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·24. April 2026

Bundesliga Abstiegskampf: Endet Heidenheims Erstliga-Märchen?

Artikelbild:Bundesliga Abstiegskampf: Endet Heidenheims Erstliga-Märchen?

Am Samstag kann im Tabellenkeller der Bundesliga die erste Entscheidung fallen. Acht Vereine bangen noch um den Klassenverbleib, und der 1. FC Heidenheim steht vor dem möglichen Ende seines Bundesliga-Märchens.

Heidenheim Trainer Frank Schmidt hofft auf ein Happy End in der Bundesliga (Foto Depositphotos.com)


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Heidenheim vor dem Absturz

Verliert der FCH am Samstag um 15.30 Uhr bei Sky gegen den FC St. Pauli, ist der Abstieg in die 2. Liga besiegelt. Noch einmal historisch wird die Ausgangslage dadurch, dass Heidenheim einst als Dorfverein wie aus dem Lehrbuch in die Bundesliga aufgestiegen ist. Als Tim Kleindienst damals in Regensburg in der neunten Minute der Nachspielzeit den Ball mit rechts annahm und beherzt über die Linie drückte, brachen bei den Heidenheimern alle Dämme. Drei Jahre sind seit dem 3:2 im entscheidenden Spiel vergangen, und das 50.000-Einwohner-Städtchen an der Brenz steht nun womöglich vor dem Ende seines Erstliga-Märchens.

Bundesliga Tabelle Top 10-18

Trainer Frank Schmidt versuchte am Freitag, die sportliche Brisanz aus dem Kopf seiner Mannschaft herauszuhalten. „Mit Leichtigkeit versuchen wir das auszublenden“, sagte er. „Es geht um positive Gedanken. Wir spielen auf Sieg. Wir müssen etwas verhindern, da helfen nur Erfolgserlebnisse.“ Unabhängig von allen Rechenspielen werde sein Team „alles raushauen, das ist unsere Verantwortung bis zum Abpfiff dieser Saison“.

Der Keller gerät noch tiefer unter Druck

Ein Abstieg Heidenheims schon an diesem Samstag würde den Abstiegskampf in der Bundesliga noch einmal verschärfen. Gewinnt der Kiez-Klub, der aktuell auf dem Relegationsplatz liegt, steigt der Druck auf die restlichen Mannschaften im Tabellenkeller weiter an. Ab Platz elf ist ohnehin noch nichts entschieden.

Auch Wolfsburgs Coach Dieter Hecking beobachtet die Lage genau. „Natürlich ertappt man sich dabei, dass man sich das Restprogramm anguckt und schaut, was noch so möglich ist, auch gegen wen die anderen spielen“, sagte er. „Aber es bringt ja nichts. Du kannst rechnen, so viel du willst.“ Vier Spieltage vor Saisonende helfen aus seiner Sicht nur Siege, vor allem dem VfL Wolfsburg. Mit 24 Punkten liegt der Klub zwei Zähler hinter St. Pauli auf Rang 17. Ein Erfolg gegen Heckings Ex-Verein Borussia Mönchengladbach am Samstag um 15.30 Uhr bei Sky würde die Rettung deutlich realistischer machen.

Auch Gladbach, Köln, der Hamburger SV und Werder Bremen sind mit jeweils 31 Punkten keineswegs sicher. Somit bleibt der Druck in mehreren Richtungen hoch.

HSV, Köln und Bremen unter Zugzwang

In Hamburg wartet man nach neun Partien mit nur einem Sieg auf einen Befreiungsschlag in der eigenen Arena gegen den Champions-League-Anwärter TSG Hoffenheim. „Wir wollen wieder das richtige HSV-Gesicht zeigen und es wieder schaffen, gegen eine Mannschaft, die nach Europa will. Da haben wir Bock drauf“, sagte Merlin Polzin vor dem Spiel am Samstagabend um 18.30 Uhr bei Sky.

Mit Rückenwind, wenn man davon sprechen will, gehen Bremen und Köln in die Wochen der Wahrheit. Der FC ist seit fünf Spielen ungeschlagen und will im Rheinderby gegen Bayer Leverkusen am Samstag um 15.30 Uhr bei Sky nachlegen. Werder reist nach dem Sieg im Nordderby am Sonntag um 15.30 Uhr bei DAZN zum Pokal-Finalisten VfB Stuttgart.

Schmidt setzt auf den nächsten Heidenheimer Schritt

Zurück nach Heidenheim, wo Frank Schmidt trotz der prekären Lage an einen Heimsieg glaubt. Der Klub-Ikone, die den Verein seit 2007 betreut und das Team im ersten Bundesliga-Jahr sogar bis in die Conference League geführt hat, ist die Zuversicht nicht abhandengekommen. Sein Rezept lautet schlicht: „Eine gute Leistung bringen, effektiv Fußball spielen, anknüpfen an das letzte Heimspiel gegen Union Berlin und ein Tor mehr schießen als St. Pauli – dann passiert es.“

Und selbst im Fall des Abstiegs würde im Ostzipfel Baden-Württembergs nicht Stillstand herrschen. Schmidt hat betont, dass er seinen Vertrag bis 2027 erfüllen wird und in der kommenden Saison das nächste Projekt angeht, die Bundesliga-Rückkehr. Ein Bundesliga-Märchen 2.0.

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