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·10. August 2026
Déjà-vu und Torspektakel: So lief es für die Zweitliga-Aufsteiger

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Mit Energie Cottbus und dem VfL Osnabrück sind am zurückliegenden Wochenende die beiden Aufsteiger aus der 3. Liga in die neue Spielzeit der 2. Bundesliga gestartet. Die Ausbeute fiel dabei unterschiedlich aus: Während Osnabrück in einem Torfestival Lehrgeld zahlte, sorgte Cottbus für eine Überraschung – und ein Déjà-vu.
Als Energie Cottbus das letzte Mal in der 2. Bundesliga spielte, zierten das Trikot der deutschen Nationalmannschaft noch drei statt vier Sterne. Zwölf Jahre später feierte der Klub am Sonntag nach Stationen in der 3. Liga und Regionalliga sein Comeback im Unterhaus – und erlebte einen Auftakt voller Chaos und Déjà-vus.
Angefangen hatte alles bereits vor dem Anpfiff. Der Schiedsrichterfunk funktionierte nicht, weshalb Unparteiischer Lars Erbst die Partie erst mit neun Minuten Verspätung freigeben konnte. Als der Ball schließlich rollte, erwischte Cottbus den besseren Start. Tolcay Cigerci brachte die Lausitzer mit etwas Glück per Freistoß in Führung (14.). Hannover war allerdings schon vor dem Gegentreffer und auch danach weitgehend spielbestimmend, ließ jedoch mehrere Chancen liegen. In der 28. Minute belohnte sich 96 schließlich: Maurice Neubauer erzielte den Ausgleich – mit dem aus auch in die Pause ging.
Dann wurde es erneut kurios. Auch der Start in die zweite Halbzeit verzögerte sich – diesmal wegen eines Stromausfalls. Die Videowände waren schwarz, die Stadionmikrofone blieben stumm und das Flutlicht, das aufgrund der Torlinientechnik auch tagsüber eingeschaltet ist, schien nicht. "Es gab eine Überlastung. Wir haben die Ursache noch nicht gefunden. Es ist tatsächlich alles aus gewesen, aber wir haben schnell reagiert. Jetzt müssen wir auf Ursachenforschung gehen, woher die Überlastung kam", erklärte Cottbus' Präsident Sebastian Lemke nach der Partie am Sky-Mikrofon.
Dabei wurden Erinnerungen an 1997 wach. Beim Relegationsspiel zwischen Cottbus und Hannover war ebenfalls der Strom ausgefallen. "Ich hoffe nicht, dass die Person, die damals verantwortlich war, heute wieder da war", scherzte Trainer Claus-Dieter Wollitz. Damals setzte sich Cottbus nach einem 1:1 noch mit 3:1 durch. Sollte sich die Geschichte wiederholen? Hannover drängte auch diesmal auf die Führung, scheiterte jedoch immer wieder an Marcel Lotka im Tor der Lausitzer. Das sollte sich rächen: Erst verwandelte Cigerci einen Strafstoß (71.), ehe Justin Butler nur fünf Minuten später auf 3:1 erhöhte (76.). Damit erlebte die Lausitz tatsächlich nicht nur einen Auftakt nach Maß, sondern auch ein Déjà-vu.
Es war das Duell der Gegensätze: Der VfL Osnabrück gastierte beim Absteiger 1. FC Heidenheim. Auf der Ostalb erlebte die Mannschaft von Timo Schultz zunächst einen Horrorstart. Budu Zivzivadze brachte Heidenheim nach zehn Minuten in Führung und traf sechs Minuten später vermeintlich zum zweiten Mal. Der Treffer wurde wegen Abseits jedoch aberkannt.
Ein Hallo-Wachruf für den VfL – und zugleich der Auftakt in eine wilde Schlussphase der ersten Halbzeit. Niklas Wiemann besorgte nach 23 Minuten den Ausgleich, ehe Marcel Costly den Absteiger nur wenig später wieder in Führung brachte (28.). Doch auch davon ließ sich Osnabrück nicht beeindrucken. David Kopacz glich erneut aus (34.). Bei beiden VfL-Treffern hatte Konrad Faber seine Füße im Spiel: Der Neuzugang vom FC St. Gallen bereitete beide Tore vor.
Doch Heidenheim hatte noch eine Antwort parat. Kurz vor der Pause köpfte Jan Schöppner das Team von Frank Schmidt erneut in Führung (45.+2). Ein Tor zum psychologisch denkbar ungünstigsten Zeitpunkt für den VfL. Dennoch blieb die Partie im zweiten Durchgang lange offen. Erst in der 89. Minute schien Marvin Pieringer mit dem 4:2 für die Entscheidung zu sorgen.
Doch Osnabrück gab sich noch nicht geschlagen. Robin Meißner, der nach seiner Leihe fest verpflichtet worden war, verwandelte in der zweiten Minute der Nachspielzeit einen Handelfmeter zum Anschluss. Für mehr reichte es allerdings nicht. So hinterließ der VfL am ersten Spieltag zwar seine Spuren, musste aber auch gleich Lehrgeld zahlen.







































