Aussortiert, zurückgekämpft und wieder aussortiert? Imad Rondics kurzes Comeback beim 1. FC Köln | OneFootball

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·17. September 2026

Aussortiert, zurückgekämpft und wieder aussortiert? Imad Rondics kurzes Comeback beim 1. FC Köln

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Aussortiert, zurückgekämpft und wieder aussortiert? Imad Rondics kurzes Comeback beim 1. FC Köln

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Redaktion

17 September, 2026

Vom Verzicht ins Bundesliga-Aufgebot: Imad Rondic hat sich beim 1. FC Köln mit harter Arbeit zurückgekämpft. Ob daraus mehr wird als eine kurze Episode, ist offen. Wie geht es weiter mit Imad Rondic beim 1. FC Köln?

Ob dieser überraschende Auftritt tatsächlich der Beginn von mehr war oder am Ende doch nur eine Momentaufnahme bleibt, zeigt sich erst im Rückblick auf die Geschichte, die zu diesem Comeback geführt hat.

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Imad Rondic im Testspiel gegen Bergisch Gladbach

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Die Ansage zu Beginn der Vorbereitung war eigentlich eindeutig. Imad Rondic sollte nicht mehr am Training der Profis teilnehmen. Der Grund lag in seiner sportlichen Bilanz seit seinem Wechsel: Rondic war im Februar 2025 am letzten Tag der Wintertransferperiode nach Köln gekommen, ausgestattet mit einem langfristigen Arbeitspapier. Der erhoffte Durchbruch blieb jedoch aus. In neun Einsätzen gelang dem Bosnier lediglich ein Treffer, ein Billardtor gegen den SC Paderborn. Es folgten Leihstationen in die Extraklasa und in die zweite Bundesliga. Doch auch dort fehlte es dem Angreifer an Konstanz und Torgefahr.

Als sich im Sommer kein neuer Abnehmer fand, blieb Rondic zunächst ohne Perspektive in Köln, während der FC auf der Suche nach einer Alternative für den Kader war. Die wurde bekanntlich nicht gefunden. Und am Tag nach dem Deadline Day warteten die Geißböcke mit der Überraschung auf: Imad Rondic sollte wieder eine Chance bei den Profis bekommen. „Imad hat uns in den vergangenen Wochen in einer für ihn nicht einfachen Situation jeden Tag gezeigt, mit welcher Haltung und welchem Engagement er seine Aufgaben angeht. Im individuellen Training mit Kevin McKenna hat er sehr professionell gearbeitet und mit seinen Leistungen deutlich gemacht, dass er es verdient hat, wieder vollständig in den Trainingsbetrieb unserer Lizenzmannschaft zurückzukehren“, sagte Thomas Kessler unlängst. Eine nicht abzusehende Entwicklung, denn Rondic hatte bei keiner seiner letzten Stationen überzeugen können. Nun durfte er sich bei den Profis wieder beweisen.

Verletzungssorgen öffneten die Tür für Stuttgart

Was folgte, beschrieb Wagner kürzlich als bemerkenswerte Trainingsleistung. Rondic habe sich in dieser Zeit „den Arsch aufgerissen“, so der Trainer. Diese Einstellung zahlte sich überraschend aus: Beim 1:4 in Stuttgart vor rund zwei Wochen stand der 27-Jährige plötzlich wieder im Kader und wurde in der Schlussphase für Tom Krauß eingewechselt. Viel Zeit, sich zu beweisen, blieb ihm nicht. So verfing bei dem Kurzeinsatz gegen die Schwaben lediglich ein unglücklicher Eindruck. Bei einem Kopfballversuch nach einem Einwurf verschätzte sich Rondic, der Ball landete bei Josha Vagnoman, der aus 18 Metern zum Endstand traf.

Dass Rondic überhaupt zum Zuge kam, hing eng mit der angespannten Personallage im Kölner Angriff zusammen. Mit Said El Mala, Thijs Dallinga und Luca Waldschmidt fehlten dem FC gleich drei Offensivkräfte. Gegen Werder Bremen reichte es für Rondic dann bereits nicht mehr für einen Platz im Spieltagskader, zu stark war die Konkurrenz durch Dallinga und Ragnar Ache. Doch Wagner machte deutlich, es könnte nicht der letzte Auftritt des Bosniers in dieser Saison gewesen sein: „Er ist der Spieler, bei dem wir uns alle gefreut haben, dass er letzte Woche sein Bundesliga-Debüt feiern sollte. Aber er hat den klaren Anspruch, dass er bei uns im Training stattfinden sollte, um da Gas zu geben. Und wenn es mal passt, ist er dabei“, sagte Wagner noch vor einer Woche.



Emotionales Signal statt sportlicher Trendwende

Die Sterne müssten demnach mehr als günstg stehe für den Bosnier, um auf für ihn zufriedenstellende Einsatzminuten in der Bundesliga zu kommen. Rondics Auftritt in Stuttgart war somit vielleicht nicht mehr als eine emotionale Nebelkerze, keine sportliche Trendwende. Ob aus dem kurzen Comeback mehr wird, hängt nicht nur von seinem Einsatz im Training ab, sondern vor allem davon, ob er auf dem Platz endlich die Torgefahr zeigt, die ihm in den vergangenen anderthalb Jahren gefehlt hat. Sicher ist, dass er angesichts der Konkurrenz aus Ragnar Ache und Neuzugang Thijs Dallinga auf der Mittelstürmerposition aller Voraussicht nach noch häufiger in dieser Spielzeit auf ein Sspielfreies Wochenende freuen darf. Ausgestattet mit einem attraktiven Arbeitspapier bis 2029 mit einem kolportierten Salär von knapp 700.000 Euro pro Jahr sollte nicht die schlechteste Gesamtkonstellation für den Offensivspieler sein.

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