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·14. Mai 2026
Bayer intensiviert Trainersuche: Spanier Míchel rückt in den Fokus

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·14. Mai 2026

Bei Bayer Leverkusen läuft alles auf den nächsten großen Umbruch auf der Trainerbank hinaus. Nach einer Saison mit verpasster Champions League und zwei gescheiterten Nachfolgern von Xabi Alonso bereitet sich der Klub auf einen erneuten Wechsel an der Seitenlinie vor. Nach dem letzten Spieltag gegen den HSV soll die Entscheidung vorangetrieben werden.
Auf der Shortlist der Leverkusener Verantwortlichen ist ein Name besonders heiß: Miguel Ángel Sánchez Muñoz, besser bekannt als Míchel. Der 50-Jährige hat den Überraschungsklub Girona in Spanien mit mutigem Offensivfußball bis in die Champions League geführt und damit europaweit Aufmerksamkeit erregt. Seine Teams stehen für Ballbesitz, hohes Pressing, eine klare Struktur und offensive Außenverteidiger – genau die Art von Fußball, die in Leverkusen seit Jahren als Grundvoraussetzung gilt.
Míchel hat seinen Vertrag in Girona nicht verlängert und strebt explizit eine Aufgabe bei einem Topklub in England oder Deutschland an. Dass Bayer ihn schon vor einem Jahr intensiv geprüft und Gespräche geführt hat, macht ihn nun zu einem logischen Kandidaten. Die taktische Nähe zu Alonsos Spielidee und seine Erfahrung mit einem auf Dominanz ausgelegten System sprechen aus Sicht der Bayer-Bosse klar für ihn.
Parallel gilt Oliver Glasner als vermutlich erfolgssicherste, aber intern anspruchsvollste Lösung. Der Österreicher hat in Wolfsburg, Frankfurt und zuletzt Crystal Palace gezeigt, dass er aus vorhandenen Kadern das Maximum herausholen kann, inklusive Titeln auf europäischer Bühne. Seine Mannschaften sind physisch stark, taktisch diszipliniert und extrem schwer zu bespielen – Eigenschaften, die Leverkusen nach einer wechselhaften Saison guttun würden.
Gleichzeitig ist Glasner bekannt dafür, Missstände klar zu benennen und notfalls Konflikte mit der Klubführung nicht zu scheuen, wenn er glaubt, im Sinne des Teams zu handeln. Genau das macht ihn sportlich attraktiv, weckt aber auch Respekt in der Chefetage, die zuletzt mit Ten Hag und Hjulmand zwei schmerzhafte Fehlentscheidungen verkraften musste. Nach der Absage von Fabian Hürzeler, der in Brighton verlängert hat, steht Bayer nun vor der Grundfrage: maximaler Erfolg mit möglicher Reibung – oder ein taktisch passenderer, aber in der Bundesliga unerprobter Trainer wie Míchel.







































