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·4. August 2026
Der Gamble auf mehr – Warum der FC El Mala auf jeden Fall halten sollte

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Elias Schnaubelt
4 August, 2026
Medienberichten zufolge soll allen voran der BVB starkes Interesse an einer Verpflichtung des 19-Jährigen zeigen, würde sich hierfür finanziell sogar ungewöhnlich weit strecken. Thomas Kessler bleibt bisher jedoch hart – und das nicht ohne Grund: El Mala könnte in naher Zukunft noch deutlich mehr Geld einspielen
Said El Mala im Testspiel gegen Hertha BSC (Foto: come-on-fc.com)
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Was lange unmöglich schien, wird mit jedem Tag wahrscheinlicher. Said El Mala könnte tatsächlich eine weitere Spielzeit für den 1. FC Köln auflaufen. Im Trainingslager und in den Testspielen ließ der Kölner Shootingstar keine Zweifel daran aufkommen, dass er mental nach wie vor voll und ganz beim FC ist. So spielte er auch zuletzt im Test gegen die Hertha gewohnt locker auf und konnte seine Qualitäten ins Kölner Spiel einbringen – Qualitäten, die europaweit Begehrlichkeiten wecken. Und dabei geht es nicht nur darum, dass El Mala scheinbar ohne Anlaufschwierigkeiten 18 Scorer in seiner ersten Bundesligasaison aufgelegt hat, nein. Es geht um weitaus mehr.
Bei Said El Mala handelt es sich um die Art Spieler, die stets etwas aus dem Nichts kreieren kann. Die Art Spieler, der du an der Mittellinie den Ball geben kannst und sagen kannst: Mach mal! Said El Mala muss nicht in Szene gesetzt werden, er schafft sich die Szene selbst. Er braucht nicht den perfekten Schnittstellenpass, er tanzt einfach selbst die gesamte Abwehrreihe aus. Durchsetzungsschwierigkeiten gegen gestandene Bundesligaprofis? Keineswegs. Zusätztlich zu seinen 1,87 Metern Körpergröße verfügt El Mala über eine außergewöhnliche Explosivität. Daraus resultiert eine physische Dominanz, die in der Bundesliga ihresgleichen sucht. Doch damit nicht genug. Zu allem Überfluss ist der 19-Jährige auch noch eine gnadenlose Kontermaschine, ein stetiger Gefahrenherd im Umschaltspiel. Findet man bei den allermeisten vergleichbaren Spielern entweder die Stärke im Auflösen von engen Situationen oder die Gefahr in die Tiefe, so vereint El Mala beides – und genau das macht ihn so begehrt.
Zuletzt wurde der Linksaußen konkret mit einem Wechsel zu Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Diesem scheint er selbst nicht abgeneigt zu sein, bislang sei das Angebot des BVB für die Kölner Verantwortlichen allerdings noch nicht hoch genug. In den Medien geisterte immer wieder die ominöse Summe von 50 Millionen umher. Dabei liegt der Marktwert des 19-Jährigen laut Transfermarkt.de lediglich bei 45 Millionen. Wieso kommt man also zu scheinbar unterschiedlichen Einschätzungen des Spielers und wie funktioniert das überhaupt? Seit 2004 erhebt die Website Transfermarkt.de nun schon die Marktwerte im Profifußball. Dabei liefert diese Zahl eine Einschätzung über den Wert jedes einzelnen Spielers. Da stellt sich unweigerlich die Frage nach der Erhebungsmethode. Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht um einen Algorithmus, die Werte werden also nicht nur anhand einheitlicher Kriterien generiert. Transfermarkt.de setzt zur Bestimmung der Marktwerte auch auf die Schwarmintelligenz, also auf die Meinung vieler. Am Ende entscheiden die Administatoren der Seite über den finalen Marktwert. Eine Entscheidung also, die nie ganz objektiv getroffen werden kann und lediglich einen Orientierungswert darstellt.
Zumindest scheint sich Thomas Kessler nicht an diesen Angaben zu den Werten seiner Spieler zu orientieren. Zudem hängt der aufrufbare Preis auch immer davon ab, wie viel jemand anderes zu zahlen bereit ist. Bei einem Interesse aus England könnte die geforderte Ablöse sicherlich noch weitaus höher angesetzt werden. Zum Schluss bleibt die Tatsache, dass Thomas Kessler selbst nie die Summe von 50 Millionen ausgerufen hat. Ab welcher Summe der Geschäftsführer Sport schwach werden würde, bleibt demnach weiterhin fraglich. Sofern man es sich als 1. FC Köln allerdings finanziell erlauben kann, in diesem Sommer auf eine derartige Ablöse zu verzichten, wäre ein Verbleib aus Sicht der Kölner nicht die schlechteste Idee.
Es existieren einige Faktoren, die eine Marktwertsteigerung innerhalb der nächsten Saison wahrscheinlich machen. Zum einen ist da die Spielzeit: Während Lukas Kwasniok El Mala gerne und oft von der Bank gebracht hat, setzt René Wagner voll und ganz auf den Flügelspieler. Mit mehr Einsatzminuten kann der 19-Jährige weitaus mehr von sich zeigen und gegebenenfalls noch mehr Tore und Vorlagen beisteuern als noch in der Vorsaison. Zum anderen ist da die Tatsache, dass mit Jürgen Klopp unlängst ein neuer Mann den Cheftrainerposten der Deutschen Nationalmannschaft übernommen hat. Ein Coach, der auf der ersten Pressekonferenz ankündigte, dass einige Spieler ihre Chancen bekommen werden. Zu diesen wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch Said El Mala zählen, der in den Augen vieler bereits bei der Weltmeisterschaft mit dabei hätte sein sollen. Seinem Marktwert wäre ein Engagement in der Nationalmannschaft sicherlich ebenfalls zuträglich.
Sollte El Mala nun also tatsächlich für eine weitere Saison mit dem Geißbock auf der Brust auflaufen – und eventuell bald auch mit dem Adler auf der Brust -, so könnten zeitnah auch die größten Vereine der Welt bei Thomas Kessler vorstellig werden. Dann könnten dem 1. FC Köln ganz andere Summen winken.
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