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·23. September 2026

Blessins Gladbach-Premiere führt zurück ins Leimbachstadion

Artikelbild:Blessins Gladbach-Premiere führt zurück ins Leimbachstadion

Mehr als ein Dutzend Vereine hat Alexander Blessin als Spieler durchlaufen. Einer davon hieß Sportfreunde Siegen. Am Donnerstagabend steht er dort wieder am Rasen, diesmal mit Borussia Mönchengladbach und mit einem Blick zurück in die eigene Biografie.

Zwei Jahre im Siegerland

2006 kam Blessin als Mittelstürmer ins Leimbachstadion. Die Sportfreunde waren gerade aus der 2. Bundesliga abgestiegen und versuchten sich in der Regionalliga neu zu sortieren. Zwei Spielzeiten blieb er, laut Statistikportalen stehen 63 Einsätze und 14 Tore zu Buche. Das ist keine Legendenbilanz, aber die solide Arbeit eines Stürmers, der seine Karriere auf harten Plätzen gebaut hat: Stuttgarter Kickers, Pfullendorf, Hoffenheim vor dem Durchbruch, dazu ein kurzer Ausflug in die türkische Süper Lig.


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Absturz nach dem Abschied

Ruhig blieb es in Siegen nach seinem Weggang 2008 nicht. Der Klub verpasste die Qualifikation für die neu gegründete 3. Liga, musste Insolvenz anmelden und in der fünftklassigen NRW-Liga von vorn beginnen. Wer die Sportfreunde heute in der Regionalliga West sieht, sieht einen Verein, der sich den Weg zurück mühsam erarbeitet hat. Solche Abende gegen Bundesligisten sind dort keine Pflichttermine, sondern Belohnungen.

Flutlicht, Fohlen, Vorfreude

Das Spiel am Donnerstag setzt eine kleine Tradition fort. Vor einem Jahr war das Leimbachstadion gegen Borussia Dortmund ausverkauft, auch der 1. FC Köln war schon zu Gast. Ganz so voll wird es gegen Gladbach nicht, der Verein rechnet dennoch mit einer großen Kulisse. Anpfiff ist um 18.30 Uhr. Im Fernsehen läuft die Partie nicht, Gladbach überträgt sie über FohlenTV.

In Siegen haben sie die besondere Note des Abends längst registriert. Im Vorbericht des Vereins heißt es schlicht: „Er hat selbst zwei Jahre für die Sportfreunde gespielt.“ Mehr Pathos braucht es nicht.

Tournee durch die eigene Vita

Die eigentliche Pointe steht im Kalender. Nach Siegen testet Gladbach am 3. Oktober ein zweites Mal, am Millerntor beim FC St. Pauli. Dort stand Blessin bis zum Sommer zwei Jahre an der Seitenlinie. Zwei Testspiele, zwei ehemalige Arbeitgeber: Die Länderspielpause wird für ihn zur Rundreise durch die eigene Laufbahn, bevor am 11. Oktober mit dem Derby gegen Köln der Ernst zurückkehrt.

Sportlich ist der Donnerstag ein Sichtungstermin. Mehrere Nationalspieler fehlen, darunter die Innenverteidiger Ko Itakura und Kevin Diks. Junge Spieler wie der 18-jährige Mathieu Nguefack, der dafür sogar auf die U19-Reise verzichtete, bekommen ihre Chance. Doch manchmal erzählt ein Testspiel mehr über einen Trainer als ein Pflichtspiel. Wer als Spieler so viele Kabinen von innen gesehen hat, weiß: Keine ist zu klein, um darin etwas über eine Mannschaft zu lernen.

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