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·31. August 2026

"Das killt uns in jedem Spiel": Verls Fehlstart zum Haare raufen

Artikelbild:"Das killt uns in jedem Spiel": Verls Fehlstart zum Haare raufen

Zum Saisonstart bleibt der SC Verl weiter punktlos. Als einziges Team der Liga kassierte die Mannschaft von Cheftrainer Orest Shala die dritte Niederlage im dritten Spiel, weshalb sich die Ostwestfalen am Tabellenende wiederfinden. Gegen Fortuna Köln spitzte sich die Dramatik zu, denn Verl unterlag trotz 45-minütiger Überzahl. Beim Sportclub entsteht weiter keine Panik, doch es stellen sich Fragen.

"Fußball ist nicht immer so logisch"

Cheftrainer Orest Shala räumte spät nach Abpfiff ein, dass er das Heimspiel gegen Fortuna Köln selbst erst einmal emotional verarbeiten müsse. "Fußball ist nicht immer so logisch, aber am Ende geht es so aus, weil wir es nicht schaffen, uns gegen zehn Mann noch klarere Torchancen herauszuspielen", fügte der 34-Jährige vor den Kameras von "Magenta Sport" hinzu. Wobei Shala gar nicht von den Möglichkeiten, sondern von der Vollstreckung derer sprechen wollte. "Da muss dann auch irgendwann mal ein Tor fallen", fand der Cheftrainer, der die Konsequenz in den Chancen seiner Mannschaft vermisste. "Den Ball ins Tor zu tragen, geht nicht."


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Gegen Fortuna Köln profitierte der Sportclub eigentlich noch von einer Roten Karte, die in der 43. Spielminute gegen Luca Majetic ausgesprochen wurde. Doch in Unterzahl schossen die Südstädter zwei Tore, während Verl erst in der Nachspielzeit den Anschluss schaffte. Shala monierte in der Pressekonferenz nach Abpfiff: "Es fehlt unserem Spiel momentan, dass wir die Tore erzwingen, dass wir auch mal so einen Brustlöser haben und sagen können, okay, jetzt führen wir 1:0." Doch an dieser Stelle wurde es kurios, schließlich führte Verl gegen Aachen mit 1:0 und gegen Duisburg sogar mit 2:0. In beiden Fällen geriet der Sportclub anschließend unter die Räder. Obwohl gegen den MSV noch die Tatsache greift, dass Verl in Unterzahl spielte, durfte vom fehlenden Brustlöser sicherlich nicht die Rede sein.

"Sonst wird es ganz schwer"

Klar ist, Shala meinte speziell die Situation in Überzahl gegen Köln. Dort hätte das 1:0 wohl enorm gewirkt, doch die grundlegenden Probleme des Sportclubs liegen tiefer. "Wir müssen die einfachen Fehler abstellen, sonst wird es ganz schwer", fasste Kapitän Niko Kijewski zusammen. Sinnbildlich ließ sich der erste Treffer der Kölner ansehen, bei dem fünf Verler nur halbherzig dabei zuschauten, wie Romeo Aigbekaen seine Meter machte und die Führung erzielte. "Du spielst eine Halbzeit komplett in Überzahl, erspielst dir aber zu wenig zwingende Chancen und bist hinten weiter anfällig. Am Ende haben zwei Torschüsse für zwei Tore von Köln gereicht", ärgerte sich der SCV-Kapitän. "Es ist auch immer jemand anderes, dem der Fehler unterläuft. Das killt uns in jedem Spiel."

Kijewski wollte nicht von einem Rückschritt sprechen, aber ein Fortschritt war auch in der dritten Partie der Saison nicht zu erkennen. In Verl wird naturgemäß trotzdem niemand aufgrund des Fehlstarts in Panik geraten. Und dennoch hielt auch Shala mahnend fest: "Dass wir Schritte nach vorne machen müssen, ist offensichtlich. Dass die 3. Liga dir nichts schenkt, ist auch offensichtlich." Die Überzeugung war groß, dass Verl – wie zig Mal in der Vergangenheit bewiesen – die richtigen Schlüsse aus dem Kaderumbruch ziehen wird. Denn so ist klar: "Objektiv betrachtet waren wir heute die bessere Mannschaft, aber das Ergebnis sagt etwas anderes aus." Am kommenden Samstag (14 Uhr) geht es mit einem Auswärtsspiel beim SV Waldhof Mannheim weiter.

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