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·11. August 2026
BVB plant nun wohl ein 55-Millionen-Angebot: Doch wie sehr würde der Geldsegen dem 1. FC Köln jetzt noch helfen?

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Matthias Wilhelm
11 August, 2026
Anscheinend bereitet Borussia Dortmund ein Angebot für Said El Mala vor, das den Kölner Vorstellungen entsprechen könnte. Laut Sky-Reporter Patrick Berger könnten es nun rund 55 Millionen werden. Zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel stellt sich jedoch die Frage, was der FC zu diesem Zeitpunkt der Transferphase mit solch einem Geldregen überhaupt noch anstellen könnte.
Said El Mala im Testspiel gegen Sociedad
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Der Saisonstart rückt näher und die Kaderplanung läuft auf Hochtouren. Der größte Bedarf im Kölner Kader herrscht auf der Sechser-Position, wo ein erfahrener Spieler mit Führungsstärke kommen soll. Auch auf der Linksverteidiger- sowie der Mittelstürmerposition, wo aktuell Thijs Dallinga heiß gehandelt wird, soll noch jeweils ein neuer Spieler her. Im Fall eines Abgangs von Said El Mala zum BVB könnten sich diese Pläne jedoch schlagartig verändern. Wie „Sky“ berichtet, könnten es nun mit Boni sogar 55 Millionen werden.
Ein Wechsel des Linksaußen und die damit einhergehende neue finanzielle Lage des Vereins würde es den Verantwortlichen ermöglichen, sich in ganz anderen Preissegmenten umzusehen als bisher. Anstatt auf günstige Lösungen zurückzugreifen, könnten womöglich auf der Zielgeraden der Transferperiode noch einige Spieler ihren Weg an den Rhein finden, an die vorher noch gar nicht zu denken war. Mit El Mala würde nach Jakub Kaminski schon der zweite absolute Leistungsträger der Vorsaison den Club verlassen. Dadurch könnten sich die Geißböcke allerdings in gleich mehreren Mannschaftsteilen noch einmal deutlich verstärken. Zudem stehen mit Spielern wie Reigan Heskey, Youssoupha Niang und Mikey Moore, der nach wie vor ausgeliehen werden soll, mehrere hochtalentierte Spieler im Kader der Geißböcke, die eine ähnliche Entwicklung in der anstehenden Spielzeit nehmen könnten.
Trotzdem würde ein Abgang El Malas auch Risiken mit sich bringen. Denn was würde dem 1. FC Köln diese Finanzspritze zum aktuellen Zeitpunkt realistischerweise überhaupt noch bringen? Die Transferperiode ist schon weit fortgeschritten und viele Spieler haben bereits einen neuen Club gefunden. Andere potenzielle Neuzugänge haben zum aktuellen Zeitpunkt schon eine komplette Vorbereitung mit ihren jeweiligen Clubs absolviert und könnten dementsprechend weniger wechselwillig sein als noch zu einem früheren Zeitpunkt. Dazu kommt die Eingewöhnungszeit sowie private Veränderungen, die die Spieler jetzt bei Wechseln deutlich schneller durchlaufen müssen. Daher ist die Frage, ob 50 Millionen Euro zum aktuellen Zeitpunkt denselben Wert haben wie zu Beginn des Transferfensters. Sollte der Deal also durchgehen, würden Thomas Kessler intensive Wochen bevorstehen bis zum Deadline Day am 1. September.
Das für Kölner Verhältnisse riesige Budget bietet auch noch weitere Gefahren. Zum einen das Risiko des Überbezahlens. Die abgebenden Clubs wären sich natürlich der neuen Kölner Finanzstärke und gleichzeitig dem akuten Bedarf bewusst. Zum anderen kann das bloße Vorhandensein einer solchen Summe auch dazu führen, dass man in Köln den Druck verspürt, diese auch weitgehend auszugeben. Dadurch könnte ein Spieler verpflichtet werden, der einen großen Namen hat und einen hohen Marktwert, jedoch nicht vollständig das Anforderungsprofil erfüllt.
Ein Ersatz für El Mala wäre wohl nicht unbedingt nötig, wenn etwa die Leihe von Mikey Moore durchgehen sollte. Außerdem hat man mit Spielern wie Linton Maina, Marius Bülter oder Neuzugang Reigan Heskey einige interne Optionen. Wenn sich eine Möglichkeit auftun sollte, könnte Kessler aber vielleicht nochmal zuschlagen, um einen potenziellen Qualitätsverlust aufzufangen. Und auch so bleiben viele Fragen. Denn ob der FC in den letzten Zügen der Transferperiode noch einmal Geld in die Hand nimmt oder Transferaktivitäten im Notfall auf den Winter verschiebt, hängt nicht zuletzt davon ab, wann endlich Klarheit um die Personalie El Mala herrscht. Immerhin: Die Chancen, dass das diese Woche noch passiert, sind mittlerweile sehr hoch.
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