Aufsteiger Stuttgart nimmt Punkt aus Bremen mit | OneFootball

Aufsteiger Stuttgart nimmt Punkt aus Bremen mit | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: DFB-Frauen

DFB-Frauen

·21. September 2026

Aufsteiger Stuttgart nimmt Punkt aus Bremen mit

Artikelbild: Aufsteiger Stuttgart nimmt Punkt aus Bremen mit

Keine Siegerinnen gab es zum Abschluss des 5. Spieltages in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Der SV Werder Bremen und Aufsteiger VfB Stuttgart trennten sich nach einem intensiven Duell 1:1 (1:0). Die Gastgeberinnen kletterten auf den vierten Platz, verpassten durch ihr erstes Remis in dieser Saison aber die Chance, nach Punkten mit dem Tabellendritten VfL Wolfsburg gleichzuziehen.

Vor 1650 Zuschauer*innen auf Platz 11 des Bremer Weserstadions brachte Mei Shimada (41.) den SV Werder mit ihrem dritten Saisontreffer in der Schlussphase der ersten Halbzeit in Führung. Nach der Pause gelang Mira Arouna (52.) jedoch der Ausgleich. Für die 20 Jahre alte VfB-Angreiferin war es das erste Tor in der höchsten deutschen Spielklasse. Die Stuttgarter blieben zum dritten Mal nacheinander ohne Sieg, sind aber mit acht Punkten auf Rang sieben weiterhin in der oberen Tabellenhälfte zu finden.


OneFootball Videos


Kromp: "Remis in Ordnung"

"In den ersten 30 Minuten haben wir nicht wirklich am Spiel teilgenommen", sagte Werder Bremens Trainerin Friederike Kromp im Interview mit SPORT1. "Wir können uns bei Torhüterin Mariella El Sherif bedanken, dass wir nicht schon 0:2 oder 0:3 in Rückstand geraten sind. Daher entsprach unsere Führung zur Pause auch nicht dem Spielverlauf. In der zweiten Halbzeit waren wir besser im Spiel und hatten noch die eine oder andere Tormöglichkeit. Insgesamt geht das Remis jedoch in Ordnung."

VfB-Trainer Nico Schneck erklärte: "Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, aber leider unsere Großchancen nicht genutzt. Nach dem plötzlichen Rückstand haben wir eine gute Reaktion gezeigt. In der letzten halben Stunde sind wir zu passiv geworden. Aber das gehört zu unserer Entwicklung dazu."

Stuttgarts Torschützin Mira Arouna meinte: "Wir haben uns als Team schon sehr gut gefunden und sind auch in der Liga angekommen. Wir haben gute Möglichkeiten, den Klassenverbleib zu schaffen. Bei meinem Tor konnte ich zeigen, dass die Schnelligkeit zu meinen Stärken gehört. Ich war sehr froh, als der Ball drin war."

Hechler ersetzt Hofmann

Nach dem 1:0-Derbysieg gegen den Hamburger SV hatte Werder-Trainerin "Fritzy" Kromp keinen Grund für Umstellungen und setzte deshalb auch auf eine unveränderte Startelf. Weiterhin verzichten mussten die Bremerinnen auf Caroline Siems und Lena Petermann, die sich noch im Aufbautraining befinden, sowie Chiara D’Angelo (Fußverletzung). Tuana Mahmoud, die gegen den HSV ihr Comeback nach einem Kreuzbandriss gefeiert hatte, nahm erneut auf der Bank Platz.

Beim VfB nahm Trainer Nico Schneck im Vergleich zur 0:2-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg eine Änderung in seiner Anfangsformation vor, allerdings auch nicht freiwillig. Vielmehr musste Linette Hofmann verletzungsbedingt passen, so dass Janina Hechler ins Team zurückkehrte. Neben Hofmann standen auch Rosa Rückert (Aufbautraining) sowie Laura Carollo und Svenja Hecke, die bei der U 17-Nationalmannschaft weilten.

Ein Wiedersehen mit ihrem früheren Verein gab es für Mittelfeldspielerin Reena Wichmann, die von Beginn an auflief, und Angreiferin Verena Wieder, die in der Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. Beide waren noch in der zurückliegenden Saison für den SV Werder am Ball.

Aluminium-Pech für Hagel

Die erste Chance verzeichneten die Gastgeberinnen, als Mei Shimada nach einer Rechtsflanke von Luna Vanzeir zum Kopfball kam, den Ball aber deutlich über das Gehäuse beförderte. Auf der Gegenseite köpfte die Ex-Bremerin Reena Wichmann die Kugel im hohen Bogen auf das Tornetz.

Es entwickelte sich eine insgesamt recht ausgeglichene Begegnung, in der die Schwäbinnen jedoch zu den deutlich besseren Chancen kamen. So ließ Torjägerin Nicole Billa nach einem Ballverlust in der Bremer Hintermannschaft ihre Gegenspielerin Michelle Ulbrich aussteigen, bekam den Ball dann aber nicht an ihrer glänzend reagierenden österreichischen Landsfrau Mariella El Sherif im Werder-Tor vorbei. Nur wenig später musste die Bremer Torhüterin gegen Daphina Redzepi alles riskieren, um einen Gegentreffer zu verhindern. Anschließend hatte sie allerdings Glück, dass zunächst Michelle Ulbrich kurz vor der Torlinie rettete und der folgende Nachschuss von Chantal Hagel von der Strafraumgrenze an die Latte prallte.

Kurz vor der Pause ging dann der SV Werder ein wenig überraschend in Führung. Isabella Jaron setzte Mei Shimada mit einem starken Steckpass ein. Die Japaner spitzelte den Ball mit ein wenig Glück an der herauseilenden VfB-Torhüterin Laura Giuliani vorbei und hatte dann keine Mühe mehr, zum 1:0 (41.) zu vollenden. Damit ging es dann auch in die Kabinen.

Auch Weiß trifft die Latte

Der zweite Durchgang begann fulminant. Innerhalb von nur 45 Sekunden kamen beide Teams zu Großchancen. Zunächst scheiterte VfB-Kapitänin Maximiliane Rall an der glänzend reagierenden Mariella El Sherif, die mit einer Fußabwehr klärte. Im direkten Gegenzug bediente Isabella Jaron die durchstartende Michelle Weiß mit einem mustergültigen Schnittstellenpass. Ihr Lupfer, bei dem Stuttgarts Torhüterin Laura Giuliani zumindest noch die Fingerspitzen an den Ball bekam, tropfte auf die Latte.

Nur wenig später fiel jedoch der verdiente Ausgleich, nachdem zuvor Mariella El Sherif noch einen Distanzschuss von Daphina Redzepi stark pariert hatte. Dann aber ließ sich der SV Werder auskontern. Nach einem langen Steilpass von Chantal Hagel lief Mira Arouna alleine auf das Bremer Tor zu und überlupfte Torfrau Mariella El Sherif elegant zum 1:1 (52.).

Der SV Werder zeigte sich jedoch nicht geschockt, sondern übernahm nach dem Ausgleich wieder die Initiative. Die Grün-Weißen waren in der Schlussphase spielbestimmend, konnten sich aber nur noch wenige klare Torchancen erspielen. Gleichzeitig mussten sie immer auf Stuttgarter Umschaltaktionen achten. Kurz vor dem Abpfiff zog die eingewechselte Jenny Hipp bei ihrem Debüt im Werder-Trikot noch einmal von der Strafraumgrenze ab, konnte Laura Giuliani aber vor keine ernsthaften Probleme stellen. So blieb es beim 1:1.

Impressum des Publishers ansehen