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·4. April 2026

"Darfst das Spiel niemals verlieren": Herber Dämpfer für Hansa

Artikelbild:"Darfst das Spiel niemals verlieren": Herber Dämpfer für Hansa

Sie ist gerissen, die Erfolgsserie des F.C. Hansa Rostock – und das zur Unzeit. Nach zuletzt 13 Punkten aus fünf Spielen musste die Kogge bei der 2:3-Niederlage gegen Viktoria Köln einen herben Dämpfer im Aufstiegsrennen hinnehmen. Doch so groß der Frust auch war: Trainer und Spieler behielten die Köpfe oben.

Niederlage liegt "unglaublich schwer" im Magen

Als erst Hummel (81.) und dann auch noch Voglsammer (90.+4) verkürzten, war die Hoffnung, nach einem 0:3-Rückstand doch noch zumindest einen Punkt mitnehmen zu können, wieder groß. Doch die Aufholjagd kam zu spät, sodass die erste Niederlage seit Ende Februar zu Buche stand. Diese liege "unglaublich schwer" im Magen, wie Trainer Daniel Brinkmann nach der Partie bei "MagentaSport" zu Protokoll gab. Denn für den "frustrierten und verärgerten" Hansa-Coach stand fest: "Du darfst dieses Spiel niemals verlieren."


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Dabei verwies Brinkmann zum einen auf die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor: "Wenn wir das Tor früher machen – und die Möglichkeiten waren zahlreich vorhanden – dann brennt es hier nochmal richtig. Mit der Angst im Nacken, die Köln dann gehabt hätte, und der Euphorie auf unserer Seite, bin ich mir sicher, dass wir etwas hätten rausschlagen können." Zudem hätte Hansa zu Beginn "einfach in Führung" gehen müssen. "Dann entwickelt sich das Spiel ganz anders."

Kritik am Abwehrverhalten

Zum anderen haderte Rostocks Coach aber auch mit dem Abwehrverhalten: "Wir müssen uns vorwerfen lassen, dass wir bei den ersten beiden Gegentoren die Zweikämpfe nicht gewinnen. Wir sind schon dran, aber wir müssen dann eben auch zupacken." Dass das nicht gelungen war, bezeichnete Brinkmann als "super ärgerlich". Beim 0:1 etwa hatte Hansa den Ball an der Außenlinie eigentlich schon sicher, gab ihn dann aber wieder her. "Das müssen wir einfach besser verteidigen."

Maximilian Krauß sprach von zwei "billigen Gegentoren", über die er sich "enorm ärgerte". Schließlich habe Hansa die Partie dadurch vor der Saison-Rekordkulisse von 26.390 Zuschauern aus der Hand gegeben. Lobende Worte fand Brinkmann wiederum für die Moral der Mannschaft, auch der Einsatz habe gestimmt: "Man hat nicht das Gefühl gehabt, dass irgendwer irgendwas wegschenkt."

"Jetzt ist der Druck eben höher"

Wie schwer die Niederlage wiegt, zeigt sich auch mit Blick auf die Tabelle: Weil Essen und Cottbus gewinnen konnten, ist der Rückstand auf den Relegationsplatz wieder auf vier Zähler angewachsen. Sorgen machte sich Brinkmann deswegen aber nicht. "Jetzt ist der Druck eben höher." So müsse im direkten Duell mit dem SC Verl am Mittwochabend nun ein Sieg her, um oben dranzubleiben. "Aber wir sind die letzten Wochen immer gut mit den Drucksituationen umgegangen. Wir gehen mit der Einstellung dahin, dass wir das Spiel gewinnen wollen."

Die Mannschaft benötige nun einen Tag, um die Niederlage abzuschütteln, schon ab Sonntag soll dann der volle Fokus auf Verl liegen. "Mein Job ist jetzt, die Köpfe frei zu bekommen. Ich gehe aber davon aus, dass es funktioniert. Der größte Fehler wäre jetzt, alles negativ zu malen." Krauß gab sich ebenfalls zuversichtlich: "Der Trainer hat es richtig gesagt, dass wenn es eine Mannschaft gibt, die mit dieser Drucksituation umgehen kann, dann wir." Den Beweis dafür muss Hansa nun erneut antreten.

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