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·1. Oktober 2026

Argentinien gewinnt 4:0 ohne Messi – und beweist damit wenig

Artikelbild:Argentinien gewinnt 4:0 ohne Messi – und beweist damit wenig

Vier Tore, vier verschiedene Schützen, kein Gegentor – Argentiniens erstes Spiel ohne Lionel Messi lief wie bestellt. Und genau deshalb taugt es kaum als Antwort auf die Frage, die jetzt überall gestellt wird.

Ob Argentinien Messi braucht, ist längst entschieden

Die Debatte, ob die Albiceleste ihren Kapitän noch benötigt, hat Messi selbst beendet. Der 39-Jährige hat nach dem verlorenen WM-Finale gegen Spanien seinen Rücktritt angekündigt und wird am 6. Oktober in Buenos Aires gegen Benin verabschiedet. Die Frage lautet also nicht mehr, ob es ohne ihn gehen soll. Sie lautet, wie.


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Córdoba, 4:0 – gegen eine Fünferkette auf Abruf

Eine erste Skizze lieferte der Mittwochabend im Estadio Mario Kempes. Lautaro Martínez traf nach 19 Minuten auf Zuspiel von Alexis Mac Allister, Nico Paz legte zehn Minuten später nach. Kurz nach der Pause köpfte Cristian Romero, der die Binde trug, einen Standard von Paz ein. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte José „Flaco“ López. So fasst es der Spielbericht der Salzburger Nachrichten zusammen, der auch Lautaros Blick auf den Abschied überliefert: „Hoffentlich gibt es nicht zu viele Tränen.“

Nun zum Gegner. Bolivien hat die WM in den Play-offs verpasst, stand in Córdoba mit fünf Verteidigern tief und kam vorne praktisch nicht vor. Lionel Scaloni brachte im Vergleich zum Finale sechs Neue. Ein Test also, im Wortsinn.

Nico Paz spielt, als gehöre ihm die Zehn schon

Aufschlussreicher als das Ergebnis war die Statik. Scaloni ließ in einem 4-4-2 Lautaro und Julián Álvarez gemeinsam stürmen – eine Doppelspitze, die es mit Messi als freiem Radikal so selten gab. Dahinter übernahm Paz die Regie: ein Tor, eine Vorlage, nach 55 Minuten Feierabend.

Wer einen Nachfolger sucht, sucht falsch. Argentinien verteilt Messis Arbeit auf mehrere Schultern. Paz gibt den Takt, Mac Allister den letzten Pass, vorne teilen sich zwei Neuner die Abschlüsse. Das ist weniger genial und deutlich schwerer auszurechnen.

Der Maßstab kommt erst noch

Am Samstag wartet Burkina Faso, am Dienstag folgt der Abschiedsabend im Monumental. Echte Auskunft geben erst Pflichtspiele gegen Gegner, die nicht nur verteidigen wollen.

Einen Messi ersetzt man nicht. Man lernt, ohne ihn zu gewinnen – und diese Lektion beginnt nicht gegen Bolivien.

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