Auch Jonas Hector über den HSV und den nächsten Standard: „Dass da etwas nicht stimmt, liegt auf der Hand“ | OneFootball

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·23. September 2026

Auch Jonas Hector über den HSV und den nächsten Standard: „Dass da etwas nicht stimmt, liegt auf der Hand“

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Auch Jonas Hector über den HSV und den nächsten Standard: „Dass da etwas nicht stimmt, liegt auf der Hand“

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Matthias Wilhelm

23 September, 2026

In der neuen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kölner Kapitän über die große Baustelle der Geißböcke, die Standardschwäche. Der ehemalige Defensivspieler findet deutliche Worte. Außerdem spricht der Ex-Nationalspieler über Jürgen Klopp und das jüngste Spiel des FC. Jonas Hector kritisiert die Standardschwäche des 1. FC Köln.

Der Kölner Ex-Kapitän Jonas Hector ärgert sich in der neuen Folge von „Schlag und fertig“ über die hellseherischen Fähigkeiten der beiden Hosts. Denn er und sein Talk-Partner Fabian Köster hattes es in der vergangenen Woche schon prophezeit. Der FC könnte zum Aufbaugegner für den HSV werden. Das wurde er bekanntlich. Doch Hector fand auch deutliche Worte zu einem Problemfeld.

Jonas Hector äußert sich regelmäßig zum FC in seinem Podcast Schlag & fertig

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Jonas Hector hatte es bereits in der vergangenen Woche geahnt. Das Spiel gegen den HSV würde für seinen Ex-Club kein Selbstläufer werden. Und nicht nur das, Hector und Köster alberten schon in der jüngsten Folge ihres Podcasts rum, dass der FC für die Rothosen zum Aufbaugegner werden könne. Genau das trat bekanntlich ein. Der HSV gewann das Heimspiel 2:1. „Ich war erst einmal überrascht, dass sich der HSV so tief hinten reinstellt. Gut, die haben 12 Gegentore bekommen. Aber sie hatten ein Heimspiel. Da war ich sehr überrascht, dass es so defensiv war“, so Hector. „Du siehst, was passiert, wenn du ein Tor bekommst. Die konnten nicht, die wollten nicht und wenn du das 1:0 nicht machst und sie das Tor so machen – und dann ist eine Standardsituation im Fußball schon mal entscheidend – dann haben sie plötzlich auch das Selbstvertrauen. Die spielen dann eine ganz andere Halbzeit“, erklärte der Ex-Kapitän der Geißböcke.

„Die konnten nicht, die wollten nicht“

Tatsächlich dominierte der FC das Spiel, war über weite Strecken die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen. Unter anderem vergab Thijs Dallinga eine große Möglichkeit, als er frei stehend den Ball zu zentral aufs Tor brachte. Nur wenige Minuten später fiel das 1:0 für Hamburg. Besonders ärgerlich: Das Gegentor fiel ein weiteres Mal nach einer Standardsituation. Bereits der fünfte Gegentreffer nach einem ruhenden Ball. Ein Problem, das den FC schon in der Vorsaison beschäftigte und nun wieder präsent ist. „Das ist ein Ball, der kommt im Fünfer runter. Da stehen zwei Leute komplett blank und einer köpft das Ding eben rein. Dass da etwas nicht stimmt, das liegt auf der Hand“, sagt Hector. „Wenn du solche Themen immer wieder ansprichst, dann ist das genauso wie bei uns, wenn wir unser Thema ansprechen: der FC ist ein Aufbaugegner und natürlich baut der dann auf.“ In der Situation standen gleich drei Kölner Abwehrspieler in der Nähe des Torschützen. Doch Nicolas Capaldo konnte trotzdem ungestört treffen.

Doch Hector sieht in diesem Fall noch einen anderen möglichen Grund. „Dazu kommt, dass mit Marvin noch ein Keeper da ist, der nicht die Körpergröße hat wie andere Torhüter in der Bundesliga und dann vielleicht nicht das Selbstvertrauen hat, da voll reinzufliegen. Es wirkt auf jeden Fall so“, so Hector, der mit seinen Mit-Zuschauern diskutiert habe, ob der Kölner Keeper vielleicht hätte rauskommen sollen. „Nichtsdestotrotz stehen da zwei Spieler einfach blank. Das regt natürlich auf. Da geht es dann wirklich ums Aufbauen. Die konnten nicht, die wollten nicht und wenn du das 1:0 nicht machst und sie das Tor so machen – und daher ist eine Standardsituation im Fußball schon mal entscheidend – dann haben die das Selbstvertrauen.“ Der HSV traf bekanntlich noch unmittelbar nach dem Wechsel zum zweiten Mal, der Anschlusstreffer von Ragnar Ache kam zu spät. Em Ende scheiterten die Geißböcke an dem Samstag aber auch an der eigenen Effizienz.

„Zum Glück hat das ein anderes Geschmäckle“

Sorge, dass auch das Duell gegen das aktuelle Tabellenschlusslicht aus Gladbach am fünften Spieltag ein ähnliches Szenario und der FC erneut zum Aufbaugegner wird, hat der ehemalige Defensivspieler nicht. „Zum Glück hat das ein anderes Geschmäckle. Das ist dann eine andere Hausnummer. Das Spiel gehst du anders an – so war es bei uns immer. Zumindest wird es anders angepriesen“, sagt Hector. „In dem Jahr wo wir abgestiegen sind, hatten wir sechs Punkte, jeder dachte, wir würden sang- und klanglos absteigen. Wir hatten die Fans beim Training und die haben uns schon mitgeteilt, dass das das wichtigste Spiel des Jahres ist.“ Nun aber habe man den Vorteil, dass man ja mit einem kleinen Polster in das Duell gehe.

Zunächst aber steht ohnehin die Länderspielpause an, auf die sich der ehemalige Nationalspieler besonders freue. Bundestrainer Jürgen Klopp hat für die anstehenden vier Länderspiele 44 Spieler in zwei Kadern nominiert. „Ich verstehe, dass er sich die Spieler anschauen will. In drei Wochen kann man auch schon intensiver arbeiten. Durch die zwei Kader hast du ja dennoch nur anderthalb Wochen. Ich fand es ein wenig komisch, verstehe aber die Vorgehensweise“, so der 36-Jährige. „Ich bin echt gespannt, der gesamte DFB hat appelliert, dass das Ganze Zeit braucht, wie viel Zeit er am Ende bekommt.“ Hector hofft darauf, eine Veränderung zu sehen. „Wenn wir dann noch tollen Fußball spielen…“


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