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·14. Mai 2026

Bundesliga heute Tabelle: Die wichtigsten Fragen zum Klassenerhalt & Abstiegskampf

Artikelbild:Bundesliga heute Tabelle: Die wichtigsten Fragen zum Klassenerhalt & Abstiegskampf

Vor dem letzten Spieltag ist der Abstiegskampf in der Bundesliga so eng wie selten zuvor. Wolfsburg, Heidenheim und St. Pauli gehen punktgleich in das Saisonfinale, sodass ungewöhnliche Konstellationen bis hin zum direkten Vergleich möglich sind. Hier gibt es wichtige Infos run um den Klassenerhalt. Die aktuelle Bundesliga Tabelle

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Jan Schöppner vom 1. FC Heidenheim 1846 bejubelt seinen Treffer zum 3:0 mit seinen Mitspielern beim Bundesliga-Gastspiel beim 1. FC Köln am 10. Mai 2026 im RheinEnergieStadion in Köln. Lars Baron / Getty Images


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Eine Konstellation ohne Vorbild

Dass die drei Teams auf den Plätzen 16 bis 18 vor dem 34. Spieltag mit derselben Punktzahl dastehen, hat es in der Bundesliga noch nie gegeben. Der bislang kleinste Abstand zwischen Relegationsplatz und Schlusslicht betrug einmal ein Zähler, zuletzt in der Saison 2008/09. Damals lag Arminia Bielefeld mit 27 Punkten auf Rang 16, dahinter folgten die ebenfalls punktgleichen Cottbuser, und der Karlsruher SC stand mit 26 Zählern auf dem letzten Platz. Cottbus und Karlsruhe gewannen ihre Heimspiele, Arminia holte beim 2:2 gegen Hannover 96 nur einen Punkt und rutschte noch auf Platz 18. Am Ende scheiterte Energie in der Relegation an Nürnberg mit 0:3 und 0:2 und musste ebenfalls in die 2. Liga. Es war zugleich die bis heute letzte Bundesliga-Saison des FC Energie.

Auch die Frage nach dem letzten Tabellenletzten, der sich im Finale noch retten konnte, wird mit einem klaren Nein beantwortet. 2014/15 stand der Schlusslicht-Klub Paderborn vor dem letzten Spieltag noch im Rennen um den Klassenerhalt, verlor dann aber zu Hause gegen den Sechzehnten Stuttgart mit 1:2. Die Schwaben hielten damit direkt die Klasse, Hamburg rettete sich als Siebzehnter in die Relegation und setzte sich dort durch das legendäre Freistoßtor gegen den KSC mit 1:1 und 2:1 durch, während der SC Freiburg, der vor dem Saisonfinale noch auf Platz 14 lag, direkt abstieg.

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Maximilian Arnold, Kapitän und Mittelfeldspieler des VfL Wolfsburg, im Einsatz beim Bundesliga-Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln am 30. Januar 2026 im Rhein-Energie-Stadion in Köln. (Copyright Depositphotos.com)

Bundesliga Tabelle Plätze 14 bis 18

Die kritischen Zahlen für Wolfsburg, Heidenheim und St. Pauli

Ein Klub, der vor dem letzten Spieltag noch auf Rang 18 lag, hat sich in der Bundesliga-Geschichte bislang nie selbst gerettet. Eine Ausnahme bildet lediglich die Saison 1964/65, als Schalke 04 trotz letzter Position nicht abstieg, weil die Liga auf 18 Vereine aufgestockt wurde und es nach dem Lizenzentzug für Hertha BSC keinen weiteren Absteiger gab.

Auch die niedrigste Punktzahl für Platz 16 seit der Wiedereinführung der Relegation zur Saison 2008/09 ist bemerkenswert. 2013/14 reichte dem Hamburger SV mit 27 Punkten der Relegationsrang, Nürnberg kam auf 26 Zähler, Braunschweig auf 25. Der HSV überstand später die Entscheidungsspiele gegen Fürth mit 0:0 und 1:1. Nürnberg hatte zuvor die letzten sieben Saisonpartien verloren, Braunschweig die letzten fünf. Wolfsburg könnte nun den negativen Punkte-Rekord einstellen, wenn Heidenheim nicht gewinnt und das direkte Duell zwischen den beiden mit einem Remis endet.

Kommt es nach dem 34. Spieltag bei Wolfsburg und Heidenheim zu Punktgleichheit, identischer Tordifferenz und gleicher Anzahl erzielter Treffer, bleibt Wolfsburg oben. Der Grund liegt im direkten Vergleich. Die Wölfe gewannen das Hinspiel am 1. Spieltag auf der Ostalb mit 3:1, das Rückrundenspiel in Niedersachsen endete 1:1.

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Conor Metcalfe vom FC St. Pauli reagiert auf den Schlusspfiff des Bundesligaspiels gegen 1. FSV Mainz 05 im Millerntor-Stadion am 3. Mai 2026 in Hamburg. (Maja Hitij / Getty Images Europe via Getty Images)

Defensive Sorgen, schwache Heimwerte und alte Rekorde

Wolfsburg hat im eigenen Stadion nur zehn Punkte gesammelt. Das schwächste Heimteam, das dennoch die Klasse hielt, war Werder Bremen in der Saison 2019/20 mit nur neun Punkten im Weserstadion. Auswärts holten die Bremer damals allerdings 22 Zähler und rangierten in der Auswärtstabelle auf Platz acht. In der Gesamtwertung reichte das zu Rang 16, anschließend setzte sich Werder in der Relegation gegen Heidenheim mit 0:0 und 2:2 knapp durch.

Heidenheim hat bereits 70 Gegentore kassiert. Eine Mannschaft, die mit so vielen Gegentreffern die Liga hielt, gab es schon einmal. Zuletzt schaffte das der VfL Bochum vor zwei Jahren trotz 74 Gegentoren und wurde Sechzehnter. In der Relegation behauptete sich der Ruhrpott-Klub dann gegen Fortuna Düsseldorf mit 0:3 und 6:5 nach Elfmeterschießen. Die schwächsten Defensiven, die den Klassenerhalt dennoch schafften, stellten der FC 08 Homburg 1986/87 und Bayer 05 Uerdingen 1983/84 mit jeweils 79 Gegentoren. Die Krefelder landeten damals sogar auf Rang 10.

St. Pauli kommt bislang auf nur 28 Treffer. Die schwächste Offensive, mit der ein Team je die Klasse hielt, stellte der HSV 2014/15 mit 25 Toren, ehe sich der Klub in der Relegation gegen Karlsruhe durchsetzte mit 1:1 und 2:1. Für St. Pauli gilt außerdem, dass der Klub schon in der Vorsaison mit 28 Toren den Klassenerhalt schaffte. In diesem Jahr müssen die Hamburger mindestens einmal mehr treffen, um auch kommende Saison Bundesliga zu spielen.

Wann die drei Klubs zuletzt abstiegen

St. Pauli stieg zuletzt 2011 aus der Bundesliga ab. Für Wolfsburg wäre ein Abstieg der erste aus dem Oberhaus überhaupt, für Heidenheim sogar der erste seit der Abspaltung der Fußballabteilung vom Heidenheimer Sportbund 1846 im Januar 2007. Der Vorgängerverein Heidenheimer SB war zuletzt 1992 abgestiegen, damals von der Verbands- in die Landesliga. Bei Wolfsburg liegt der letzte Abstieg fast 50 Jahre zurück. 1977 ging es von der 2. Bundesliga in die Oberliga Nord.

Wolfsburg setzte sich 2017 in der Relegation gegen Eintracht Braunschweig mit 1:0 und 1:0 durch und 2018 gegen Holstein Kiel mit 3:1 und 1:0. Heidenheim war erst im Vorjahr gegen die SV Elversberg erfolgreich, nachdem das Hinspiel 2:2 geendet hatte und die Entscheidung im Rückspiel mit 2:1 fiel. 2020 zog die Mannschaft von Frank Schmidt als Zweitligist gegen Werder Bremen den Kürzeren. St. Pauli stand ebenfalls schon zweimal in der Relegation, allerdings noch vor deren Wiedereinführung. 1987 scheiterten die Kiezkicker als Zweitligist an Homburg mit 1:3 und 2:1, 1991 unterlagen sie als Bundesligist den Stuttgarter Kickers mit 1:1 und 1:3.

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