaufzeit, um sich nach dem obligatorischen Umbruch in der 3. Liga zurechtzufinden. Nicht so Preußen Münster, das zumindest ergebnistechnisch erstaunlich früh voll auf Kurs ist. Nach fünf Partien stehen die Adlerträger bei starken zehn Punkten und grüßen damit vom dritten Tabellenplatz. Spielerisch besteht zwar durchaus noch Luft nach oben, doch vor allem in Sachen Mentalität ist Münster bereits voll da. Entsprechend feierte der SCP zuletzt gegen Havelse und Stuttgart II zwei Siege in Folge.
Folgt nun im Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken der dritte Streich? Die ebenfalls gut gestarteten Saarländer, die aktuell auf Platz vier stehen, dürften jedenfalls ein schwerer Brocken werden, zumal der FCS nach der Niederlage gegen den FC Ingolstadt Wut im Bauch hat – unter anderem, weil ein Ellbogencheck im Strafraum gegen Maurice Multhaup ungeahndet geblieben war. Auch die Bilanz verspricht ein Duell auf Augenhöhe: In den 26 Spielen zwischen den beiden Bundesliga-Gründungsmitgliedern gab es neun Siege für Münster, neun Remis und acht Erfolge für Saarbrücken.
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