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·9. Februar 2026
Der BVB sammelt Punkte, doch für die Meisterschaft fehlt die letzte Souveränität

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·9. Februar 2026

Dortmund festigt mit dem 2:1-Sieg Platz zwei und verkürzt den Abstand auf Bayern. Doch die Mannschaft gewinnt oft mühevoll – echte Titelreife sieht anders aus.
Der BVB hat in Wolfsburg gewonnen, und das ist zunächst einmal das, was zählt. Drei Punkte, Platz zwei gefestigt, der Abstand zum FC Bayern zumindest über Nacht auf drei Zähler verkürzt. Julian Brandt traf, Serhou Guirassy wurde zum Matchwinner, und in der Kabine glaubt offenbar jeder noch an das große Ziel. So weit die Faktenlage nach diesem 2:1-Arbeitssieg.
Doch wer genau hinhört, bemerkt die feinen Unterschiede in der Dortmunder Kommunikation. Während Nico Schlotterbeck sich zuletzt zu einer Meisteransage hinreißen ließ, wählt Brandt seine Worte deutlich vorsichtiger. Er spricht davon, dass noch viele Sachen dazukommen müssen. Er hofft, dass Bayern den BVB noch mal ranlässt. Das ist keine Kampfansage, das ist Realismus mit einem Hauch Optimismus.
Und genau dieser Realismus ist angebracht. Denn so beeindruckend die Serie von 14 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage auch klingt, so wenig sagt sie über die tatsächliche Titelreife dieser Mannschaft aus. Der BVB sammelt Punkte, keine Frage. Aber er tut dies oft mühevoll, wie auch in Wolfsburg. Die Souveränität eines echten Meisters sieht anders aus.
Brandt hat recht, wenn er sagt, dass in der Kabine niemand aufgegeben hat. "Meister werden will von uns jeder", betont er. Doch Wollen und Können sind im Profifußball zwei verschiedene Dinge. Der FC Bayern hat trotz einer durchwachsenen Saison immer noch die Qualität und vor allem die Erfahrung, Meisterschaften über die Ziellinie zu bringen. Der BVB hat diese Erfahrung nicht, zumindest nicht in dieser Generation.
Am 28. Februar kommt es zum direkten Duell in Dortmund. Brandt spricht von der Chance, persönlich daran noch mal was zu schrauben. Das stimmt. Aber es stimmt eben auch, dass Bayern am Sonntag bei Hoffenheim nachlegen kann. Und dass Schlotterbeck gegen Mainz wegen seiner fünften Gelben Karte fehlen wird. Der Titelkampf ist ein Marathon, kein Sprint, und der BVB hat in den vergangenen Jahren zu oft auf den letzten Kilometern die Puste verloren.
Was bleibt, ist eine Mannschaft, die sich nicht aufgibt. Die kämpft, die Spiele gewinnt, die dranbleibt. Das verdient Respekt. Aber Respekt allein macht noch keinen Meister. Dortmund muss in den kommenden Wochen beweisen, dass diese Serie mehr ist als eine Momentaufnahme. Dass der Glaube in der Kabine auch dann noch trägt, wenn es wirklich eng wird. Erst dann wird aus Hoffnung echte Titelchance.









































