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·5. Oktober 2026
Basler: Kein Stammplatz mehr für Kimmich

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·5. Oktober 2026

Der Ex-Nationalspieler setzt nach Klopps ersten vier Länderspielen auf Pavlovic und Bischof, streicht Woltemade – und sieht wieder Hoffnung.
Mario Basler hat nach den ersten vier Länderspielen unter Bundestrainer Jürgen Klopp Bilanz gezogen, und für Joshua Kimmich fällt sie hart aus. In der neuen Folge seines Podcasts „Basler ballert“ legt sich der frühere Nationalspieler in der Diskussion um den Bayern-Profi fest: „Ich würde ihm keine Stammplatzkarte mehr geben.“
Den Grund sieht Basler im Tempo. „Wenn Kimmich spielt, ist das Spiel langsam von der deutschen Nationalmannschaft“, sagt er. Kimmich laufe von hinten nach vorne und von rechts nach links und dribble den Ball „ganz langsam durchs Mittelfeld“. Beim FC Bayern funktioniere das, weil er dort seine Mitspieler kenne, in der Nationalmannschaft dagegen nicht. Im ersten Spiel gegen Griechenland hätten die Griechen „jeden Ball dahin herausgeköpft“, und Basler folgert: „Mittlerweile kennt man ja auch das Spiel von Kimmich. Das kann man lesen.“
Die Alternative hat er am Sonntag beim 0:0 in Griechenland gesehen. Der zweite Kader habe ihm besser gefallen als der erste, vor allem Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof im Zentrum: „Wenn wir Pavlovic und Bischof nehmen, hat mir das gestern richtig, richtig gut gefallen, weil sie beide schnell nach vorne gespielt haben.“ Pavlovic müsse allerdings aufhören, Kimmich nachzuahmen, was er in den vergangenen Monaten oft versucht habe. Basler verweist auf Spanien: „Heute ist schneller Fußball gefragt.“
Ein größeres Problem sieht Basler weiter vorne. „Wir haben schon ein Problem in der Offensive“, sagt er, vor allem im Sturmzentrum. Gegen Serbien hätte Deutschland aus seiner Sicht höher gewinnen müssen: „Serbien, Entschuldigung, fußballerisch richtig limitiert.“ Gesetzt ist für ihn Jonathan Burkardt, sofern er endlich ein Jahr verletzungsfrei durchspielt, danach kommt Deniz Undav. Für Nick Woltemade findet er dagegen klare Worte: „In der Verfassung im Moment ist Woltemade für mich keine Option in der Nationalmannschaft.“ Dass Klopp auch U21-Stürmer wie Nicola Tresoldi im Blick hat, begrüßt er.
Bei den Jungen trennt Basler scharf. Derry Scherhant habe gegen die Griechen „richtig, richtig gut gespielt“ und gehöre auf den Schirm. Lennart Karl und Said El Mala hält er für sehr gute Bundesligaspieler, für internationale Spiele aber noch nicht für reif: „Bei El Mala reicht es noch nicht. Da muss er erstmal einen Verein vielleicht wechseln, auch aus Köln raus.“ Bei Karl sieht er es ähnlich.
Auch die Frage nach Jamal Musiala und Florian Wirtz beantwortet Basler deutlich. „Natürlich sind es beide Weltklasse-Spieler. Aber beide zusammen gehen halt nicht als Weltklasse.“ Wirtz habe im Zentrum befreit gewirkt und „richtig Lust gehabt, Chef zu sein“. Musiala gehört für Basler ebenfalls in die Mitte: „Musiala kannst du nicht rechts spielen lassen. Keine Chance.“
Sorgen um die Abwehr macht er sich kaum. Malick Thiaw habe „fast jeden Zweikampf gewonnen“, Waldemar Anton zwei starke Spiele gemacht, und in Jonas Urbig sieht Basler den „Torwart der Zukunft in der Nationalmannschaft“.
Klopps Weg mit 44 Spielern und zwei Kadern verteidigt Basler ausdrücklich: „Alles geil und alles richtig. Meine Kritik fängt an zur EM.“ Ab November erwartet er den normalen Ablauf mit einem deutlich kleineren Kader, in dem Klopp Monat für Monat seine 30 Spieler findet: „Und der Rest muss sich hinten anstellen.“ Sein Fazit der vier Spiele fällt trotz aller Kritik positiv aus: „Wir haben wieder Hoffnung.“
Foto: IMAGO/Kirchner-Media







































