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·2. März 2026
Aue weiter im freien Fall: Chancen auf den Klassenerhalt schwinden

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Anstatt den Rückstand auf das rettende Ufer zu verkürzen, ist dieser durch die fünfte Niederlage im siebten Spiel der Rückrunde noch weiter auf nun bereits fünf Punkte angewachsen. Noch sind in den zwölf ausstehenden Spielen zwar 36 Punkte zu vergeben, dennoch schwinden die Chancen auf den Klassenerhalt allmählich.
Als Christoph Dabrowski Anfang Februar von Jens Härtel übernommen hatte, machte sich so etwas wie Aufbruchsstimmung im Lößnitztal breit. Doch nach nur zwei Punkten aus den vier Partien unter dem 47-Jährigen ist diese schon wieder verpufft. Zu enttäuschend war am Samstag die Leistung gegen den VfL Osnabrück, die von den Veilchen regelrecht zu den Toren eingeladen wurden. Wer so verteidigt, wird kaum Chancen haben, die Liga zu halten.
"Es sind immer wieder irgendwelche kleinen Dreckssituationen, die uns ins Hintertreffen bringen. Das ist schwer zu ertragen", sagte Torhüter Martin Männel beim "MDR" unter anderem über das 0:1, als sich Zobel und Malone gegenseitig behinderten. Immer wieder haben die Veilchen in den letzten Wochen vor allem defensiv die falschen Entscheidungen getroffen, sodass sich die Abwehrfehler wie ein roter Faden durch die Rückrunde ziehen.
Beim 1:2 und 1:3 ließ sich Aue zudem durch Einwürfe überrumpeln. "Das hat nichts mit Strategie oder Taktik zu tun, sondern hängt einfach mit der Aufmerksamkeit zusammen", kritisierte Trainer Christoph Dabrowski die individuelle Fehlerquote. "Da sind die Spieler in der Pflicht, ihr Herz in die Hand zu nehmen und noch mehr Konsequenz zu haben."
Mit einem Sieg wäre Aue bis auf zwei Zähler an das rettende Ufer herangerückt, nun fehlen fünf Zähler. Immerhin: Es könnten auch bereits sieben Punkte sein, wenn der 1. FC Saarbrücken am Sonntag in Schweinfurt gewonnen hätte. Doch auch so steht der FCE "ganz prekär da", wie Männel betonte. Zwar sind in den verbleibenden zwölf Spielen noch 36 Punkte zu vergeben, allerdings machen die bisherigen Auftritte in der Rückrunde wenig Hoffnung auf eine baldige Wende.
Und etwa die Hälfte der noch möglichen Zähler wird Aue holen müssen, um am Ende über dem Strich zu stehen. Mindestens fünf Siege werden also nötig sein – und damit genau so viele wie in den bisherigen 26 Partien. "Aufgeben ist keine Option. Wir werden so lange weitermachen, bis wir den Bock umgestoßen haben", machte Dabrowski klar und forderte eine Haltung, dass es nichts mehr zu verlieren gebe. Oder wie es Männel formulierte: "Egal wie der Gegner heißt, wir brauchen Punkte."
Vorwürfe, dass die Mannschaft nicht über ausreichend Qualität verfüge, wollte der Keeper nicht so stehen lassen: "Man sieht jede Woche, dass wir über Phasen in der Lage sind, Dominanz auszustrahlen und Gegner zu bespielen. Aber wir müssen das in Tore ummünzen. Das haben wir über weite Strecken nicht hinbekommen." Nur 29 Tore bedeuten den zweitschwächsten Wert nach Schweinfurt (23). Und das hängt dann eben auch mit der Qualität zusammen. Beim Auswärtsspiel in München muss am Dienstagabend nun dringend ein Sieg her, damit die Chancen auf den Klassenerhalt nicht noch weiter schwinden.









































