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·14. September 2026
Bank statt Shootingstar: Thioune spricht über den großen Füllkrug-Verlierer bei Werder

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·14. September 2026

Niclas Füllkrug trägt wieder Grün und Weiß. Nach schwierigen Jahren bei West Ham United und als Leihspieler bei der AC Mailand will der Torjäger-Routinier am Osterdeich zurück zu alter Stärke finden. Zum Saisonstart ist der Plan vorerst aufgegangen. Füllkrug traf zunächst in der ersten Pokalrunde und dann zweimal in der Bundesliga.
Werder-Coach Daniel Thioune hatte die Rückkehr des 24-fachen Nationalspielers schon vor dem Pflichtspielauftakt gefeiert und Füllkrug als emotionalen Leader bezeichnet, dessen Selbstvertrauen man "in Flaschen abfüllen" könne.Trotz zahlreicher Verletzungen in den vergangenen Monaten ist Füllkrug in Bremen auf Anhieb gesetzt. Und weil Thioune auf ein 4-2-3-1-System setzt, ist im Sturmzentrum nur Platz für einen. Heißt auch, dass Sommer-Neuzugang Cedric Itten mit der Jokerrolle leben muss. In allen vier Pflichtspielen wurde der 29-jährige Schweizer eingewechselt, wartet aber noch auf seinen ersten Scorer für Werder.
Noch unglücklicher verläuft der Saisonstart für Salim Musah. Der 20-Jährige hatte im Endspurt der vergangenen Runde mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht, hat bei drei Einwechslungen und lediglich 42 Pflichtspielminuten in der neuen Saison aber noch nicht glänzen können. Man darf den 1,98 Meter großen Angreifer gut und gerne als größten Verlierer der Füllkrug-Rückkehr bezeichnen.Statt Chancen zu haben, im Sturm die Nummer eins zu werden, ist er derzeit wohl nur die Nummer drei unter den Neunern.
"Wir müssen Fußballspiele gewinnen und das steht über allem."Daniel Thioune
Zu dieser für Musah unbefriedigenden Situation hat sich Thioune nun geäußert: "Salim hat eine ordentliche Vorbereitung gespielt. Da fehlten aber auch noch die Konkurrenten, deshalb hat er sehr viel gespielt. Da hat er auf sich aufmerksam gemacht. Dass er jetzt nicht glücklich damit ist, 90 Minuten auf der Bank zu sitzen, ist klar."Wie Trainer das gerne mal bei jungen Spielern tun, die nicht (mehr) erste Wahl sind, betonte auch Thioune beim 20-Jährigen, dass der Youngster Geduld benötige: "Bei ihm ist Geduld gefragt und er muss die Zeit, die er bekommt, für sich und seine Entwicklung nutzen. Er ist immer noch sehr jung."
Am Ende geht es dem Werder-Coach aber – verständlicherweise – vor allem um Ergebnisse. Und dafür sieht er offensichtlich Füllkrug als die bessere Wahl auf der Neun an. "Wir müssen Fußballspiele gewinnen und das steht über allem. Er wird sicherlich seine Minuten bekommen und sich zeigen können. Aber wenn über einen Niclas Füllkrug gesprochen wird, der so gut ist, dann wird es immer einen Leidtragenden geben", erklärte Thioune.
Heißt im Klartext: So lange wie Füllkrug funktioniert, nicht in eine Torkrise gerät oder sich verletzt, gibt es im Werder-Sturm eine klare Hierarchie. Mehr als Mittelstürmer Nummer zwei zu werden, scheint für Musah kaum drin zu sein.
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