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·9. September 2026
Der Selbstverständliche: Tom Krauß wird beim 1. FC Köln zur Konstante: „Du musst jede Woche liefern“

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Matthias Wilhelm
9 September, 2026
Neben Said El Mala und Mikey Moore dominierte eine Position den Transfersommer der Geißböcke wie keine andere: die des zentralen Mittelfeldspielers. Mit Ellyes Skhiri wurde schließlich der aus Sicht der Kölner Verantwortlichen richtige Spieler verpflichtet. Der Tunesier bringt viele Eigenschaften mit, die sich die FC-Bosse erhofft hatten. Doch nicht nur er. Denn eigentlich haben die Geißböcke einen Sechser im Kader, der dieses Rollenverständnis ebenfalls mit sich bringt. Am Rande des Mittwochs-Training sprach der Mittelfeldspieler in einer Medienrunde.
Tom Krauß jubelt nach dem Siegtreffer gegen Hoffenheim
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Der Jubel kannte auch bei ihm keine Grenzen. Tom Krauß schrie die gesamte Anspannung der Begegnung aus sich heraus, jubelte als habe er höchstpersönlich den entscheidenden Treffer erzielt. Dabei war Thijs Dallinga der eigentliche Matchwinner gegen die TSG Hoffenheim. Der Mittelfeldspieler der Kölner freute sich mit seiner Mannschaft, mit dem Verein und vielleicht sogar mit der Stadt. Denn Krauß ist längst in Köln angekommen, fühlt sich heimisch, fühlt den Verein. Dass sich der Mittelfeldspieler in Köln wohl fühlt, könnte auch mit seinem Standing in der Mannschaft und dem Vertrauen von René Wagner zu tun haben. Denn Krauß ist aktueller Stammspieler, stand in allen drei Pflichtspielen von Beginn an, 90 Minuten auf dem Platz. Gegen den VfB erfolgte die Auswechslung in der Nachspielzeit. „Wir haben vor der Saison geredet, welche Punkte er von mir sehen will“, sagte Krauß am Mittwoch am Rande des Trainings. „Ich finde, dass wir einfach da einen guten Zusammenhalt haben. Es freut mich natürlich, dass er bis jetzt auf mich gesetzt hat. Für mich ist es aber auch wie für jeden anderen: Du musst jede Woche liefern.“
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Während über Ellyes Skhiri und Paul Okon-Engstler gesprochen, vielleicht sogar diskutiert wird, ist Krauß unumstritten. Der Mittelfeldspieler ist die Konstante im zentralen Mittelfeld und erfüllt seine Sache bislang gut. Die Defensivwerte sind jedenfalls stark. Krauß gewinnt mehr als 60 Prozent seiner Zweikämpfe, bringt mehr als neun von zehn Bällen im Schnitt zum Mitspieler, erobert pro Spiel rund neun Bälle in der gegnerischen Hälfte und fängt im Schnitt vier Bälle ab. Kein Wunder also, dass Wagner dem Spieler das Vertrauen schenkt. Dabei weiß auch der 24-Jährige, dass die Begegnung gegen Stuttgart alles andere als zufriedenstellend war. „Nach so einem Spiel ist die Enttäuschung natürlich groß, wenn du es dann auch so verlierst. Am Montag, wenn die Woche wieder startet, muss man auf das nächste Spiel wieder voll fokussiert sein“, so Krauß. Beim 24-Jährigen stimmt der Fokus, so zumindest der Eindruck der vergangenen Wochen.
Auffällig: In den vergangenen Begegnungen mischte sich der Mittelfeldspieler auch in die Vorwärtsbewegung ein, kam in der Box zu mehreren Chancen. „Letztes Jahr kam ich überhaupt nicht in diese Situation. Dieses Jahr muss ich eigentlich schon zwei Scorer haben“, sagt Krauß. „Ich tue viel dafür, dass ich einfach auch in die Situation komme. Dann ist auch nur noch eine Frage der Zeit. Aber natürlich, wenn man diese Situationen hat, will man auch der Mannschaft helfen mit Toren. Das ist mir jetzt nicht gelungen. Aber ich arbeite weiter dran“. Vor allem nach den Einwechslungen von Skhiri ging es für den Spieler dann auch mal eine Position weiter nach vorne. So oder so ist Krauß bereits wieder ein Leistungsträger der Mannschaft. Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass der Mittelfeldspieler wohl von der Suche nach dem Sechser profitiert hat. Skhiri ist erst seit wenigen Wochen bei den Kölnern. Und obwohl René Wagner dem Tunesier eine gute Fitness vorab ausgestellt hatte, saß Skhiri bislang zu Beginn immer auf der Bank.
Nun deutet sich ein Platz in der Startelf an. „Wir sind in der Bundesliga. Da muss es Konkurrenzkampf geben. Und das auf allen Positionen. Ich versuche einfach, das Bestmögliche im Training zu zeigen. Dass man dem Trainer auch zeigt, dass man spielen will“, sagte Krauß. „Bei Flaco (Ellyes Skhiri, Anm. d. Red.) weiß jeder, was er kann. Er braucht die ersten Wochen, um einfach auch reinzukommen. Wer in der Startelf steht, das entscheidet der Trainer. Wir sind aber sehr froh, dass er da ist“, so Krauß. Mit seiner Einstellung und seinem Willen hat er sich längst zur festen Größe beim FC entwickelt. Und genau das will der gebürtige Leipziger nun auch gegen Bremen abrufen, dort wo sein Ex-Verein am Wochenende 1:3 verlor. „Das hat man so nicht erwartet vor dem Spiel. Man sieht einfach, dass Bremen auch mit den Ausfällen eine sehr gute Mannschaft hat, sehr aggressiv ist. Darauf müssen wir uns einstellen“, sagt Krauß. „Wir dürfen aber keine Angst haben. Schließlich spielen wir zu Hause. Wir haben 50.000 Fans in unserem Rücken. Und das müssen wir nutzen.“
Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.
Der 24-Jährige ist nominell ein defensiver Mittelfeldspieler. Krauß hat aber in der jüngeren Vergangenheit auch in der letzten Kette als Innenverteidiger oder auf der Außenbahn gespielt.
Ja, in den Vertrag der Leihe war eine Kaufpflicht verankert. Diese griff mit dem Klassenerhalt sowie einer Anzahl an gespielten Begegnungen.







































